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libvirt, virsh, Virtual Machine Manager, virsh console, virt-manager, eucalyptus

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Der Virtual Machine Manager ist mit dem Dummy-Hypervisor verbunden.
Der Virtual Machine Manager ist mit dem Dummy-Hypervisor verbunden.
Warnke, Ritzauqemu-kvm & libvirt 4. Auflage 2010 ISBN: 978-3-8370-0876-0 276 Seiten,  27,27 EURBestellen
Warnke, Ritzau
qemu-kvm & libvirt
4. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8370-0876-0
276 Seiten, 27,27 EUR
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[bearbeiten] Die Bibliothek libvirt

Website: http://libvirt.org

Die Verwaltung von virtuellen Maschinen erfolgt unter den verschiedenen Virtualisierungslösungen unterschiedlich. In einem heterogenen Data Center ist es oft nicht möglich mit einem Tool mehrere Virtualisierungslösungen zu steuern. Zur Lösung dieses Problems wird die C-Bibliothek libvirt entwickelt. Sie stellt einheitliche Schnittstellen zum Managen von unterschiedlichen Virtualisierungslösungen zur Verfügung. Es gibt Treiber für QEMU, KVM, VirtualBox, VMware ESX, Xen, LXC Linux Container System, OpenVZ, User Mode Linux, OpenNebula und Storage-Systeme. Damit bildet die Bibliothek libvirt mit ihrer API eine Schicht zwischen Virtualisierungssoftware und Managementtools. So ist die Entwicklung von Managementtools für alle Virtualisierungslösungen, die diese Bibliothek unterstützen, möglich. Allerdings unterstützten nicht alle Virtualisierungslösungen die Möglichkeiten von libvirt beziehungsweise unterstützt libvirt nicht alle Funktionen jeder Virtualisierungslösung.

Neben dem Management der virtuellen Maschinen erfolgt auch die Verwaltung von virtuellen Speichermedien, virtuellen Netzwerken und Geräten des Host-Systems. Diese Konfigurationen werden in Form von XML-Dateien gespeichert. Unter anderem stehen die Managementtools virsh (Kommandozeile) und der Virtual Machine Manager (GUI) zur Verfügung. Neben diesen Tools zum Verwalten der virtuellen Maschinen lassen sich eigene Programme schreiben. Die Bibliothek libvirt bietet neben der Schnittstelle für die Programmiersprache C, auch Schnittstellen für die Sprachen, C#, Python, Perl, OCaml, Ruby und Java.

Zur Kommunikation zwischen den Host-Systemen (Nodes) dient der Daemon libvirtd. Dieser Daemon muss auf allen Nodes gestartet sein und liegt über der API von libvirt. Der Daemon libvirtd ermittelt den lokalen Hypervisor und stellt den entsprechenden Treiber zur Verfügung. Die Managementtools kommunizieren ebenfalls über diesen Daemon. Dazu werden bestimmte Protokolle verwendet. Bei QEMU endet das Protokoll beim QEMU-Monitor. Die Kommunikation kann verschlüsselt werden. Unterstützt werden die SASL-Authentifizierung mit Kerberos und SSL-Client-Zertifikate. Der Virtual Machine Manager sichert die VNC-Verbindung mit SSH.

Der QEMU-Treiber unterstützt Software, die QEMU-Optionen verwendet. Dazu zählt neben QEMU und KVM auch Xenner. Xenner ermöglicht paravirtualisierte Xen-Gast-Systeme unter KVM auszuführen. Der QEMU-Treiber sucht in dem Verzeichnis /usr/bin nach den QEMU-Binaries qemu und qemu-system-*. Für KVM wird zusätzlich das Device /dev/kvm überprüft. Für Xenner wird das Binary /usr/bin/xenner und das Device /dev/kvm untersucht. Der QEMU-Treiber ist ein Multi-Instanz-Treiber. Der Verbindungstyp system erfordert privilegierte Rechte (root) und ermöglicht vollen Zugriff. Der Verbindungstyp session erfordert dagegen keine privilegierten Rechte. Der Benutzer kann nur Ressourcen verwalten, für die er Zugriffsrechte hat. Das heißt, er kann zum Beispiel virtuelle Maschinen verwalten, die von ihm unter seinem Home-Verzeichnis gespeichert sind. Dieser Verbindungstyp ist für Virtualisierungen auf dem Desktop geeignet.

Damit sich ein Managementtool zu dem Treiber verbinden kann, ist jeweils ein Uniform Resource Identifier (URI) anzugeben. Dieser kennzeichnet QEMU oder einen Hypervisor. Bei QEMU ist zusätzlich der Verbindungstyp (system oder session) auszuwählen. Bei einer Remote-Administration ist in dem URI auch die Adresse des zu kontrollierenden Host-Systems anzugeben. Optional ist die Verbindungsart, zum Beispiel SSH-Tunnel, vorzugeben. Zur Verbindung mit den Hypervisor auf dem Remote-Host muss dort der Daemon libvirtd gestartet sein. Beispiele für URIs:

test:///default

Mit diesem URI verbindet man sich mit dem lokalen Dummy-Hypervisor. Dieser simuliert eine laufende Domain. Es ist zu empfehlen die ersten Befehle an diesem Fake-Hypervisor auszuprobieren.

qemu:///session 

Mit diesem URI verbindet man sich als normaler Benutzer mit dem lokalen QEMU-/KVM-Hypervisor (Verbindungstyp session).

qemu+unix:///session

Mit diesem URI verbindet man sich als normaler Benutzer mit dem lokalen QEMU-/KVM-Hypervisor (Verbindungstyp session).

qemu:///system 

Mit diesem URI verbindet man sich als Benutzer root mit dem lokalen QEMU-/KVM-Hypervisor (Verbindungstyp system).

qemu+unix:///system

Mit diesem URI verbindet man sich als Benutzer root mit dem lokalen QEMU-/KVM-Hypervisor (Verbindungstyp system).

qemu+ssh://root@example.com/system  

Mit diesem URI verbindet man sich als Benutzer root mit einem QEMU-/KVM-Hypervisor auf dem Node example.com. Die Verbindung erfolgt durch einen SSH-Tunnel.

qemu+tcp://example.com/system

Mit diesem URI verbindet man sich mit einem QEMU-/KVM-Hypervisor auf dem Node example.com. Die Absicherung erfolgt mit SASl/Kerberos.

xen:/// 

Mit dieser URI verbindet man sich mit dem lokalen Xen-Hypervisor. Dies ist die Default-Einstellung.

vbox:///session

Mit dieser URI verbindet man sich als normaler Benutzer mit dem lokalen VirtualBox-Hypervisor.

esx://example.com/?no_verify=1     

Mit dieser URI verbindet man sich als Benutzer root mit einem ESX-Hypervisor auf dem Node example.com. Es wird das HTTPS-Protokoll angewendet aber das Zertifikat nicht verifiziert.

gsx://example.com/

Mit dieser URI verbindet man sich als Benutzer root mit einem VMware-Server.

Die Dokumentationen unter der URL http://libvirt.org/uri.html und http://libvirt.org/drivers.html listen die unterstützten Werte auf.

Installation
Die Managementtools
Virtio-Module
Languages Bindings
oVirt

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Von „http://qemu-buch.de/de/index.php?title=QEMU-KVM-Buch/_Managementtools/_libvirt-Tools

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