qemu, kvm, xen & libvirtHauptseite | Über | Hilfe | FAQ | Spezialseiten | Anmelden

Druckversion | Impressum | Datenschutz

QEMU unter DOS, HX DOS Extender FreeDOS

(Link zu dieser Seite als [[QEMU-KVM-Buch/ QEMU unter DOS]])

<<<|###| >>> | English


QEMU unter DOS: Die virtuelle Maschine bootet.
QEMU unter DOS: Die virtuelle Maschine bootet.
QEMU unter DOS mit Linux als Gast-System.
QEMU unter DOS mit Linux als Gast-System.
QEMU unter DOS: Der QEMU-Monitor.
QEMU unter DOS: Der QEMU-Monitor.

[bearbeiten] QEMU unter DOS

QEMU kann unter DOS mit dem HX DOS Extender betrieben werden. Der HX DOS Extender (http://www.japheth.de/HX.html) ermöglicht einige für Microsoft Windows geschriebene 32-Bit-Programme unter DOS auszuführen. Der HX DOS Extender unterliegt keiner spezifischen Softwarelizenz, ist aber frei verfügbar. Bedingt durch die begrenzten Möglichkeiten von DOS gibt es viele Einschränkungen für QEMU. Weder DOS noch der HX DOS Extender unterstützen Auslagerungsdateien. Damit ist der virtuelle Speicher maximal so groß wie der physische Speicher. Wenn zum Beispiel ein Gast-System 128 MByte RAM benötigt, so muss das Host-System mindestens über 170 MByte RAM verfügen. Die Ausführungsgeschwindigkeit von QEMU ist unter DOS aus mehreren Gründen nicht hoch. Zum einen wird der Beschleuniger KQEMU nicht unterstützt, zum anderen steht keine Grafik-Beschleunigung zur Verfügung. Dazu kommt, das DOS meist auf müder Hardware betrieben wird. Mit QEMU unter DOS lassen sich daher nur Gast-Systeme mit sehr geringen Ressourcen-Bedarf betreiben. Da DOS nicht Multitasking unterstützt, lässt sich nur eine QEMU-Instanz starten. Viele Optionen von QEMU (http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Startoptionen_von_QEMU_und_KVM) stehen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. DOS ist sicherlich kein ideales Host-System für QEMU. Was soll man aber zum Beispiel mit einem geschenkten alten Laptop mit knapp 300 MByte RAM sonst anstellen? ;-)

Für diese Beispiele wurde FreeDOS 1.0 (http://www.freedos.org/freedos/files/) installiert. Der HX DOS Extender läuft auch auf anderen DOS-Versionen, wie zum Beispiel DR-DOS 7.03 (http://www.drdos.net/download.htm). Beschreibungen zur Installation von FreeDOS und DR-DOS findet man unter http://qemu-buch.de/d/Gast-Systeme/_x86-Architektur/_DOS-%2C_Windows_und_Verwandte. Die Unterstützung für lange Dateinamen (DOSLFN) muss aktiviert sein. Bei FreeDOS 1.0 wird DOSLFN per autoexec.bat geladen.

C:\> lh doslfn

Der in FreeDOS 1.0 enthaltene HX DOS Extender ist nicht aktuell. Deshalb sind die neuesten Version der ZIP-Archive HXRT und HXGUI von der URL http://www.japheth.de/HX.html herunterzuladen. Beide Archive werden unter C:\hx entpackt. Weiterhin ist die Datei msvcrt.dll von http://www.dll-files.com herunterzuladen und unter C:\hx\bin zu speichern. In der Datei autoexec.bat wird die PATH-Variable mit dem Pfad C:\hx\bin ergänzt.

set PATH=c:\hx\bin;%PATH%

[bearbeiten] QEMU 0.9.1

Download: http://qemu-buch.de/download/qemu-0.9.1-windows.zip

Laut der Kompatibilitätsliste (http://www.japheth.de/HX/COMPAT.TXT) lässt sich QEMU nur bis Version 0.9.1 mit dem HX DOS Extender betreiben. Dies ist kein großer Nachteil, da viele QEMU-Optionen sowieso nicht unter DOS angewendet werden können. Das ZIP-Archiv mit der Windows-Version von QEMU ist herunterzuladen und unter C:\qemu zu entpacken. Anschließend ist in das Verzeichnis qemu zu wechseln. Um QEMU zu starten, ist jeweils dpmild32 vor dem Befehl qemu anzugeben. Die Optionen von QEMU kann man sich mit folgenden Befehl auflisten lassen.

