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QEMU, Q unter Mac OS X

(Link zu dieser Seite als [[QEMU-KVM-Buch/ QEMU unter Mac OS X]])

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Mac OS X mit geöffneten Disk-Image.
Mac OS X mit geöffneten Disk-Image.
Die grafische Benutzeroberfläche Q Control.
Die grafische Benutzeroberfläche Q Control.
Windows Sharing ist in Mac OS X zu deaktivieren.
Windows Sharing ist in Mac OS X zu deaktivieren.
Q – Quickstart (Schritt 1).
Q – Quickstart (Schritt 1).
Q – Quickstart (Schritt 2).
Q – Quickstart (Schritt 2).
Q – Quickstart (Schritt 3).
Q – Quickstart (Schritt 3).
Q – Quickstart (Schritt 4).
Q – Quickstart (Schritt 4).
Q – Quickstart (Schritt 5).
Q – Quickstart (Schritt 5).
Q – Die virtuelle Maschine ist fertiggestellt.
Q – Die virtuelle Maschine ist fertiggestellt.
Die Q-Menüleiste – Menü Q.
Die Q-Menüleiste – Menü Q.
Die Q-Menüleiste – Dialog mit den Einstellungen.
Die Q-Menüleiste – Dialog mit den Einstellungen.
Die Auswahl virtueller Maschinen über den Finder.
Die Auswahl virtueller Maschinen über den Finder.
Die Q-Menüleiste – Menü Gast PC.
Die Q-Menüleiste – Menü Gast PC.
Die Q-Menüleiste – Download kompletter virtueller Maschinen.
Die Q-Menüleiste – Download kompletter virtueller Maschinen.
Export einer virtuellen Maschine auf USB-Stick.
Export einer virtuellen Maschine auf USB-Stick.
Die Q-Menüleiste – Aktualisieren einer virtuellen Maschine auf qcow2.
Die Q-Menüleiste – Aktualisieren einer virtuellen Maschine auf qcow2.
Die Q-Menüleiste – Menü Werkzeuge.
Die Q-Menüleiste – Menü Werkzeuge.
Die Q-Menüleiste – Menü Fenster.
Die Q-Menüleiste – Menü Fenster.
Die Q-Menüleiste – Menü Hilfe.
Die Q-Menüleiste – Menü Hilfe.
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Allgemein".
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Allgemein".
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Hardware".
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Hardware".
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Netzwerk".
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Netzwerk".
Die Konfiguration der Firewall.
Die Konfiguration der Firewall.
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Erweitert".
Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Erweitert".
Q Control mit laufender virtueller Maschine.
Q Control mit laufender virtueller Maschine.
Winebuttler - Wine unter Mac OS X.
Winebuttler - Wine unter Mac OS X.
Wird die Windows-Version von QEMU unter Wine betrieben, ist KQEMU zu deaktivieren.
Wird die Windows-Version von QEMU unter Wine betrieben, ist KQEMU zu deaktivieren.
Der Qemu-Manager für Windows unter Winebuttler unter Mac OS X.
Der Qemu-Manager für Windows unter Winebuttler unter Mac OS X.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] QEMU unter Mac OS X (x86)

[bearbeiten] Q – QEMU mit GUI

Download: http://qemu-buch.de/download/Q-0.9.0a89.dmg

QEMU wird unter Mac OS X meist mit der grafischen Benutzeroberfläche Q betrieben. Q basiert auf QEMU-Version 0.9.1.

[bearbeiten] Installation

Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf aktuelle Apple-Hardware, basierend auf Intel-Prozessoren. Es lassen sich zwei Versionen, nämlich die als stabil bezeichnete Q-0.9.0a89 und eine aktuelle Entwicklerversion Q-0.9.1d118 herunterladen. Die Installation erfolgt mit folgenden Schritten:

[bearbeiten] Quickstart (Q)

