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Gast-Systeme: x86-Architektur, DOS-, Windows und Verwandte, Microsoft Windows 8

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CP/M-86 unter QEMU.
CP/M-86 unter QEMU.
DR-DOS unter QEMU.
DR-DOS unter QEMU.
Der Web-Browser Arachne unter FreeDOS.
Der Web-Browser Arachne unter FreeDOS.
FreeDOS mit OpenGEM.
FreeDOS mit OpenGEM.
DESKWORK unter QEMU.
DESKWORK unter QEMU.
OS/2 Warp 4 im QEMU-Fenster.
OS/2 Warp 4 im QEMU-Fenster.
QEMU mit eComstation 2.1 als Gast.
QEMU mit eComstation 2.1 als Gast.
Microsoft Windows 3.1 unter QEMU.
Microsoft Windows 3.1 unter QEMU.
Microsoft Windows 3.1 mit Calmira als GUI.
Microsoft Windows 3.1 mit Calmira als GUI.
Microsoft Windows 95 unter QEMU.
Microsoft Windows 95 unter QEMU.
Microsoft Windows 98 unter QEMU.
Microsoft Windows 98 unter QEMU.
In QEMU läuft hier Microsoft Windows NT mit einer QEMU-Instanz, in der Mini-Linux gestartet wurde.
In QEMU läuft hier Microsoft Windows NT mit einer QEMU-Instanz, in der Mini-Linux gestartet wurde.
Microsoft Windows 2000 unter QEMU.
Microsoft Windows 2000 unter QEMU.
Microsoft Windows XP als Gast-System unter Q (Mac OS X).
Microsoft Windows XP als Gast-System unter Q (Mac OS X).
Microsoft Windows Vista in der Kernel-based Virtual Machine.
Microsoft Windows Vista in der Kernel-based Virtual Machine.
Microsoft Home Server als Gast-System unter QEMU.
Microsoft Home Server als Gast-System unter QEMU.
Microsoft Windows 7 als Gast-System unter QEMU.
Microsoft Windows 7 als Gast-System unter QEMU.
Microsoft Windows 8 als Gast-System unter QEMU.
Microsoft Windows 8 als Gast-System unter QEMU.
ReactOS unter QEMU.
ReactOS unter QEMU.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] DOS-, Microsoft Windows und Verwandte

MS-DOS (Microsoft Disk Operating System) übernahm viele Konzepte von CP/M und einige Konzepte von Unix. Es war in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren das dominierende Betriebssystem für Einzelplatzrechner. Die inzwischen veralteten und vom Markt genommenen Windows-Versionen 1.0-3.11, 95, 98 und Me waren von DOS abhängig. Microsoft Windows NT und die darauf basierenden Microsoft-Betriebssysteme bauen nicht mehr auf MS-DOS auf und können DOS-Software nur eingeschränkt ausführen. Es wird lediglich eine 16-Bit-Kompatibilitätsschicht zur Verfügung gestellt. Der direkte Zugriff auf reale Hardware wird aus Gründen der Systemstabilität unterbunden. Microsoft DOS- und -Windows-Versionen sind kommerzielle Produkte. Ein freier Download ist daher nicht möglich. Zu beachten sind die jeweiligen Lizenzbestimmungen.

QEMU emuliert die Grafikkarte Cirrus Logic GD5446. Alle Windows-Versionen ab Windows 95 erkennen diese Grafikkarte. Für höhere Auflösungen (> 1280x1024x16) ist bei Microsoft Windows XP die Option -vga std anzuwenden. Für eine optimale Performance sollte eine 16-Bit Farbtiefe im Host- und Gast-System konfiguriert werden. Bei einem langsamen Host-System ist die Verwendung von Microsoft Windows 95 oder Microsoft Windows 2000 als Gast-System zu empfehlen. Für den Datenaustausch mit einem Unix-/Linux-Host wird Samba verwendet. Mit neueren QEMU-Versionen ändert sich die emulierte Hardware. Erhält QEMU oder die Kernel-based Virtual Machine ein Update, müssen einige Microsoft Windows-Systeme neu aktiviert werden. Damit sich die emulierte Hardware nicht ändert, ist der Maschinen-Typ an die QEMU-Version zu binden. Zum Beispiel wird der Maschinen-Typ der QEMU-Version 0.11.0 mit -M pc-0.11 vorgegeben.

