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libvirt, virsh, Virtual Machine Manager, virsh console, virt-manager, virt-top

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vmbuilder - Schritt 1.
vmbuilder - Schritt 1.
vmbuilder - Schritt 2.
vmbuilder - Schritt 2.
Die Installation von Microsoft Windows Vista unter QEMU mit KVM mit virt-install.
Die Installation von Microsoft Windows Vista unter QEMU mit KVM mit virt-install.
Das Tool virt-viewer.
Das Tool virt-viewer.
Der Virtual Machine Manager.
Der Virtual Machine Manager.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 1.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 1.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 2.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 2.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 3.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 3.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 4.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 4.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 5.
Der Virtual Machine Manager: Wizard zum Anlegen einer neuen virtuellen Maschine - Schritt 5.
Der Virtual Machine Manager: Die virtuelle Maschine wird angelegt.
Der Virtual Machine Manager: Die virtuelle Maschine wird angelegt.
Der Virtual Machine Manager: Installation des Gast-Systems.
Der Virtual Machine Manager: Installation des Gast-Systems.
Der Virtual Machine Manager: Einstellungen der virtuellen Maschine.
Der Virtual Machine Manager: Einstellungen der virtuellen Maschine.
Der Virtual Machine Manager: Hardware hinzufügen - Schritt 1.
Der Virtual Machine Manager: Hardware hinzufügen - Schritt 1.
Der Virtual Machine Manager: Hardware hinzufügen - Schritt 2.
Der Virtual Machine Manager: Hardware hinzufügen - Schritt 2.
Der Virtual Machine Manager: Hardware hinzufügen - Schritt 3.
Der Virtual Machine Manager: Hardware hinzufügen - Schritt 3.
Der Virtual Machine Manager: Performance-Diagramme der virtuellen Maschine.
Der Virtual Machine Manager: Performance-Diagramme der virtuellen Maschine.
Der Virtual Machine Manager: Clonen einer virtuellen Maschine.
Der Virtual Machine Manager: Clonen einer virtuellen Maschine.
Der Virtual Machine Manager: Live-Migration.
Der Virtual Machine Manager: Live-Migration.
Der Virtual Machine Manager: Anlegen eines Images.
Der Virtual Machine Manager: Anlegen eines Images.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 1.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 1.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 2.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 2.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 3.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 3.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 4.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 4.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 5.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 5.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 6.
Der Virtual Machine Manager: Netzwerk anlegen - Schritt 6.
Der Virtual Machine Manager: Informationen über das Host-System - Überblick.
Der Virtual Machine Manager: Informationen über das Host-System - Überblick.
Der Virtual Machine Manager: Informationen über das Host-System - Virtuelle Netzwerke.
Der Virtual Machine Manager: Informationen über das Host-System - Virtuelle Netzwerke.
Der Virtual Machine Manager: Informationen über das Host-System - Speicher.
Der Virtual Machine Manager: Informationen über das Host-System - Speicher.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] libvirt-Managementtools

Befehlsübersichten (Manpages) zu den Managementtools befinden sich im Anhang (http://qemu-buch.de/d/Anhang/_libvirt).

[bearbeiten] virt-install

Das Tool virt-install verwendet zum Anlegen von virtuellen Maschinen die ISO-Images der zu installierenden Betriebssysteme. virt-install unterstützt sowohl die textbasierte als auch die grafische Installation. Dabei kann eine serielle Konsole, SDL oder VNC verwendet werden. Es ist auch möglich von Installationsmedien, die auf NFS-, HTTP- oder FTP-Servern bereitgestellt werden, zu booten. Die zahlreichen Optionen dieses Tool listet die Option -h auf.

Host ~$ virt-install -h

Im folgenden Beispiel wird Microsoft Windows Vista als Gast-System installiert. Dazu ist die Installations-DVD zu importieren. Beispiel:

Host ~$ dd if=/dev/scd0 of=vista.iso

Mit diesen Optionen startet man virt-install. Es wird automatisch das Tool virt-viewer (siehe unten) aufgerufen und man installiert das Gast-System.

