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BSD-Unix-Systeme Solaris 11 OpenSolaris Illumos, FreeBSD, PC-BSD, OpenBSD 4.8, NetBSD 5.0, Nexenta OS, Darwin, download iso installation

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FreeBSD unter der Kernel-based Virtual Machine.
FreeBSD unter der Kernel-based Virtual Machine.
PC-BSD unter QEMU.
PC-BSD unter QEMU.
OpenBSD unter QEMU.
OpenBSD unter QEMU.
NetBSD unter QEMU.
NetBSD unter QEMU.
Solaris 11 unter QEMU.
Solaris 11 unter QEMU.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] BSD-Unix-Systeme

Unix-Systeme sind Mehrbenutzer-Betriebssysteme. Unix wurde Anfang der 70er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts von Bell Laboratories zur Unterstützung der Software-Entwicklung programmiert. Unix bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Betriebssysteme, die entweder ihren Ursprung im Unix-System von AT&T (ursprünglich Bell Laboratories) haben oder dessen Konzepte implementiert haben. Da Unix ein eingetragenes Markenzeichen der Open Group ist, dürfen nur zertifizierte Systeme den Namen Unix führen. Zu all diesen Systemen, die in Unix-Derivate und unix-artige Betriebssysteme eingeteilt werden können, zählen zum Beispiel die BSD-Systeme Mac OS X, HP-UX, AIX, IRIX und Solaris. Einige andere Systeme wie GNU Linux oder QNX sind im historischen Sinne keine Unix-Derivate. BSD basierte ursprünglich auf Bell Labs-Quelltexten, diese wurden jedoch bis Mitte der 90er Jahre vollständig entfernt. Eine "Hitparade" der BSD-Systeme befindet sich unter der URL http://www.bsdstats.org.

[bearbeiten] FreeBSD

Website: http://www.freebsd.org/de
Empfehlung: Standard-PC, 512 MByte RAM, 10 GByte Festplatte.

FreeBSD ist ein freies Unix-Derivat aus der BSD-Familie mit dem Schwerpunkt auf die x86-Architektur. FreeBSD ist bei Internet-Providern beliebt, da es robust ist. Teile des Quellcode von FreeBSD werden auch in verschiedenen proprietären Betriebssystemen, zum Beispiel Mac OS X, verwendet. Dies unterstützt die BSD-Lizenz. Es gibt verschiedene FreeBSD-Distributionen, wie zum Beispiel PC-BSD. Das FreeBSD-Handbuch findet man unter der URL http://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/. Für eine schlanke Server-Installation reichen wenige GByte Festplatten-Kapazität.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 freebsd.img 10G

Weiterhin lädt man die Image-Datei von der Website herunter und startet die virtuelle Maschine.

Host ~$ wget \ 
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/releases/i386/i386/ISO-IMAGES/9.1/FreeBSD-9.1-RELEASE-i386-bootonly.iso
Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda freebsd.img -m 512 -boot d \
        -cdrom FreeBSD-9.1-RELEASE-i386-bootonly.iso

Die Installation wird im Textmodus durchgeführt. Zuerst wird das Land und das Tastatur-Layout ausgewählt. Danach erfolgt die Aufteilung der Festplatte in Slices mit fdisk. Mit A (Use Entire Disk) nutzt man die gesamte virtuelle Festplatte. Man markiert das Slice ads0s1 und drückt die Taste S, um dieses Slice als boot-fähig zu definieren. Dies wird durch ein A in der Spalte Flags gekennzeichnet. Zum Beenden von fdisk drückt man die Taste Q. Anschließend wird der Boot-Manager konfiguriert. Dabei wird der Standard-Boot-Manager ausgewählt. Unter FreeBSD werden zwei Schichten bei der Partitionierung angewendet. Die untere Schicht ist vergleichbar mit der Partitionierung bei anderen Systemen und ist auch für diese Systeme sichtbar. Dieser Schritt wurde bereits mit fdisk abgearbeitet. Die zweite Schicht unterteilt die erste Schicht in weitere individuelle Datei-Systeme. Dazu werden mit dem Tool disklabel die FreeBSD-Partition aufgeteilt. Um die Aufteilung der Partitionen automatisch vorzunehmen, ist die Taste A zu drücken. Anschließend beendet man das Programm mit Q.