Nach dem Start von Q wird das Kontrollzentrum für virtuelle Maschinen geöffnet. Um eine neue virtuelle Maschine anzulegen, klickt man das Icon mit dem Plus (Neuen PC erstellen) an. Danach erscheint ein Wizzard, der alle relevanten Optionen abfragt. Im ersten Dialog wird der Name der virtuellen Maschine und der Typ des Gast-Systems festgelegt. In diesem Beispiel soll Microsoft Windows XP das Gast-Betriebssystem sein. Als Namen trägt man WinXP in das vorgesehene Eingabefeld ein. Als Typ wird Windows-XP aus der Liste ausgewählt. Nach Betätigen von PC erstellen erscheint ein Dialogfenster, mit den Reitern Allgemein, Hardware, Netzwerk und Erweitert. Unter dem Reiter Allgemein erscheint der im vorigen Dialog vergebene Name der virtuellen Maschine. Unter Emulation werden der Zeitabgleich des Gast-Systems mit dem Host (Zeit mit Uhr des Wirts abstimmen) und das Netzwerk (Netzwerk aktivieren) aktiviert.

Zum Dateiaustausch zwischen Host- und Gast-System dient der in Q integrierte Samba-Server. Unter SMB Dateifreigabe Q Shared Files wird der Austauschordner auf dem Host-System ausgewählt. Dieser Ordner wird von Q automatisch auf dem Desktop des angemeldeten Benutzers angelegt. Damit im Gast-System auf diesen Ordner zugegriffen werden kann, ist ein Treiber im Gast-System zu installieren. Der Ordner wird als Laufwerk Q im Gast-System eingebunden. Die Installationsdatei wird über ein Laufwerk im Gast-System zur Verfügung gestellt. Dazu ist Diskette mit Q Windows Treibern anzeigen zu aktivieren. Nach der Installation ist diese Einstellung wieder zu deaktiveren. An dieser Stelle ist ein Blick in die Systemeinstellungen von Mac OS X nötig. Darin ist unter Sharing in der Karteikarte Dienste das Windows Sharing auszuschalten. Der in Mac OS X integrierte Samba-Server verträgt sich nicht mit dem in Q eingebauten Samba-Server.

Der Reiter Hardware dient zur Definition der zu emulierenden Hardware-Komponenten. Unter Plattform ist x86PC auszuwählen. Die Anzahl der zu emulierenden CPUs ist änderbar. Im Beispiel soll eine CPU genügen. Arbeitsspeicher sollte der virtuellen Maschine mit Microsoft Windows XP reichlich zugemessen werden, weniger als 512 MByte sind nicht empfehlenswert. Unter Grafikkarte wird eine Cirrus Logic GD5446 PCI VGA ausgewählt. Die zur Auswahl stehenden Sound- und Netzwerkkarten werden übernommen. Unter USB wird Tablet aktiviert. Auf ein Diskettenlaufwerk ist verzichtbar (Kein Diskettenlaufwerk). Als Festplatte soll ein neues, vier GByte großes Image angelegt werden. Die Installation des Gast-Systems von einer realen CD ist auf Grund eines Bugs von Q nicht möglich. Deshalb muss ein ISO-Image der Windows-XP-Boot-CD verwendet werden. Zur Installation des Gast-Systems ist Starten von auf CD-ROM einzustellen. Nach der Installation schaltet man wieder auf Festplatte um. Unter dem Reiter Netzwerk werden die vorgegebenen Einstellungen belassen. Unter dem Reiter Erweitert bedarf es keiner Änderungen. Mit PC erstellen wird die virtuelle Maschine vervollständigt. Sie erscheint in der Liste der verfügbaren virtuellen Maschinen und wird durch Doppelklick auf den Namen gestartet. Die neue virtuelle Maschine bootet vom Image der Installations-CD und führt die gewohnte Betriebssystem-Installation durch.

[bearbeiten] Befehlsübersicht

Die Benutzeroberfläche besteht aus einer Menüleiste und einigen Dialogen.