Host ~$ sudo virt-install --connect qemu:///system --hvm \
        --name fritz --ram 1024                          \
        --file vista.img --file-size 10                  \
        --cdrom vista.iso                                \
        --vnc                                            \
        --os-type windows --os-variant vista 
Starting install...
Creating storage file... 100% |================| 10 GB 00:00     
Creating domain...                                 0 B 00:00 

[bearbeiten] virt-clone

Das im Paket python-virtinst enthaltene Tool virt-clone ermöglicht das Klonen von virtueller Maschinen. Dazu muss die virtuelle Maschine herunter gefahren sein. Im folgenden Beispiel wird die Maschine knut geklont. Die neue Maschine erhält den Namen bruno und deren Image heißt hier brunos-hd-image.qcow2.

Host ~$ virt-clone --connect=qemu:///system -o knut  \
        -n bruno -f brunos-hd-image.qcow2 

[bearbeiten] vmbuilder

Der vmbuilder ist ein Tool zum Anlegen von virtuellen Maschinen mit Ubuntu JeOS als Gast-System für QEMU, VMware-Server, VMware-Workstation, VMware Player und Xen. Die Unterstützung von VirtualBox wird noch entwickelt. Ubuntu JeOS (Just enough Operating System) ist eine angepasste Variante der Linux-Distribution Ubuntu für virtuelle Appliances. Es ist für jede virtuelle Maschine ein eigenes Verzeichnis anzulegen. In diesem Verzeichnis wird von dem Skript ein Unterverzeichnis mit den notwendigen Dateien erzeugt. In dem folgenden Beispiel wird eine virtuelle Maschine mit Ubuntu angelegt.

Host ~$ mkdir test
Host ~$ cd test
Host ~$ sudo vmbuilder kvm ubuntu

Zum Starten der neuen virtuellen Maschine wechselt man in das angelegte Unterverzeichnis und ruft das Skript run.sh auf.

Host ~$ cd ubuntu-kvm
Host ~$ ./run.sh

In dem folgenden Beispiel wird eine virtuelle Maschine mit Ubuntu Jaunty angelegt. Der Kernel soll für virtuelle Appliances optimiert sein (--flavour virtual). Es ist die 32-Bit-Version zu installieren (--arch i386). Die 64-Bit-Version erfordert die Optionen --arch amd64 und --flavour server. Mit der Option -o wird das Überschreiben der vorher generierten Appliance ermöglicht.

Host ~$ sudo vmbuilder kvm ubuntu \
--suite jaunty --flavour virtual --arch i386 -o

Die Partitionierung wird mit der Option --part vorgegeben. Als Parameter ist eine Datei zu benennen. In diesem Beispiel ist die Datei vmbuilder.partition anzulegen. Die Größen der Partitionen werden in MBytes angegeben. Drei Bindestriche trennen Partitionen auf separaten virtuellen Festplatten. In diesem Fall liegt /var auf einer zweiten virtuellen Festplatte.

root 6000
swap 1000
---
/var 8000
Host ~$ sudo vmbuilder kvm ubuntu --suite jaunty --flavour virtual \
--arch i386 -o --part vmbuilder.partition

Die zahlreichen Optionen des Tools vmbuilder ermöglichen die bessere Konfiguration der anzulegenden virtuellen Maschine. Die Option --help erläutert die Optionen von vmbuilder.

Host ~$ vmbuilder --help

Weitere Informationen erhält man mit der Vorgabe des gewünschten Hypervisors und der gewünschten Distribution.

Host ~$ vmbuilder kvm ubuntu --help

Um die Optionen nicht von Hand eintippen zu müssen, können die Angaben in dieses Web-Formular eingegeben werden: http://people.ubuntu.com/~kirkland/ubuntu-vm-builder.html. Nach dem Betätigen des Buttons Generate Command wird die entsprechende Kommandozeile angezeigt. Diese braucht man nur noch in die Konsole zu kopieren. Zu Beachten ist, dass die generierten Optionen für ubuntu-vm-builder gelten. Das ist der Vorgänger von vmbuilder.

Will man die angelegte virtuelle Maschine mit den libvirt-Tools administrieren, so ist die Option --libvirt qemu:///system anzuhängen. Hier ein Beispiel für das Generieren einer virtuellen Maschine mit dem Namen "knut". Es wird dabei die Konfigurationsdatei /etc/libvirt/qemu/knut.xml angelegt.

Host ~$ sudo vmbuilder kvm ubuntu --suite jaunty       \
--flavour virtual --arch i386 -o --hostname 'knut' -o  \
--mirror 'http://archive.ubuntu.com/ubuntu'            \
--components 'main,universe' --addpkg 'openssh-server' \
--name 'Bruno Knut' --user 'knut'  --pass 'geheim'     \
--libvirt qemu:///system

Die vielen Optionen sind sehr unhandlich, besonders bei wiederholter Verwendung. Besser ist es, die Vorgaben in eine Datei zu schreiben und diese Datei mit der Option -c anzugeben. Hier als Beispiel eine Konfigurationsdatei mit dem Namen myappliance.cfg.