Im nächsten Schritt ist die Distribution auszuwählen. Je nach Distribution und Verwendungszweck (Server, Desktop, ...) werden unterschiedliche Software-Pakete installiert. Man wählt mit All alles aus. Zur Installation von Software mit Ports, ist die FreeBSD ports collection zu installieren. Da die Software über das Internet heruntergeladen wird, ist der Download zu konfigurieren. Man wählt FTP Passive als Protokoll und einen Mirror-Server aus. Die Netzwerkeinstellungen sind per DHCP zu konfigurieren. Nach dem das System installiert wurde, ist die virtuelle Maschine neu zu starten. Die Konfiguration des Systems erfolgt mit dem Befehl sysinstall. Damit lassen sich zum Beispiel Netzwerk-Dienste einrichten und Benutzer anlegen. Mit dem Befehl shutdown -h now oder dem Befehl halt wird das System heruntergefahren. Die virtuelle Maschine wird gestartet.

Host ~$ qemu-system-x86_64 freebsd.img -m 512

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b freebsd.img -f qcow2 freebsd-hd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 freebsd-hd-01.ovl -m 512

Bei manchen QEMU-Versionen sind folgende Optionen nötig:

Host ~$ qemu-system-x86_64 freebsd-hd-01.ovl -m 512 \
        -net user -net nic,model=ne2k_pci

[bearbeiten] PC-BSD 8.2 Hubble Edition

Website: http://www.pcbsd.org
Deutsches Portal: http://www.pcbsd.de
Empfehlung: Standard-PC, 1024 MByte RAM, 15 GByte Festplatte.

PC-BSD ist ein freies, quell-offenes Betriebssystem auf der Basis von FreeBSD. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, ein einfach zu installierendes und einfach zu bedienendes Betriebssystem für Endanwender zu entwickeln. PC-BSD verwendet eine grafische Installationsroutine und ein grafisches Software-Installationsprogramm mit PC-BSD-Paketen (.pbi). Parallel ist weiterhin das Ports-System von FreeBSD verfügbar. Zur Installation legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 pcbsd.img 15G

Jetzt startet man die virtuelle Maschine.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda pcbsd.img -cdrom PCBSD8.2-x86-bootonly.iso \
        -boot d -m 1024 -usb -soundhw all

PC-BSD 8.1 besitzt einen neuen Installer, mit dem sich wahlweise FreeBSD und PC-BSD installieren lassen. Zuerst werden die Sprache, die Tastatur und die Zeitzone ausgewählt. Danach ist die Installations-Variante, Desktop oder Server, auszuwählen. Weiterhin ist die Installations-Methode Aus dem Netzwerk installieren festzulegen. Dazu wird die Netzwerkeinstellung abgefragt. Hier sind die Vorgaben (RealtTek 8029, DHCP) zu übernehmen. Für den Installationsserver wird die Default-Vorgabe bestätigt. Im Schritt Systemkonten wird das root-Passwort festgelegt und es lassen sich ein oder mehrere Benutzer-Konten anlegen. Im Schritt Partitionierung wählt man die gesamte Festplatte aus und lässt den Bootloader installieren. Danach werden die Software-Pakete ausgewählt. Nach der Instatllation ist ein Neustart notwendig:

Host ~$ qemu-system-x86_64 pcbsd-hd.img -m 1024 -rtc base=localtime -soundhw all

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b pcbsd-hd.img -f qcow2 pcbsd-hd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 pcbsd-hd-01.ovl -m 1024 -rtc base=localtime -soundhw all

[bearbeiten] OpenBSD 4.8

Download: http://www.openbsd.org/de/ (cd48.iso)
Empfehlung: Standard-PC, 128 MByte RAM, ab 2 GByte Festplatte.