C:\> dpmild32 qemu --help

Um die Anzeige seitenweise blättern zu können, ist folgender Befehl anzuwenden.

C:\> dpmild32 qemu --help | more

Da QEMU für den Start ein grafische Ausgabe benötigt, ist dpmild32 mit der Option -g zu ergänzen. Im ZIP-Archiv von QEMU ist das Image linux.img mit einem minimalen Linux-System enthalten. Das Gast-System auf diesem Image wird mit der folgenden QEMU-Optionen gestartet. Die Option -L verweist auf das Verzeichnis mit der Bios-Datei. Da der Beschleuniger KQEMU nicht unter DOS zur Verfügung steht, ist dessen Verwendung mit -no-kqemu zu deaktivieren. Mit -no-reboot wird verhindert, dass die Instanz nach dem Herunterfahren des Gast-Systems wieder neu startet. Als Grafik-Karte wird VGA emuliert (-std-vga). Die Option -hda definiert das Image als virtuelle Festplatte. Mit -m wird der Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine in MByte definiert.

C:\> cd qemu
C:\> dpmild32 -g qemu -L . -no-kqemu -no-reboot -std-vga -hda -m 8 linux.img

Mit exit wird das minimale Linux beendet.

Gast ~# exit

Damit man nicht immer die vielen Optionen eintippen muss, kann man eine Batch-Datei mit dem Namen Q.BAT und folgenden Inhalt anlegen. Der Wert hinter -m ist experimentell zu ermitteln und kann etwa 3/4 des Arbeitsspeichers des Host-Systems betragen. Unter FreeDOS kann das Programm mem bei der Ermittlung des freien Speichers helfen.

set QEMU=C:\QEMU
dpmild32 -g %QEMU%\qemu -L %QEMU% -no-kqemu -no-reboot -std-vga -m 8 %1 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9

Der Aufruf verkürzt sich dann.

C:\> q -hda linux.img

Bei der Verwendung nur eines Images braucht -hda nicht angegeben werden.

C:\> q linux.img

Zum QEMU-Paket gehört auch das leistungsfähige Tool qemu-img. Es dient zum Anlegen, Konvertieren und Verschlüsseln von Image-Dateien (virtuellen Festplatten) in unterschiedlichen Formaten (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_qemu-img). Um qemu-img aufzurufen ist dpmild32 (ohne -g) vor dem Befehl anzugeben. Ohne Optionen zeigt qemu-img eine Hilfestellung an.

C:\> dpmild32 qemu-img

Damit man nicht immer die vielen Optionen eintippen muss, kann man eine Batch-Datei mit dem Namen Q-IMG.BAT und folgenden Inhalt anlegen.

set QEMU=C:\QEMU
dpmild32 %QEMU%\qemu-img %1 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9

Mit qemu-img kann man sich Informationen über ein Image anzeigen lassen. Dazu dient die Option info.

C:\> q-img info linux.img
image: linux.img
file format: raw
virtual size: 10M (10485760 bytes)
disk size: 10M

[bearbeiten] Weiteres

Zur Manipulation der laufenden virtuellen Maschine dient der QEMU-Monitor (siehe http://qemu-buch.de/d/Der_QEMU-Monitor). Mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[2] gelangt man in den QEMU-Monitor, mit [Strg]+[Alt]+[1] wieder zurück. Das Anlegen von virtuellen Maschinen wird unter der URL http://qemu-buch.de/d/Gast-Systeme beschrieben. Einige nützliche Tools für die Arbeit mit QEMU werden im Anhang erläutert (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools). Dieser kurze Überblick dient auch dazu, sich bei weniger bekannten Gast-Systemen zurechtzufinden.

<<<|###| >>>

Von „http://qemu-buch.de/de/index.php?title=QEMU-KVM-Buch/_QEMU_unter_DOS

Diese Seite wurde bisher 28.394 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 14. August 2011 um 15:24 Uhr geändert. Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.


Finden

Blättern

News

Deutsch
Weitersagen
Tipps für Autoren
Autoren
Impressum


English
Recommendation
The Authors
Contact



Letzte Änderungen


Ändern
Seite bearbeiten
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diskussion
Kommentar hinzufügen
Druckversion
Seitendaten
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Kontakt
Mehr …