[DEFAULT]
arch = i386
part = vmbuilder.partition
user = knut
name = Bruno Knut
pass = geheim
[ubuntu]
suite = jaunty
flavour = virtual
addpkg = openssh-server
[kvm]
libvirt = qemu:///system

Der Aufruf von vmbuilder verkürzt sich:

Host ~$ sudo vmbuilder kvm ubuntu -o -c myappliance.cfg

Weitere Informationen über den vmbuilder erhält man unter der URL https://help.ubuntu.com/community/JeOSVMBuilder. Um eine generierte virtuelle Maschine mit libvirt verwalten zu können, muss diese als Domain definiert werden (siehe virsh).

[bearbeiten] virsh

Das Programm virsh dient zum Managen von virtuellen Maschinen auf der Kommandozeile. Es ist Bestandteil des Pakets libvirt-bin. Mit der Option -c wird der Hypervisor angegeben, zu dem man sich verbinden möchte. virsh ist eine Shell mit zahlreichen Befehlen. Möchte man nur einen Befehl eingeben, kann dieser gleich als Option angefügt werden. In diesem Fall werden mit list die Domains aufgelistet.

Host ~$ virsh -c qemu:///system list
Connecting to uri: qemu:///system
Id Name Status
----------------------------------
 1 knut                 laufend

Ein Remote-Zugriff auf einen anderen Rechner, in diesem Beispiel pluto, ist mit folgenden Optionen möglich.

Host ~$ virsh -c qemu+unix://pluto/system list

Mit der Variable VIRSH_DEFAULT_CONNECT_URI definiert man den Default-URI. Dabei wird das gleiche Format wie bei der Option connect verwendet. Wird die Variable wie im folgenden Beispiel gesetzt, verbindet sich virsh automatisch zu dem URI test:///default, wenn ihnen kein Connect-String vorgegeben wird. Zum Test wird der Befehl virsh uri aufgerufen. Dauerhaft speichert man diese Variable in der Datei ~/.bashrc.

Host ~$ export VIRSH_DEFAULT_CONNECT_URI=test:///default
Host ~$ virsh uri
test:///default

Wird virsh kein Befehl übergeben, gelangt man in die Shell. Die Befehle werden mit help aufgelistet.

Host ~$ virsh -c qemu:///system
Connecting to uri: qemu:///system
virsh # help

Um eine generierte virtuelle Maschine verwalten zu können, muss diese als Domain definiert werden. Der Befehl define muss auch angewendet werden, wenn die XML-Datei der Domain geändert wurde. Die Konfigurationsdateien der virtuellen Maschinen liegen meist unter /etc/libvirt/qemu/ oder /usr/local/etc/libvirt/qemu.

virsh # define /etc/libvirt/qemu/knut.xml
Domain knut von /etc/libvirt/qemu/knut.xml definiert

Zum Auflisten der Domains dient der Befehl list. Der Parameter --all listet auch die inaktiven Domains auf. Der Parameter --inactive listet nur die inaktiven Domains auf.

virsh # list --all
 Id Name                 Status
----------------------------------
  - horst                ausschalten
  - knut                 ausschalten

Der Befehl start startet die angegebene Domain.

virsh # start knut
Domain knut gestartet

Dies lässt sich mit list --all überprüfen.

virsh # list --all
 Id Name                 Status
----------------------------------
  6 horst                laufend
  - knut                 ausschalten

Der Befehl migrate verschiebt eine Domain zu einem anderen Host. Mit --live wird die Live-Migration erzwungen. In diesem Beispiel wird die virtuelle Maschine knut zu dem Host pluto migriert.

virsh # migrate --live knut qemu+tcp://pluto/system

Der Befehl suspend lässt eine Domain pausieren.

virsh # suspend knut
Domain knut angehalten
virsh # list –all
 Id Name                 Status
----------------------------------
  6 knut                 pausiert
  - horst                ausschalten

Mit dem Befehl resume wird die Domain wieder aufgeweckt.

