QEMU in BSD (Solaris, FreeBSD, OpenBSD, NetBSD), Win4BSD, KQEMU
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[bearbeiten] QEMU unter BSD (Solaris, FreeBSD, OpenBSD, NetBSD)
[bearbeiten] Installation
[bearbeiten] Solaris und OpenSolaris
[bearbeiten] x86/64-Architektur
Für die x86/64-Architektur steht ein QEMU-Paket auf der Website http://www.thoughtwave.com/downloads.html unter dem Punkt QEMU v0.9.1 with MTOOLS 3.9.10 for Solaris 10 zum Download bereit. Nach dem Download entpackt man diese Datei.
Host ~# bzip2 -d THOTqemu-0.9.1-20080113-universal-solaris10.bz2
Anschließend wird mit dem Tool pkdadd dieses Paket installiert.
Host ~# pkgadd -d THOTqemu-0.9.1-20080113-universal-solaris10
Es ist folgender Symlink zu setzen, damit die Library libSDL-1.2.so.0 gefunden wird.
Host ~# ln -s /opt/thoughtwave/lib/libSDL-1.2.so.0 \
/lib/libSDL-1.2.so.0
Nach der Installation wird QEMU mit Angabe des Pfades aufgerufen.
Host ~$ /opt/thoughtwave/bin/qemu
Damit man nicht immer den Pfad angeben muss, wird der Suchpfad wie folgt erweitert.
Host ~$ export PATH=$PATH:/opt/thoughtwave/bin/
Der optionale Beschleuniger KQEMU kann bis QEMU 0.11.1 verwendet werden. KQEMU ist aus den Quellen zu kompilieren. Dazu müssen erst die entsprechenden Kompilierungswerkzeuge installiert werden. Eine einfache Installation ist mit dem Tool pkgutil möglich. Dieses Tool lädt man von der URL http://www.blastwave.org herunter und installiert es mit pkgadd.
Host ~# pkgadd -d pkgutil_sparc.pkg Host ~# cp -p /opt/csw/etc/pkgutil.conf.CSW /etc/opt/csw/pkgutil.conf
Damit man nicht den Pfad zu pkgutil angeben muss, erweitert man den Suchpfad.
Host ~# export PATH=$PATH:/opt/csw/bin/
Als erstes ist die Paketliste zu aktualisieren.
Host ~# pkgutil --catalog Host ~# pkgutil --install gnupg textutils
Es werden die notwendigen Werkzeuge installiert.
Host ~# pkgutil --install gmake gcc4 gnustep_make wget
Jetzt wird das tar-Archiv mit dem Beschleunigermodul KQEMU von der Website http://opensolaris.org/os/project/qemu/downloads/ heruntergeladen und entpackt.
Host ~# bzip2 -d \
kqemu-1.3.0pre11__sol10FCSplus_20070214_src_and_bins.tar.bz2
Host ~# tar xvf \
kqemu-1.3.0pre11__sol10FCSplus_20070214_src_and_bins.tar
Im angelegten Verzeichnis kompiliert man die Quellen.
Host ~# cd kqemu-1.3.0pre11__osol20070214 Host ~# ./configure Host ~# qmake
Das generierte Kernel-Modul kqemu-solaris-i386 ist umzubenennen.
Host ~# mv kqemu-solaris-i386 kqemu
Mit folgenden Schritten wird das Kernel-Modul installiert.
Host ~# /usr/sbin/install -f /usr/kernel/drv \
-m 755 -u root -g sys kqemu
new owner is root
kqemu installed as /usr/kernel/drv/kqemu
Host ~# /usr/sbin/install -f /usr/kernel/drv \
-m 644 -u root -g sys kqemu.conf
new owner is root
kqemu.conf installed as /usr/kernel/drv/kqemu.conf
Aktiviert wird das Modul mit add_drv.
Host ~# add_drv kqemu
Zur Kontrolle wird der Befehl modinfo angewendet.
Host ~# modinfo | grep kqemu 215 f9c67000 1a608 207 1 kqemu (kqemu accelator v0.2)
[bearbeiten] SPARC-Architektur
Für die SPARC-Architektur steht ein QEMU-Paket auf der Website http://www.thoughtwave.com/downloads.html unter dem Punkt QEMU v0.9.1 with MTOOLS 3.9.10 for Solaris 10 zum Download bereit. Nach dem Download entpackt man die Datei.
Host ~# bzip2 -d THOTqemu-0.9.1-20080113-universal-solaris10.bz2
Anschließend wird mit dem Tool pkdadd dieses Paket installiert.
Host ~# pkgadd -d THOTqemu-0.9.1-20080113-universal-solaris10
Es ist folgender Symlink zu setzen, damit die Library libSDL-1.2.so.0 gefunden wird.
Host ~# ln -s /opt/thoughtwave/lib/libSDL-1.2.so.0 \
/lib/libSDL-1.2.so.0
Nach der Installation wird QEMU mit Angabe des Pfades aufgerufen.