OpenBSD ist ein 4.4BSD-basiertes Betriebssystem, dass unter der OpenBSD-Lizenz frei verfügbar ist. OpenBSD enthält eine Vielzahl von Sicherheitsfunktionen, die in anderen Betriebssystemen nicht oder nur optional vorhanden sind. Aufgrund der Kryptographie, Sicherheitsverbesserungen, und der integrierten Firewall eignet sich OpenBSD besonders für die Verwendung als Firewall, Intrusion Detection System und VPN-Gateway. Es wird ebenfalls häufig für sichere Web- und andere Server eingesetzt. OpenBSD besitzt einige Eigenarten, die auch vielen Unix-Kennern fremd sind. Für eine schlanke Server-Installation reichen wenige GByte Festplatten-Kapazität.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 openbsd.img 2G

Man lädt man die Image-Datei herunter.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda openbsd.img -cdrom cd48.iso -boot d 

Die Installation wird im Textmodus durchgeführt. Vorgabewerte in eckigen Klammen können durch [Enter] übernommen werden.

(I)nstall, (U)pgrade or (S)hell?                 I
Specify terminal type: [vt220]                   [Enter]

Für die Auswahl der Tastaturbelegung wird de oder none (US-Tastaturbelegung) angegeben.

kbd(8) mapping? ('L' for list) [none]             de
Proceed with install? [no]                        y

IDE-Festplatten werden unter OpenBSD als wd0, wd1 und so weiter bezeichnet.

Available disks are: wd0.
Which one is the root disk? (or done) [wd0]       [Enter]

Man nutzt die gesamte virtuelle Festplatte für OpenBSD, wodurch man sich die Partitionierung mit fdisk erspart.

Do you want to use *all* of wd0 for OpenBSD? [no] y

Unter OpenBSD werden zwei Schichten bei der Partitionierung angewendet. Die untere Schicht ist vergleichbar mit der Partitionierung bei anderen Systemen und ist auch für diese Systeme sichtbar. Die zweite Schicht unterteilt die erste Schicht in weitere individuelle Dateisysteme. Man hat zwar fdisk eingespart, muss dafür aber das Tool disklabel verwenden.

Initial label editor (enter '?' for help at any prompt)
> ?

Auf der Root-Disk müssen mindestens die Partitionen a und b erzeugt werden. Für das Root-Dateisystem (/) wird hier a und für die Swap-Partition b benutzt. Die Swap-Partition erhält 300 MByte und der Rest geht an das Root-Dateisystem. Zuerst lässt man sich die Labels (p) in MByte (m) anzeigen.

> p m

Die c-Partition kennzeichnet übrigens die gesamte Festplatte und darf nicht geändert werden. Man löscht erst die Partition a.

> d a

Man legt die Partition a in der gewünschten Größe neu an.

> a a
offset: [63]        [Enter]
size: [20964762]   20349945
FS type: [4.2BSD]   [Enter]
mount point: [none] /

Man erzeugt die Swap-Partition.

> a b
offset: [20350008]  [Enter]
size: [614817]      [Enter]
FS type:            swap

Zur Kontrolle lässt man sich die Labels anzeigen.

> p m

Man beendet das Programm disklabel.

> q
Write new label?: [y]                                    [Enter]
The next step *DESTROYS* all existing data on these partitions!
Are you really sure that you're ready to proceed?         y

Die Installation wird fortgesetzt und es ist der Hostname festzulegen.

System hostname? (short form, e.g. 'foo'): foo (oder sinnvoller)

Das Netzwerk ist zu konfigurieren.

Configure the network? [yes]                             [Enter]
Which one do you wish to initialize? (or 'done') [ne3]   [Enter]
Symbolic (host) name for ne3? [foo]                      [Enter]
Do you want to change the default media? [no]            [Enter]
IPv4 address for ne3 (or 'none' or 'dhcp')?              dhcp
IPv6 address for fxp0? (or 'rtsol' or 'none') [none]     [Enter]
DNS domain name? (e.g. 'bar.com') [my.domain]            example.com
DNS nameserver? (IP address or 'none') [10.0.2.3]        [Enter]
Use the nameserver now? [yes]                            [Enter]
Default route? (IP address, 'dhcp' or 'none') [dhcp]     [Enter]
Edit hosts with ed? [no]                                 [Enter]
Do you want to do any manual network configuration? [no] [Enter]

Man setzt das Passwort für den Benutzer root.