[bearbeiten] Die Menü-Leiste

Das Menü Q entspricht einem typischen Mac OS X-Programm. Hier sind Informationen zum Programm (Über Q), dessen Grundeinstellungen (Einstellungen...), der Aufruf einiger Mac OS-Dienste (Dienste), Funktionen zur Fenstersteuerung auf dem Desktop (Q ausblenden, Andere ausblenden, Alle einblenden) und zum Beenden des Programms (Q beenden) untergebracht. Von besonderem Interesse sind dabei die Einstellungen. Unter Anzeige lässt sich die Art der Grafikausgabe der virtuellen Maschinen festlegen. Zur Auswahl stehen OpenGL, Quartz und Quickdraw. OpenGL ist eine plattformunabhängige Programmierschnittstelle für 3D-Grafik, die nach Möglichkeit im Treiber der Grafikkarte implementiert wird. Das hat zur Folge, dass große Teile der Berechnung der Grafikausgabe direkt vom Prozessor auf der Grafikkarte erledigt werden. Unter OpenGL übernimmt einen Teil der Grafikkarten-Emulation des Gast-PCs direkt der Grafikprozessor des Host-Systems. Dazu muss dieser OpenGL hardwareseitig unterstützen. Bei allen modernen Grafikkarten ist das der Fall. Die CPU des Host-Systems wird dabei von den Aufgaben der Grafikausgabe des Gast-Systems entlastet. Quartz ist die Grafikschicht von Mac OS X. Sie ist abstrahiert von den Möglichkeiten der tatsächlich eingebauten Grafik-Hardware und bietet Applikationen eine einheitliche Programmierschnittstelle. Fähigkeiten der Hardware, etwa OpenGL, werden dabei transparent eingebunden. Diese Art der Grafikausgabe ist auf allen Rechnern mit Mac OS X verfügbar. QuickDraw als Grafikschicht von Mac OS 9 ist nicht zu empfehlen.

Bei vorhandenem Internetzugang sucht Q automatisch bei Programmstart nach neuen Versionen auf der Projekt-Site (Beim Programmstart nach Aktualisierungen suchen). Ist Log in Konsole schreiben aktiviert, werden nützliche Debug-Meldungen auf der Systemkonsole ausgegeben. Das Programm Konsole (zu finden unter den Dienstprogrammen) macht diese Meldungen sichtbar. Die virtuellen Maschinen unter Q werden über mehrere Dateien abgebildet. Neben den Festplatten-Images der Gast-PCs gehören dazu die Einstellungsdateien mit den Optionen für QEMU. Diese Dateien werden standardmäßig in einer Verzeichnisstruktur unterhalb des Home-Verzeichnisses abgelegt. Der voreingestellte Pfad /Users/<user>/Documents/QEMU ist im Finder über Dokumente zugänglich. Für einen einzelnen Benutzer mag das durchaus ausreichend sein. Jeder andere Benutzer hat nur Zugriff auf seine eigenen virtuellen Maschinen. Um dies zu umgehen, lässt sich die Lage der Dateien im Dateisystem mit Q Gäste Ordner frei definieren. Auch können die virtuellen Maschinen zentral auf einem Server im Netzwerk abgelegt werden.

Im Menü Gast PC lassen sich neue virtuelle Maschinen anlegen (Neuer Gast PC) und vorhandene virtuelle Maschinen bearbeiten (Gast PC bearbeiten) oder löschen (Lösche Gast PC). Diese Funktionen sind auch direkt über Q Control erreichbar und werden dort näher erläutert. Der Download kompletter virtueller Maschinen aus dem Internet wird unterstützt (Neuen Gast PC von free.oszoo.org herunterladen). Zwar betrifft das nur Betriebssysteme, deren Lizenzbedingungen diese Art der Nutzung und Weitergabe erlauben, die Auswahl ist trotzdem beträchtlich (siehe http://qemu-buch.de/d/Gast-Systeme/_FreeOsZoo).

Es ist möglich eine virtuelle Maschine, mit QEMU und Q, als lauffähiges Programmpaket auf einen USB-Stick zu exportieren (Gast PC auf USB Stick exportieren). Das angelegte Paket lässt sich auf einem beliebigen Intel-Mac ausführen. Die Installation von QEMU ist dazu nicht nötig. Lediglich ein in der virtuellen Maschine emuliertes CD-ROM-Laufwerk führte zu Problemen. Ist das Laufwerk in der virtuellen Maschine eingebunden, startet diese nicht. Daher sollte man vor dem Export das CD-ROM-Laufwerk in den Hardwareeinstellungen der virtuellen Maschine deaktivieren.