Host ~$ /opt/thoughtwave/bin/qemu
Damit man nicht den Pfad angeben muss, wird der Suchpfad wie folgt erweitert.
Host ~$ export PATH=$PATH:/opt/thoughtwave/bin/
[bearbeiten] FreeBSD
Software wird für FreeBSD in Ports und Packages angeboten. Ports enthalten den Source-Code der Software und werden beim Installieren kompiliert. Oft sind Ports aktueller als Packages. Siehe dazu das FreeBSD-Handbuch unter der URL http://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/. Zu QEMU relevante Ports befinden sich im Verzeichnis emulators im Port-Tree. In dem Unterverzeichnis qemu wird die Installation von QEMU und im Verzeichnis kqemu-kmod die Installation von KQEMU gestartet. Ab QEMU 0.12.0 wird KQEMU nicht mehr unterstützt.
Host ~# cd /usr/ports/emulators/qemu Host ~# make install clean Host ~# cd /usr/ports/emulators/kqemu-kmod Host ~# make install clean
Es ist auch möglich QEMU als Package zu installieren. Package sind bereits fertig kompilierte Software-Pakete. Hier die Installation von QEMU und KQEMU als Packages:
Host ~# pkg_add -r qemu Host ~# pkg_add -r kqemu-kmod
KQEMU wird als Kernel-Modul geladen.
Host ~# kldload kqemu Host ~# kldload aio
Mit dem Befehl kldstat wird kontrolliert, ob die Module auch geladen wurden
Host ~# kldstat | grep kqemu
Damit nach jedem Neustart die Module kqemu und aio geladen werden, ist diese Zeile in das Start-Skript /etc/rc.conf einzutragen.
kqemu_enable="YES"
Als GUI ist AQEMU zu empfehlen (siehe http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_AQEMU).
Host ~# cd /usr/ports/emulators/aqemu Host ~# make install clean
Unter FreeBSD ist es auch möglich AQEMU als Package zu installieren.
Host ~# pkg_add -r aqemu
Auf der Konsole wird diese GUI mit dem Befehl aqemu gestartet.
Host ~$ aqemu
Im Abschnitt AQEMU wird dieses Frontend beschrieben (siehe http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_AQEMU).
[bearbeiten] PC-BSD
Download: http://pbidir.com/bt/pbi/77/qemu
Die Installation von QEMU unter dem FreeBSD-Derivat PC-BSD ist mit dem PBI-System (Push Button Installer) mit wenigen Mausklicks möglich. Es wird das PBI-Paket für QEMU heruntergeladen und mit dem PBI-Launcher installiert. Das PBI-Paket QEMU enthält auch AQEMU. Die Dateien werden im Verzeichnis /usr/Programs/QEMUx.xx_x/ gespeichert. Erscheint die Fehlermeldung .PBItmp/.pbistart not found, hat man ein PBI-Paket für die falsche PC-BSD-Version heruntergeladen. Die PBI-Pakete für PC-BSD 1.X und PC-BSD 7.X sind nicht kompatibel.
[bearbeiten] NetBSD
Software wird für NetBSD in Package Source (Pkgsrc) angeboten. Falls nicht geschehen muss das Package Source-Systems installiert werden. Hier wird vereinfacht der Download der Pakete des Current-Branches als tar-Archiv beschrieben. Das Pakage-System kann auch mit dem Software Update Protocol (SUP) oder mit Concurrent Versions System (CVS) heruntergeladen und aktuell gehalten werden.
Host ~# cd /usr Host ~# ftp ftp://ftp.netbsd.org/pub/pkgsrc/current/pkgsrc.tar.gz Host ~# tar xzvf pkgsrc.tar.gz
Es wird QEMU installiert.
Host ~# cd /usr/pkgsrc/emulators/qemu Host ~# make install clean
[bearbeiten] Quickstart
Im Abschnitt Quickstart wird das Anlegen einer virtuellen Maschine mit Shell-Befehlen beschrieben (siehe http://qemu-buch.de/d/Quickstart). Im Abschnitt AQEMU wird die GUI AQEMU beschrieben (siehe http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_AQEMU).
[bearbeiten] Userspace-Emulation
Unter BSD unterstützt QEMU ab Version 0.10.0 die Userspace-Emulation (siehe http://qemu-buch.de/d/Spezielle_QEMU-Optionen#Userspace-Emulation).
[bearbeiten] Win4BSD und Win4Solaris
Website: http://www.win4bsd.com
Win4BSD und Win4Solaris sind kommerzielle Produkte der Firma Virtual Bridges, Inc., die auf QEMU basieren. Damit lassen sich die Microsoft Windows-Versionen 2000 und XP oder einzelne Windows-Applikationen ausführen. Die nicht-kommerzielle Nutzung Win4BSD ist kostenlos. Da diese Version nur eine 32-Bit-Anwendung ist, ist für 64-Bit-Hosts die originale QEMU-Version (64-Bit) zu empfehlen. Eine Beschreibung findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Weitere_Virtualisierer_und_Emulatoren/_Win4.