Password for root account? (will not echo)               *****
Password for root account? (again)                       *****

Für die Installation der Software-Pakete sind die Installationsmedien anzugeben.

Location of sets? (cd disk ftp http or 'done') [cd]     [Enter]
Which one contains the install media? (or 'done') [cd0] [Enter]
Pathname to the sets? (or 'done') [4.1/i386]            [Enter]

Danach sind die Sets auszuwählen. Sets sind Gruppen von Software-Paketen.

[X] bsd.rd
Set name? (or 'done') [done]                            [Enter]
Ready to install sets? [yes]                            [Enter]
Location of sets? (cd disk ftp http or 'done') [cd]     [Enter]

Das CD-Image enthält nicht alle notwendigen Komponenten. Der Rest wird über das Internet geladen.

Location of sets? (cd disk ftp http or 'done')          ftp
HTTP/FTP proxy URL? [none]                              [Enter]
Display the list of known ftp servers?                  y

Man wählt den nächsten FTP-Server.

Server? (IP address, hostname, list#, 'done' or '?')    27
Using ftp.bytemine.net/pub/OpenBSD Oldenburg, Germany
Does the server support passive mode ftp? [yes]         [Enter]
Server directory? [pub/OpenBSD/4.1/i386]                [Enter]
Login? [anonymous]                                      [Enter]

Es werden Sets zur Auswahl angezeigt. In diesem Beispiel wählt man alle aus.

Set name? (or 'done') [bsd.rd]                          all
Set name? (or 'done') [done]                            [Enter]
Ready to install sets? [yes]                            [Enter]

Ist alles installiert, gibt man done ein.

Location of sets? (cd disk ftp http or 'done')          done

Der SSH-Server ist zu starten. Der NTP-Server wird hier nicht benötigt.

Start sshd(8) by default? [yes]                         [Enter]
Start ntpd(8) by default? [no]                          [Enter]

Eine grafische Benutzeroberfläche ist aktivierbar.

Do you expect to run the X Windows System? [no]         y
Change the default console to com0? [no]                [Enter]

Die Zeitzone ist entsprechend anzugeben.

What timezone you are in? ('?' for list)                MET

Wenn die Installation erfolgreich durchgeführt wurde und der System-Prompt erscheint, ist das System herunterzufahren.

Gast ~# halt

Die virtuelle Maschine wird wieder gestartet.

Host ~$ qemu-system-x86_64 openbsd-hd.img

Nach dem Einloggen als Systemadministrator (root) wird der X-Server mit startx gestartet.

Gast ~# startx

Um Software zu installieren, ist zuerst das Ports-System zu konfigurieren.

Gast ~# cd /tmp
Gast ~# ftp ftp://ftp.openbsd.org/pub/OpenBSD/4.8/ports.tar.gz
Gast ~# cd /usr
Gast ~# tar xzf /tmp/ports.tar.gz

Es kann dieser Ports-Tree durchsucht werden, zum Beispiel nach dem Browser Firefox.

Gast ~$ cd /usr/ports
Gast ~$ make search key=firefox

Nach dem Wechsel in das angegebene Verzeichnis wird die Installation gestartet.

Gast ~# cd /usr/ports/www/firefox-i18n
Gast ~# make install clean

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b openbsd-hd.img -f qcow2 openbsd-hd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 openbsd-hd-01.ovl

[bearbeiten] NetBSD 5.1

Website: http://www.netbsd.org
Empfehlung: Standard-PC, 128 MByte RAM, 5 GByte Festplatte.

NetBSD ist ein Unix der BSD-Familie und wird unter der BSD-Lizenz frei vertrieben. NetBSD ist aufgrund seiner guten Portierbarkeit auf nahezu jedem Computer einsetzbar: Auf Servern, Workstations, Desktop-PCs, Notebooks, PDAs und auf Embedded-Systemen.

[bearbeiten] Installation mit CD-Image

Für eine schlanke Server-Installation reichen wenige GByte Festplatten-Kapazität.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 netbsd.img 5G
Host ~$ wget \ 
        ftp://iso.ee.netbsd.org/pub/NetBSD/iso/5.1/i386cd-5.1.iso
Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda netbsd.img -cdrom i386cd-5.1.iso -boot d \
        -net nic,model=ne2k_isa -net user

Nach der Installation erfolgt der Neustart mit diesen Optionen.