Seit Version 0.9.0 beherrscht QEMU das Format qcow2 für virtuelle Festplatten. Mit Gast PC aktualisieren und komprimieren werden mit früheren Versionen angelegte virtuelle Maschinen auf den aktuellen Stand gebracht. Im Menü Werkzeuge werden virtuelle Festplatten angelegt. Im Dialog unter dem Menüpunkt Neues Image erstellen... werden die Größe und der Typ der Image-Datei eingestellt. Als Typ sind raw oder qcow wählbar (siehe http://qemu-buch.de/de/index.php/QEMU-KVM-Buch/_Speichermedien/_Image-Formate). Weiterhin können virtuelle Maschinen von QemuX und Virtual PC 7 importiert werden. QemuX ist das Vorgänger-Projekt von Q und wird nicht mehr weiterentwickelt. Auch der Import einer auf USB-Stick exportierten virtuellen Maschine ist hier möglich.

Das Menü Fenster enthält keine spezifischen Funktionen von Q, es sind lediglich einige Funktionen zur Fenstersteuerung von Mac OS X enthalten. Im Menü Hilfe ist die eingebaute Hilfe von Q erreichbar. Diese wird im Help Viewer von Mac OS X angezeigt. Die Hilfe ist in Englisch verfügbar und nicht auf dem tatsächlichen Stand des Programms.

[bearbeiten] Dialog Q Control

Bei Programmstart öffnet sich der Dialog Q Control. Über die Icons lassen sich die virtuellen Maschinen steuern.


Image:GUI-Q-control_icons_new.png Assistent zum Generieren einer neuen virtuellen Maschine.
Image:GUI-Q-control_icons_settings.png Einstellungen einer virtuellen Maschine.
Image:GUI-Q-control_icons_start.png Start einer virtuellen Maschine.
Image:GUI-Q-control_icons_delete.png Löschen einer virtuellen Maschine.
Image:GUI-Q-control_icons_imp_vpc7.png Import virtueller Maschinen aus Virtual PC.
Image:GUI-Q-control_icons_imp_qemux.png Import virtueller Maschinen aus QemuX.

Das Aussehen der Icons (nur Bild, Bild und Text, nur Text) können geändert werden. Dazu wird mit [Strg]+Klick beziehungsweise Rechts-Klick auf die Icon-Leiste die gewünschte Änderung vorgenommen. In der Liste erscheinen alle verfügbaren virtuellen Maschinen. Gestartete virtuelle Maschinen haben ein kleines Vorschaubild. Bei einem Klick auf das Plus-Icon ruft Q einen Assistenten auf, der eine neue virtuelle Maschine anlegt. Der erste Dialog fordert zur Benennung der neuen virtuellen Maschine und zur Auswahl des gewünschten Gast-Betriebssystems auf. Als Gast-Betriebssysteme sind hier DOS, diverse Microsoft Windows-Varianten und ein nicht näher spezifizierter Q Standard Gast auswählbar. Nach der Betätigung von PC erstellen wird automatisch der Dialog Allgemein für die weiteren Einstellungen eingeblendet.

[bearbeiten] Dialog Einstellungen

Hier werden der Name und grundlegende Einstellungen der virtuellen Maschine geändert.


Name Name der virtuellen Maschine.
Zeit mit der Uhr des Wirts abstimmen Besonders bei Microsoft Windows als Gast-System ist die Übernahme der System-Zeit vom Host-System zu empfehlen. Unix-artige Gäste beziehen ihre Systemzeit besser über einen NTP-Server.
Netzwerk aktivieren Gibt die Netzwerk-Funktionalität frei. Damit funktioniert der Zugriff vom Gast-System zum Internet. Q ermöglicht darüber auch den Dateiaustausch zwischen Host und Gast. Sollte kein Internetzugang auf dem Host-System bestehen, wird diese Option automatisch ausgeblendet.
Anhalten während Gast im Hintergrund ist Um Ressourcen auf dem Host-System zu sparen, wird die Emulation des Gast-Systems gestoppt, wenn andere Applikationen auf dem Host-System im Vordergrund laufen. Auf modernen Multiprozessor-Systemen ist diese Option zu deaktivieren, da genügend Rechenleistung zur Verfügung steht.
SMB Dateifreigabe Q bietet die Möglichkeit des Dateiaustausches zwischen Host und Gast über einen integrierten Samba-Server (SMB). Dazu legt Q standardmäßig auf dem Desktop des Nutzers einen Ordner Q Shared Files an. Nutzbar ist der in QEMU integrierte Samba-Server nur, wenn der in Mac OS X eingebaute Samba-Server deaktiviert ist. In den Systemeinstellungen ist dazu unter Sharing, Dienste das Windows-Sharing zu deaktivieren.
Diskette mit Q Windows Treibern anzeigen Diese Option blendet in einem Windows-Gast ein Laufwerk ein, das einen Treiber zum Datenaustausch zwischen Host und Gast enthält.