virsh # resume knut
Domain knut fortgesetzt

Um eine Domain herunterzufahren, ist der Befehl shutdown anzuwenden. Dabei wird ein entsprechendes ACPI-Signal (Advanced Configuration and Power Interface) dem Gast-System übermittelt. Das Gast-System muss in der Lage sein, ACPI-Befehle zu verstehen. In einem Linux-Gast-System ist dazu das Paket acpid zu installieren.

virsh # shutdown knut
Domain knut wird heruntergefahren

Brutaler ist der Befehl destroy. Dieser zieht das virtuelle Stromkabel aus der virtuellen Steckdose.

virsh # destroy knut

Mit quit verlässt man diese Shell.

virsh # quit

Die QEMU-Optionen zur Konfiguration einer virtuellen Maschine lassen sich mit dem Befehl domxml-from-native in eine XML-Domain-Konfiguration umwandeln. Damit kann man virtuelle Maschinen, die mit den QEMU-Optionen konfiguriert wurden, mit den Tools der Bibliothek libvirt verwalten. Das Quell-Format wird mit format angegeben. Für die Umwandlung der QEMU-Optionen ist qemu-argv einzusetzen. Die Konfigurationsdaten definiert man mit config. Hier ein einfaches Beispiel für domxml-from-native:

Host ~$ echo "/usr/bin/qemu -hda Platte.img -m 256" > q.txt
Host ~$ virsh domxml-from-native qemu-argv q.txt > q.xml
Host ~$ cat q.xml

Der Befehl domxml-to-native konvertiert eine XML-Domain-Konfiguration in eine native Gast-Konfiguration. Das Ziel-Format wird mit format und die XML-Datei mit xml definiert. Damit lassen sich die Einstellungen einer XML-Konfigurationsdatei in die entsprechenden QEMU-Optionen umwandeln. Unter der URL http://wiki.libvirt.org/page/QEMUSwitchToLibvirt findet man eine Gegenüberstellung zwischen QEMU-Optionen und libvirt-Konfigurationen.

Host ~$ virsh domxml-to-native qemu-argv q.xml

[bearbeiten] virt-top

Das Programm virt-top zeigt Statistiken zu den virtuellen Maschinen (Domains) an. Die Bedienung (Optionen, Tastaturkürzel) ähnelt dem Befehl top. Aufgerufen wird das Programm mit vir-top. Eine Hilfestellung erhält man mit der Option virt-top --help. Ein URI wird mit der Option -c angegeben.

Host ~$ virt-top -c test:///default
virt-top 19:50:13 - i686 16/16CPU 1400MHz 3072MB 6,2% 6,2%
1 domains, 1 active, 1 running, 0 sleeping, 0 paused, 0 inactive D:0 O:0 X:0
CPU: 6,2%  Mem: 2048 MB (2048 MB by guests)
ID S RDRQ WRRQ RXBY TXBY %CPU %MEM TIME        NAME
 1 R                      6,2 66,0 14641d18:50 test

Per Default werden die Domains aufgelistet. Mit folgenden Tasten ändern man die Statistik-Anzeige: [1] Anzeige der CPUs. [2] Anzeige der Netzwerk-Interfaces. [3] Anzeige der Block-Devices. Mit der Taste [q] wird das Programm beendet. Die Manpage gibt weitere Informationen über das Programm.

[bearbeiten] virt-goodies

Im Paket virt-goodies ist das Programm vmware2libvirt enthalten. Es dient zur Umwandlung von VMware-Konfigurationsdateien (.vmx) in die XML-Konfigurationsdateien von libvirt. Zur Umwandlung ist die virtuelle Maschine unter VMware herunterzufahren und die entsprechenden Dateien (.vmx und .vmdk) in ein neues Verzeichnis zu kopieren. Anschließend sind diese Befehle anzuwenden.

Host ~$ vmware2libvirt -f ./file.vmx > file.xml
Host ~$ virsh -c qemu:///system define file.xml

Es wird nur die Konfigurationsdatei umgewandelt. Die Image-Dateien bleiben unverändert. Die Konvertierung von Images wird unter der URL http://qemu-buch.de/d/Speichermedien/_Festplatten-Images_anderer_Virtualisierungssoftware beschrieben.