Host ~$ qemu-system-x86_64 netbsd.img -net nic,model=ne2k_isa -net user

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b netbsd.img -f qcow2 netbsd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 netbsd-01.ovl -net nic,model=ne2k_isa -net user
[bearbeiten] Mini-Appliance

Download: http://wiki.qemu.org/Download (Small NetBSD Image)

Es kann ein Image mit einem installierten Minimal-System verwendet werden.

Host ~$ wget http://nopid.free.fr/small.ffs.bz2
Host ~$ bzip2 -d small.ffs.bz2
Host ~$ qemu-system-x86_64 small.ffs

[bearbeiten] Oracle Solaris 11 (Intel, 64-Bit), OpenSolaris, Illumos

Download:

Empfehlung: Standard-PC, 1024 MByte RAM, 15 GByte Festplatte.

Die Firma Sun Microsystems (inzwischen von Oracle Corporation übernommen), hat schon über Jahrzehnte Erfahrungen mit Hard- und Software im Serverbereich. Das von Sun Microsystems entwickelte Betriebssystem Solaris basiert auf BSD und ist vor allem in Hochverfügbarkeitssystemen anzutreffen. Seit Januar 2005 gibt es das OpenSolaris-Projekt, dass Quellcode von Solaris als Open-Source weiterentwickelt. In diesem Beispiel wird Solaris 11 installiert. Zur Installation von Solaris benötigt man eine virtuelle Festplatte.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 solaris11.img 15G

Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu-system-x86_64 solaris11.img \
        -cdrom sol-11-1111-text-x86.iso -boot d \
        -enable-kvm -m 1024

Zuerst wird die Installationsart abgefragt. Dabei ist die Vorgabe Solaris Interactive zu wählen. Es ist das Tastatur-Layout festzulegen und die Taste [F2] zu drücken. Man wählt die Sprache und betätigt bei der Abfrage nach der grafischen Installation die Taste [Enter]. Es erscheint die GUI zur Installation. Zuerst ist das Netzwerk zu aktivieren. Das Einschalten von DHCP ist zu empfehlen. In den nachfolgenden Schritten ist IPv6, Kerberos Security und Name Service zu deaktivieren. Bei der Abfrage zur NFS-Domäne ist die Vorgabe zu übernehmen. Es werden die Zeitzone und die Einstellungen für das Land beziehungsweise die Region eingestellt. Das Datum und die Uhrzeit werden festgelegt und es wird nach dem Passwort für den Superuser root gefragt. Die Remote Services werden deaktiviert. Wer einen Account bei My Oracle Support hat, kann das System registrieren. Die Felder zur Proxy-Konfiguration werden leer gelassen. Man wählt den automatischen Neustart und den automatischen Auswurf der DVDs. Als Quell-Medium ist CD/DVD festzulegen. Dem Software-Lizenzvertrag ist zuzustimmen und die Standardinstallation ist auszuwählen. Die Softwarepakete werden anschließend installiert. Nach dem Ende der Installation wird die virtuelle Maschine mit den folgenden Optionen gestartet.

Host ~$ qemu-system-x86_64 solaris11.img \
        -enable-kvm -m 1024 -usb 

Beim Einloggen wird man nach dem gewünschten Desktop (CDE oder Java) gefragt. Der Java-Desktop basiert auf Gnome. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b solaris11.img -f qcow2 solaris11-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 solaris11-01.ovl \
        -m 1024 -enable-kvm -usb 

Hier einige Beispiele zur Konfiguration von Solaris. Zur Sicherheit darf sich der Benutzer root per Default nicht per ssh einloggen. Wer dies ändern möchte, muss in der Datei /etc/ssh/sshd_config die Einstellung PermitRootLogin yes vornehmen. Danach ist der Service ssh neu zustarten.

Gast ~# svcadm restart ssh

Zur Kontrolle läßt man sich den Status anzeigen.

Gast ~# svcs -x ssh
svc:/network/ssh:default (SSH server)
 State: online since Fri May 20 10:43:13 2011
   See: sshd(1M)
   See: /var/svc/log/network-ssh:default.log
Impact: None.