Tabelle: Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Allgemein".


Plattform Unter Plattform wird der zu emulierende Prozessor gewählt. Zur Zeit läuft der x86-PC stabil. Der x86-64-PC ist experimentell. Ebenfalls einstellbar ist die Anzahl der zu emulierenden CPUs.
Arbeitsspeicher Der Arbeitsspeicher für das Gast-System wird hier konfiguriert.
Grafikkarte Mit dieser Option lässt sich die emulierte Grafikkarte einstellen. Für Gast-Systeme mit grafischer Benutzeroberfläche sollte die Cyrus Logic Karte ausgewählt werden. Für reine Konsolensysteme genügt Standard-VGA.
Soundkarte Hier lassen sich drei unterschiedliche Modelle von Soundkarten auswählen.
USB Die Unterstützung von USB-Geräten des Hosts ist nicht möglich. Lediglich die Unterstützung für das virtuelle Tablett ist aktivierbar.
Netzwerkkarte Es stehen drei emulierte Netzwerkkarten zur Auswahl.
Diskettenlaufwerk / Festplatte / CD-ROM Hiermit werden Massenspeicher definiert. Neben den im Host vorhandenen Geräten (Diskette/CD/DVD-ROM) können Image-Dateien gewählt werden. Festplatten werden immer als Image-Dateien eingebunden.
Starten von Das BIOS des emulierten PCs unterstützt das Booten von Festplatte, Diskette oder CD/DVD-ROM. In der Version 0.9.0.d82 funktioniert das Booten vom CD/DVD-ROM des Hosts nicht. Es ist daher die CD/DVD als Image zu importieren.

Tabelle: Q – Die Einstellungen unter dem Reiter Hardware.

Die Netzwerk-Einstellungen beziehen sich auf die in QEMU integrierte Firewall. Über Neu werden Protokolle freigeschaltet. Dazu ist der Service mit einem Namen zu versehen, der Typ der Kommunikation (TCP, UDP oder beide) und die Ports für Host und Gast anzugeben (Port-Redirect).


Festplatte 2...4 Mit diesen Optionen werden bis zu drei weitere Festplatten-Images in die virtuelle Maschine eingebunden.
Windows 2000 Installationshilfe Die Installation von Microsoft Windows 2000 scheitert an einer angeblich vollen Festplatte. Dies lässt sich mit dem win2h-hack umgehen. Nach der Installation ist diese Option wieder zu deaktivieren.
Einstellungen für Linux Gastsysteme Mit Hilfe dieser Optionen wird ein Linuxkernel direkt gestartet (siehe http://qemu-buch.de/d/Spezielle_QEMU-Optionen).
QEMU Optionen Zusätzliche Optionen für QEMU, die in Q nicht einstellbar sind, werden eingebunden.

Tabelle: Q – Die Einstellungen unter dem Reiter "Erweitert".

[bearbeiten] Das Fenster der virtuellen Maschine

Die gestarteten virtuellen Maschinen werden jeweils in einem Fenster angezeigt. Es ist möglich in den Vollbildmodus umzuschalten. Dazu ist das entsprechende Symbol in der Werkzeugleiste anzuklicken beziehungsweise die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[F] zu betätigen. Im Vollbildmodus schaltet man mit den Tastenkombinationen [Cmd]+[<] beziehungsweise [Cmd]+[>] zwischen der virtuellen Maschine und dem Mac OS X-Desktop um.