[bearbeiten] Virt Manager

Ein Beispiel für ein auf libvirt aufbauendes GUI ist der Virt Manager. Mit dem Virt Manager lassen sich virtuelle Maschinen verwalten, die unter unterschiedlichen Hypervisor-Arten betrieben werden. Neben dem Anlegen, Starten, Herunterfahren, Sichern und Klonen ist es möglich, virtuellen Maschinen (Domains) mit zusätzlicher virtueller Hardware auszustatten. Die Live-Migration einer virtuellen Maschine von einem Host zu einem anderen Host ist möglich. Weiterhin lassen sich Storage-Pools und virtuelle Netzwerke einrichten und Performance-Daten anzeigen. Gestartet wird der Virt Manager mit dem Befehl virt-manager. Die Optionen des Tools virt-manager werden mit -h angezeigt. Eine Übersicht findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Anhang/_libvirt.

Host ~$ virt-manager -h

Mit der Option -c wird der URI zur Verbindung mit dem Hypervisor angegeben. Zum Test wird der Virtual Machine Manager mit dem Dummy-Hypervisor verbunden. Unter dem Dummy-Hypervisor lassen sich fiktive virtuelle Maschinen managen.

Host ~$ virt-manager -c test:///default

Um sich mit dem lokalen QEMU-Hypervisor (Verbindungstyp system) zu verbinden, dient der folgende Befehl.

Host ~$ virt-manager -c qemu:///system

Wird die Option -c weggelassen, lässt sich die Verbindung nachträglich im Hauptfenster im Menü Datei, Add Connection herstellen. Es ist der Hypervisor QEMU und die Verbindung auszuwählen. Wird eine Remote-Verbindung ausgewählt, ist der Host-Name und das Sicherheitsprotokoll anzugeben.

[bearbeiten] Das Hauptfenster

Das Hauptfenster zeigt eine Übersicht über die verfügbaren virtuellen Maschinen (Domains). Diese werden unter dem entsprechenden Hypervisor und Verbindungstyp angezeigt. Klickt man auf das kleine Dreieck links neben dem Hypervisor, werden dessen Domains angezeigt. Rechts neben den Namen einer Domain werden Performance-Daten, zum Beispiel CPU-Verbrauch, dargestellt. Jeweils unter dem Namen der Domain ist ersichtlich, ob diese ein- oder ausgeschaltet ist. Klick man mit der rechten Maus-Taste auf einen Domain-Namen in der Liste, öffnet sich ein Kontextmenü. Mit diesem Menü lassen sich virsh-Befehle (Ausführen, Herunterfahren, Pause usw.) absetzen. Mit Öffnen beziehungsweise Doppelklick auf den Domain-Namen wird das Fenster Virtuelle Maschine (siehe unten) dargestellt. Die Menüs des Hauptfensters beinhalten folgende Punkte:

Menü Datei

Menü Bearbeiten

Menü Anzeigen

Menü Hilfe

Die Icons unter der Menüleiste haben folgende Bedeutung:

[bearbeiten] Wizard "Neue virtuelle Maschine erstellen"

Um eine neue virtuelle Maschine zu generieren, wählt man im Hauptfenster den entsprechenden Hypervisor, zum Beispiel localhost (QEMU). Danach klickt auf das Icon Neu. Es öffnet sich ein Wizard. Dieser erfragt folgende Angaben:

1. Schritt:

2. Schritt:

Je nach gewählter Installationsmethode ist das Installationsmedium oder eine URL anzugeben. Weiterhin ist der Betriebssystemtyp (Linux, Windows, …) und die entsprechende Version auszuwählen.

3. Schritt:

4. Schritt:

In diesem Schritt legt man fest, ob eine virtuelle Festplatte verwendet wird. Soll ein Plattenabbild (Image-Datei) verwendet werden, ist deren Größe einzustellen. Wird die gesamte Festplatte bereits beim Anlegen der Domain reserviert, dauert das Generieren der virtuellen Maschine etwas länger. Die Zugriffe auf die virtuelle Festplatte durch das Gast-System sind dann schneller. Es gibt ohne Reservierung noch einen weiteren Nachteil. Wächst das Image erst mit dessen Füllstand, kommt es bei Platzproblemen im Host-System zu unerwarteten Zugriffsfehlern im Gast-System. Alternativ kann statt eines Image auch ein anderer Speicher gewählt werden. Dabei lassen sich auch ganze Festplatten (z.B. /dev/sdc) auswählen.

5. Schritt:

Unter Erweiterte Optionen lässt sich die Netzwerkanbindung und die Mac-Adresse vorgeben. Bei Virtualisierungstyp ist nur KVM auswählbar. Weiterhin ist die CPU-Architektur (i686, x86_64, mips, mipsel, sparc oder ppc) vorzugeben.