Eine Eigenart von Solaris bis Version 10 sind die Konfigurationsdateien /etc/hostname.NETWORKDEVICE. Dabei kann für jede Netzwerkkarte ein IPv4-Hostname definiert werden. In diesem Fall wird von QEMU eine Netzwerkkarte vom Typ e1000 emuliert. Die zugehörige Datei heißt /etc/hostname.e1000g0. Weitere Dateien zur Netzwerk-Konfiguration sind /etc/hosts (Anpassung der IP-Adresse), /etc/nodename, /etc/defaultrouter, /etc/resolv.conf und /etc/netmasks. Damit bash als Default-Shell für den Benutzer root verwendet wird, ist die erste Zeile der Datei /etc/passwd anzupassen:

root:x:0:0:Super-User:/:/usr/bin/bash

Das installierte Solaris bootet je nach vorhandenen CPUs die 32- oder 64-Bit-Version.

Gast ~# isainfo -kv
64-bit amd64 kernel modules

Statt /etc/fstab wird unter Solaris die Datei /etc/vfstab zur Konfiguration der Mount-Points verwendet. Zum Anlegen von Benutzern dient der Befehl useradd. Die jeweiligen Home-Verzeichnisse der Benutzer werden per Auto-Mount von /export/home/USER nach /home eingebunden (siehe /etc/auto_home). Das heißt, wenn sich kein Benutzer eingeloggt hat ist das Verzeichnis /home leer. Dies gilt aber nicht für den Benutzer root. Eine GUI mit den Management Tools wird mit dem Befehl smc gestartet. Zur interaktiven Modifikation von Parametern beziehungsweise Properties eines Services wird der Befehl svccfg angewendet.

Software-Pakete sind von mehreren Quellen installierbar, zum Beispiel http://www.sunfreeware.com, http://www.opensolaris.org und http://www.blastwave.org (siehe auch http://qemu-buch.de/d/QEMU_unter_BSD). Die heruntergeladenen Pakete werden mit dem Befehl pkgadd installiert. Mit der Option -d wird das Verzeichnis angegeben, in dem sich die zu installierenden Pakete befinden.

Gast ~# pkgadd -d PFAD PAKET

pkginfo liefert eine Liste aller installierten Pakete. Mit der Option -l erhält man Informationen über ein Paket. Mit den Optionen -ld erhält man Informationen über ein noch nicht installiertes Paket. Zur Deinstallation von Paketen dient der Befehl pkgrm. Eleganter ist das Tool pkg-get (http://www.opencsw.org/get-it/). Damit lassen sich die Pakete auch herunterladen. Das Tool pkg-get muß erst installiert werden.

Gast ~# pkgadd -d http://mirror.opencsw.org/opencsw/pkg_get.pkg

In diesem Beispiel wird das Paket wget installiert.

Gast ~# /opt/csw/bin/pkg-get pkg-get install wget

Die allgemeine Konfiguration des Prompts und der Aliases sind durch Ergänzungen der Datei /etc/profile möglich. Der Standard-Editor wird mit der Variable EDITOR vorgegeben. Es empfiehlt sich das Verzeichnis /opt/csw/bin in die Variable PATH aufzunehmen.

# /etc/profile
# ...
export PS1='\h:\w\$ '
export EDITOR=vi
alias ll='ls -l'
PATH=$PATH:/opt/csw/bin/

Solaris bringt mit den Solaris-Zones bereits eine eigene Virtualisierungslösung auf Betriebssystemebene mit, die auch in einer virtuellen Maschine unter QEMU einsetzbar ist (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Weitere_Virtualisierer_und_Emulatoren/_Solaris_Zones).

[bearbeiten] Nexenta 3.0

Download: http://www.nexenta.org/projects/site/wiki/DownloadStable
Empfehlung: Standard-PC, 512 MByte RAM, 10 GByte Festplatte.

Nexenta basiert auf einem Solaris-Kernel. Die Software-Pakete werden mit dem komfortablen Debian-Paketsystem verwaltet. Als Basis für das System nutzt Nexenta Debian GNU/Linux und Ubuntu.