Image:GUI-Q-icons_cdrom.png Hier lassen sich sowohl das CD-Laufwerk des Hosts, als auch diverse CD-Images in das laufende Gast-System einblenden.
Image:GUI-Q-icons_fullscreen.png Schaltet vom Fenster- in den Vollbildmodus um.
Image:GUI-Q--icons_screenshot.png Erzeugt ein Bildschirmfoto der virtuellen Maschine und legt dieses im PNG-Format auf den Desktop ab.
Image:GUI-Q-icons_floppy.png Hier lassen sich Images von Disketten in das laufende Gast-System einblenden. Es können zwei Laufwerke (Diskette A, Diskette B) eingebunden werden.
Image:GUI-Q-icons_pause.png Hält die Ausführung der virtuellen Maschine an. Bei erneuter Betätigung wird die Ausführung fortgesetzt.
Image:GUI-Q-icons_reset.png Führt einen Reset (Kaltstart) der virtuellen Maschine durch.
Image:GUI-Q-icons_ctrl_alt_del.png Sendet die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Entf] an die virtuelle Maschine.



Image:GUI-Q-icons_shutdown.png Schaltet die virtuelle Maschine ohne Rücksicht auf Verluste ab.
Image:GUI-Q-icons_cpu_usage.png Anzeige der CPU-Auslastung und I/O-Aktivitäten (Festplatte, CD/DVD-ROM).


[bearbeiten] QEMU ohne GUI

Diese Versionen werden über die Kommandozeile konfiguriert und können zusätzlich zu Q installiert werden. Die Kommandozeile wird über das Terminal bereitgestellt (Macintosh HD, Programme, Dienstprogramme).

[bearbeiten] Installation per MacPorts

Download: http://www.macports.org

MacOS X basiert auf Darwin. Darwin ist ein Unix mit BSD-Wurzeln. Ähnlich wie bei den Ports von FreeBSD kann Software unter MacOS X über die MacPorts (ehemals Darwinports) installiert werden. Erforderlich ist dazu die Installation der Macports. Das Installations-Paket ist dazu von der URL http://www.macports.org/install.php herunterzuladen und zu installieren. Anschließend sind die Darwinports zu aktualisieren.

Host ~$ sudo /opt/local/bin/port -d selfupdate

Nach Ports sucht man mit dem Befehl port search. Folgender Befehl listet entsprechende Ports auf.

Host ~$ /opt/local/bin/port search qemu

Der Port qemu wird dem mit folgenden Befehl nach /opt/local/bin/qemu installiert.

Host ~$ sudo /opt/local/bin/port install qemu

Gestartet wird qemu-system-x86_64 mit folgenden Befehl:

Host ~$ /opt/local/bin/qemu-system-x86_64

Der 32-Bit-Emulator wird wie folgt aufgerufen:

Host ~$ /opt/local/bin/qemu-system-i386

Es ist zu empfehlen die Variable PATH zu erweitern, damit man nicht immer den Pfad /opt/local/bin/ beim Aufruf angeben muss. Dazu legt man eine Datei /etc/paths.d/macports mit folgenden Inhalt an:

/opt/local/bin/


[bearbeiten] QEMU aus den Quellen kompilieren

Downloads: http://wiki.qemu.org/download/

Das Kompilieren aus den Quellen ermöglicht die Installation der neuesten QEMU-Version. Unter der Mac-Benutzeroberfläche werkelt ein Unix mit BSD-Wurzeln. Apple hat zwar an einigen Stellen kräftig umgebaut, aber die Anpassung vieler Open-Source-Projekte an Mac OS X ist möglich. Als Compiler nutzt Apple beispielsweise die gcc-Suite. Die Entwicklungsumgebung Xcode, die alle benötigten Ressourcen zum Erzeugen eigener Programme enthält, gehört zum Lieferumfang von Mac OS X. Sie ist allerdings nicht standardmäßig installiert. Zu installieren ist das Paket XcodeTools.mpkg, das sich auf der Mac OS X Install Disc 1 im Ordner Xcode Tools befindet. Zum Kompilieren ist das Terminal zu starten (Macintosh HD, Programme, Dienstprogramme). Ab QEMU 0.15 wird die Bibliothek glib2 benötigt. Man installiert sie mit den den MacPorts (siehe oben).