[bearbeiten] Das Fenster Virtuelle Maschine

Um sich mit der virtuellen Maschine verbinden zu können, klickt man deren Namen im Hauptfenster an. Es erscheint das Fenster Virtuelle Maschine mit der Grafik- oder Textkonsole. Falls noch nicht geschehen, kann das Gast-System installiert werden. Klick man in diese Konsole, wird die Maus und Tastatur in diesem Fenster gefangen. Zum Ausbrechen dient die Tastenkombination [Strg]+[Alt]. Die Menüs unterstützen diese Funktionen:

Menü Datei

Menü Virtuelle Maschine

Menü Anzeigen

Menü Taste senden

Über das Menü Anzeigen, Details wird von der Konsolen-Ansicht in die Detail-Ansicht gewechselt. Bei Overview lassen sich Maschineneinstellungen, wie ACPI, APIC und Festlegungen zur Systemuhr (utc, localtime), vornehmen. Unter dem Punkt Performance werden Leistungsdaten (CPU, Speicher, Festplatte E/A, Netzwerk E/A) angezeigt. Unter den weiteren Punkten werden die entsprechenden virtuellen Hardware-Komponenten eingerichtet. Dazu sind entsprechende Rechte notwendig. Um die virtuelle Maschine mit neuer Hardware auszustatten, klickt man auf das Icon Hardware hinzufügen. Es erscheint der Wizard Neue virtuelle Hardware hinzufügen. Bei paravirtualisierten Gast-Systemen (Xen-Domains) lassen sich virtuelle Hardware-Komponenten (CPUs, RAM) im laufenden Betrieb ändern.

[bearbeiten] Wizard "Neue virtuelle Hardware hinzufügen"

Die Schritte dieses Wizards unterscheiden sich je nach Art der neuen Hardware. Im ersten Schritt wird nach dem Hardwaretyp gefragt. In diesem Beispiel soll eine virtuelle Festplatte hinzugefügt werden. Dazu ist als Typ Storage anzugeben. Im nächsten Schritt ist die Quelle auszuwählen. Es steht Blockgerät oder Festplattenabbild (Image) zur Auswahl. Dazu sind die entsprechenden Angaben zu ergänzen.

[bearbeiten] Das Fenster Präferenzen

In diesem Fenster legt man das Verhalten des Virt Managers fest.

Reiter Allgemein

Reiter Statistik

Reiter VM-Detail

Reiter Feedback

[bearbeiten] Das Fenster Host-Details

Das Fenster Host-Details wird über das Menü Bearbeiten, Host-Details aufgerufen.

Menü Datei

Reiter Überblick

Reiter Virtuelle Netzwerke

Unter diesem Reiter werden virtuelle Netzwerke konfiguriert. Standardmäßig wird eine lokale Bridge angelegt (Netzwerk default). Vorhandene Netzwerke, zum Beispiel default, werden durch Anklicken in der Liste ausgewählt und editiert. Neue virtuelle Netzwerke werden durch Anklicken des Icons mit dem Plus-Zeichen angelegt. Es erscheint der Wizard Neues virtuelles Netzwerk erstellen (siehe unten).

Reiter Speicher

Unter diesem Reiter werden Speicher-Pools konfiguriert. Vorhandene Pools, zum Beispiel default-pool, werden durch Anklicken in der Liste ausgewählt und editiert. Neue Pools werden durch Anklicken des Icons mit dem Plus-Zeichen angelegt. Es erscheint der Wizard Speicherpool hinzufügen (siehe unten).

[bearbeiten] Wizard "Neues virtuelles Netzwerk erstellen"

Mit diesem Wizard wird ein neues virtuelles Netzwerk angelegt.

Beispiel

  1. Netzwerkname: intern
  2. IPv4-Adressraum auswählen: 192.168.100.0/24
  3. DHCP-Bereich wählen: DCHP aktivieren, Start: 192.168.100.128, Ende: 192.168.100.254
  4. Mit physischen Netzwerk verbinden: isoliertes virtuelles Netzwerk oder Zum physischen Netzwerk weiterleiten, Ziel: eth0, Modus: NAT oder Geroutet.
[bearbeiten] Wizard "Speicherpool hinzufügen"

Mit diesem Wizard wird ein neues Storage-Pool angelegt. Es werden folgende Typen unterstützt:

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