Host ~$ wget \
http://www.nexenta.org/releases/nexenta-core-platform_3.0.1-b134_x86.iso.zip
Host ~$ unzip nexenta-core-platform_3.0.1-b134_x86.iso.zip
Host ~$ qemu-img create -f qcow2 nexenta.img 10G
Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda nexenta.img -enable-kvm \ 
        -cdrom nexenta-core-platform_3.0.1-b134_x86.iso -boot d -m 512

Nach der Installation erfolgt der Neustart mit diesen Optionen.

Host ~$ qemu-system-x86_64 nexenta.img -m 512 -enable-kvm

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b nexenta.img -f qcow2 nexenta-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 nexenta-01.ovl -m 512 -enable-kvm

[bearbeiten] Darwin 8.01 (Intel) / PureDarwin

Download:

Empfehlung: Standard-PC, 128 MByte RAM, 10 GByte Festplatte.

Darwin basiert auf BSD mit einem Mach-Kernel und bildet die Grundlage für Mac OS X. Darwin ist OpenSource (Apple Public Source License). Beim Hybridkernel XNU versucht man die Vorteile eines monolithischen Kernels mit den Vorteilen eines Mikrokernels zu verbinden. Darwin wurde für PPC-, x86- und ARM-Prozessoren portiert. Alle Programme für Darwin laufen auch auf Mac OS X. Für Mac OS X entwickelte Programme sind nicht unbedingt auf Darwin lauffähig. Zur Installation legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 darwin.img 10G

Weiterhin lädt man die Image-Datei herunter und entpackt diese.

Host ~$ wget \
http://www.opensource.apple.com/static/iso/darwinx86-801.iso.gz
Host ~$ gunzip darwinx86-801.iso.gz

Bei der Installation von Darwin sind keine Beschleuniger zu verwenden. Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -hda darwin.img -cdrom darwinx86-801.iso -boot d

Die Installation wird im Textmodus durchgeführt. Zu beachten ist die englische Tastatur. Zuerst wird die Festplatte partitioniert und formatiert.

The following devices are available for installation:
1. QEMU HARDDISK @ disk0 (10.0GB)
Enter 'shell' to drop into a shell
Which device would you like to install Darwin onto?      1
For partitioning the disk, you have the following choices:
1) Auto-partition the disk (Destroy alls disk contents)
2) Manually partition the disk using fdisk
Choice:                                                  2
Would you like to initialize the partition table? [y]    y
Enter 'help' for information
fdisk:*1>                                                auto hfs
fdisk:*1>                                                update
fdisk:*1>                                                write
fdisk:*1>                                                quit
The following partitions are available:
/dev/disk0s1
Wich will be the root partition?
                                                         /dev/disk0s1
Would you like to do a clean install? (yes/no)           yes
Desired Volumename:                                      darwin
...
Press enter to reboot                                    Return

Nach dem Neustart wird die angelegte Partition formatiert und das System installiert.

The following devices are available for installation:
1. QEMU HARDDISK @ disk0 (10.0GB)
Enter 'shell' to drop into a shell
Which device would you like to install Darwin onto?      1
For partitioning the disk, you have the following choices:
1) Auto-partition the disk (Destroy alls disk contents)
2) Manually partition the disk using fdisk
3) Use existing partitions
Choice:                                                  3
The following partitions are available:
/dev/disk0s1
Wich will be the root partition?
                                                         /dev/disk0s1
Using
 hfs) HFS+ (journaled) filesystem
 ufs) UFS filesystem
Filesystem type:                                         hfs
Would you like to do a clean install? (yes/no)           yes
Desired Vulumename:                                      darwin

Nach dem Kopieren der Software-Pakete wird das Password für den Benutzer root festgelegt. Anschließend ist der Rechnername anzugeben. Weiterhin kann ein Benutzer angelegt werden. Danach ist ein Neustart mit folgenden Optionen notwendig.

Host ~$ qemu-system-x86_64 darwin.img -rtc base=localtime   \
        -net nic,vlan=0,model=rtl8139 -net user  

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b darwin.img -f qcow2 darwin-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 darwin-01.ovl -rtc base=localtime   \
        -net nic,vlan=0,model=rtl8139 -net user  

<<<|###| >>>

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