Host ~$ sudo port install glib2 wget pkgconfig automake autoconf libtool

Kompiliert wird QEMU mit normalen Benutzerrechten. Erst die Installation erfordert root-Rechte. Zunächst werden die Quellpakete für QEMU heruntergeladen und entpackt. Mit make install werden die angelegten Dateien in die entsprechenden Verzeichnisse kopiert.


Host ~$ mkdir -p ~/source
Host ~$ cd ~/source
Host ~$ wget \ 
 http://wiki.qemu-project.org/download/qemu-1.6.1.tar.bz2
Host ~$ tar xjvf qemu-1.6.1.tar.bz2
Host ~$ cd qemu-1.6.1
Host ~$ ./configure --disable-user --enable-cocoa 
Host ~$ make
Host ~$ sudo make install

Ein Blick in die Date qemu-doc.html ist zu empfehlen. Die kompilierte Version liegt unter /usr/local/bin/. Zum Test wird QEMU aufgerufen.

Host ~$ /usr/local/bin/qemu-system-x86_64 -version
QEMU emulator version 1.6.1, Copyright (c) 2003-2008 Fabrice Bellard

[bearbeiten] Quickstart (Kommandozeile)

Die QEMU-Startoptionen sind unter allen Betriebssystemen gleich. Zur Demonstration der wichtigsten Optionen wird im nachfolgenden Beispiel eine virtuelle Maschine mit Shell-Befehlen erzeugt. Der Aufruf von QEMU auf der Kommandozeile hat den Vorteil, dass mögliche Fehlermeldungen sofort angezeigt werden. Beim Erzeugen einer virtuellen Maschine sind folgende Schritte notwendig:

  1. Zuerst wird eine virtuelle Festplatte (Image-Datei) angelegt.
  2. Danach wird QEMU mit dieser virtuellen Festplatte und dem Installationsmedium gestartet. Die virtuelle Maschine wird mit Startoptionen konfiguriert.
  3. Das Betriebssystem wird, wie bei einer realen Maschine, installiert. Dabei ist auf die Unterstützung der emulierten Hardware zu achten.

Für dieses Beispiel wurde das Betriebssystem ReactOS (http://www.reactos.org/de/) als Gast­system ausgewählt. Es wird eine virtuelle Festplatte angelegt. Dies geschieht mit dem im QEMU-Paket enthaltenen Tool qemu-img und dessen Parameter create. Dazu ist der Name und die Größe der virtuellen Festplatte anzugeben. Mit der Option -f wird das Format vorgegeben. Die folgenden Schritte sind im Terminal auszuführen (Macintosh HD, Programme, Dienstprogramme).

Host ~$ /usr/local/bin/qemu-img create -f qcow2 ReactOS.img 1G

Von der ReactOS-Website ist das Image der Installations-CD herunterzuladen und zu entpacken. Aufgerufen wird QEMU mit dem Befehl qemu. Die Konfiguration der virtuellen Maschine erfolgt mit Optionen auf der Kommandozeile. Zur Installation wird die virtuelle Maschine von der Installations-CD gestartet. Deren Name wird nach der Option -cdrom eingegeben. Der Name der angelegten virtuellen Festplatte wird nach der Option -hda eingetippt. Damit der virtuelle Computer von der virtuellen CD bootet, ist die Option -boot d zuständig.

Host ~$ /usr/local/bin/qemu-system-x86_64 -hda ReactOS.img -cdrom ReactOS-BootCD.iso -boot d

Es startet der virtuelle PC in einem Fenster. Die Installation von ReactOS wird durch Klicken in das Fenster und das Betätigen einer beliebigen Taste begonnen. Zuerst wird die deutsche Tastatur ausgewählt. Danach wird die virtuelle Festplatte partitioniert und formatiert. Das Zielverzeichnis für die Installation der ReactOS-Dateien braucht nicht geändert zu werden. Im Anschluss wird der Bootloader installiert, wobei die vorgegebene Option Install bootloader on the harddisk (mbr) gilt. Danach muss die virtuelle Maschine neu gestartet werden und die Installation wird grafisch weitergeführt. Um von der Festplatte zu booten, ist die Option -boot c zu anzuwenden.

Host ~$ /usr/local/bin/qemu-system-x86_64 -hda ReactOS.img -cdrom ReactOS.iso -boot c

Um ohne CD-Image aber mit der richtigen Systemzeit zu booten, ist folgender Befehl anzuwenden. Dabei konfiguriert QEMU per integriertem DHCP-Server die Netzwerkeinstellungen des Gast-Systems.

Host ~$ /usr/local/bin/qemu-system-x86_64 ReactOS.img -localtime

Siehe auch http://qemu-buch.de/d/Quickstart.

[bearbeiten] CDs, DVDs und Disketten als Image importieren

Eine eingelegte CD wird vom System automatisch nach /Volumes/<name> eingebunden. Der Name der CD wird dabei im Finder angezeigt. In diesem Beispiel ist das W2P_DE. Zum Einlesen der CD ist zunächst das entsprechende Device ausfindig zu machen. Unter Mac OS X sind die Devicedateien unter /dev eingeblendet. Interessant sind die Devices /dev/disk*, da diese für Festplatten und CD-Laufwerke benutzt werden. Ist keine CD eingelegt, sind beispielsweise folgende Einträge zu finden.

Host ~$ ls /dev/disk*
/dev/disk0 /dev/disk0s1 /dev/disk0s2

Dabei ist disk0 die erste Festplatte. Diese enthält hier zwei Partitionen, disk0s1 und disk0s2. Wird eine CD eingelegt, werden unter /dev automatisch neue Devices eingefügt.

Host ~$ ls /dev/disk*
/dev/disk0 /dev/disk0s1 /dev/disk0s2 /dev/disk1 /dev/disk1s0

Das CD-Laufwerk wird hier mit /dev/disk1s0 angesprochen. Im eingebundenen Zustand verweigert das System dem Programm dd den Zugriff auf das Laufwerk. Darum wird zuerst das Laufwerk wieder abgehängt. Die dazu notwendigen Administrator-Rechte verleiht man sich mit sudo.

Host ~$ sudo umount /Volumes/W2P_DE

Danach wird mit dd der Inhalt der CD ausgelesen und in das ISO-Image geschrieben.

Host ~$ dd if=/dev/disk1s0 of=/PDB/daten/cd-image.iso

Zum Abschluss sollte man die CD wieder einbinden, da sonst der Auswurf der CD über das auf dem Desktop befindliche Icon beziehungsweise mit dem Finder nicht mehr funktioniert.

Host ~$ sudo mount_cd9660 /dev/disk1s0 /Volumes/W2P_DE

[bearbeiten] Userspace-Emulation

Unter Mac OS X wird auch die Userspace-Emulation von QEMU unterstützt (siehe http://qemu-buch.de/d/Spezielle_QEMU-Optionen#Userspace-Emulation).

[bearbeiten] Nützliche Tools

[bearbeiten] WineBottler

WineBottler ist die Portierung von Wine (http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools/_Wine) für Mac OS X. Wine (Wine Is Not an Emulator) ist eine Windows-kompatible Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme. Damit ist es möglich, für Microsoft-Windows-Betriebssysteme kompilierte Programme unter BSD-Unix (*BSD, Solaris, Mac OS X) und Linux laufen zu lassen. Wine ist weder ein Emulator noch eine Virtualisierungslösung. Mit Wine wird das System um die entsprechenden Windows-APIs erweitert. Wine ist OpenSource (GNU LGPL) und benötigt keine Windows-Lizenz. Eine Dokumentation zu WineBottler findet man unter der URL http://wiki.winehq.org/WineBottler. WineBottler hieß früher Darwine. Darwine unter der PowerPC-Architektur verwendet die Userspace-Emulation von QEMU. Zur Installation von WineBottler unter Mac OS X wird das Image (.dmg) heruntergeladen, eingebunden und das Programmpaket in den Ordner Programme (Applications) verschoben. Weitere Informationen erhält man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools/_Wine.

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Von „http://qemu-buch.de/de/index.php?title=QEMU-KVM-Buch/_QEMU_unter_Mac_OS_X

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