DOS-Versionen nutzen die CPU-HLT-Befehle nicht korrekt. Dadurch werden Host-CPU-Zyklen beansprucht, selbst wenn die Gast-CPU nichts zu tun hat. Zur Vermeidung dieses Problems sollte das Tool dosidle (ftp://ftp.volftp.tiscali.it/pub/pc/msdos/utility/dosidle210.zip) im Gast-System installiert werden. Durch einen Bug in QEMU kommt es bei einigen Maus- und Tastaturtreibern unter DOS zu Problemen. Die Option -rtc base=localtime wird bei DOS und Windows für die richtige Systemzeit benötigt. Bei Problemen mit der Zeitsynchronisation ist Tardis (http://www.kaska.demon.co.uk) zu installieren, das den Zeitabgleich mit einem Zeitserver vornimmt. Freie Anwendungssoftware ist unter den URLs http://www.webi.org, https://ninite.com, http://portableapps.com/de/apps, http://www.lupopensuite.com, http://www.freewaregeeks.com und http://www.opensource-dvd.de/isodownload.htm zu finden. Web-Designer können von der URL http://spoon.net/browsers/ mehrere Browser als ausführbare Dateien herunterladen. Diese Browser starten ohne Installation. Images von Boot-Disketten findet man unter http://www.bootdisk.com. Bei älteren QEMU-Versionen ist zusätzlich die Option -no-acpi notwendig.

[bearbeiten] CP/M-86

Download: http://www.gaby.de/ftp/pub/cpm/sysdisks/cpm86/86raw144.zip
Empfehlung: Standard-PC (Standard), 2 MByte RAM, Festplatte: maximal 8 MByte.

Das Betriebssystem CP/M (Control Program for Microcomputers) wurde ab 1974 von Digital Research Inc. entwickelt. In dieser Zeit wurde der Arbeitsspeicher in kByte angegeben, Diskettenlaufwerke waren keine Selbstverständlichkeit und Festplatten fast unerschwinglich. CP/M war das erste plattformunabhängige Betriebssystem für 8-Bit-Rechner. Nur die unterste Ebene von CP/M, das Basic Input Output System (BIOS), musste an die jeweilige Hardware angepasst werden. Die oberen Schichten (BDOS - Basic Disk Operating System und CCP - Console Command Processor) konnten ohne große Veränderungen portiert werden. Mit Beginn der 16-Bit-Ära wurde CP/M auf 8086- und 8088-CPUs von Intel portiert. Diese Portierung wurde CP/M-86 genannt. Als Standard-Betriebssystem für den IBM PC konnte sich CP/M-86 nicht durchsetzen. Microsoft schaffte es MS-DOS besser zu vermarkten. 1988 wurde eine stark weiterentwickelte, vollständig MS-DOS-kompatible Version von CP/M-86 als DR-DOS herausgebracht und machte Microsoft nochmals einige Jahre lang ernsthafte Konkurrenz. Übrigens sind die unter Windows verwendeten unflexiblen Adressierungen von Laufwerken und Festplattenpartitionen mit Laufwerksbuchstaben ein nicht überwundenes Erbe von CP/M. Für den Betrieb von CP/M-86 reicht eine Diskette. Das Disketten-Image ist herunterzuladen und zu entpacken. Danach wird das System von dem Image gestartet. Notwendig ist dazu die Option -no-fd-bootchk (siehe http://qemu-buch.de/d/Speichermedien/_Zugriff_auf_Speichermedien).

Host ~$ wget \ 
        http://www.gaby.de/ftp/pub/cpm/sysdisks/cpm86/86raw144.zip
Host ~$ unzip 86raw144.zip
Host ~$ qemu-system-i386 -fda 144cpm86.img -no-fd-bootchk -boot a \
        -rtc base=localtime -m 2 -vga cirrus 

CP/M-86 kann eine Festplatte mit maximal 8 MByte adressieren.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 cpm86.img 8M
Host ~$ qemu-system-i386 -fda 144cpm86.img -no-fd-bootchk -boot a \
        -rtc base=localtime -m 2 -vga cirrus -M isapc             \
        -drive file=cpm86.img,if=ide,index=0,media=disk 

Unter CP/M-86 dient das Programm HDMAINT.CMD zum Partitionieren von Festplatten. Die Bedienung von HDMAINT.CMD erfolgt mit den Funktionstasten.

Gast A> hdmaint
[F1] Display or change disk partitioning
[F6] Change or create CP/M partition
Enter starting cylinder: 000 [F10]
Enter partition size: 015 [F10]
[F2] 1792 directory entries
[F4] CP/M will verify after writes
[F10] Accept
[F9] Reload operating system from diskette

Zum Einlesen der angelegten Partitionstabelle ist das System neu zu starten. Die Festplatte wird mit B: adressiert. Dateien kopiert man unter CP/M-86 mit dem Tool PIP.CMD.

Gast A> pip b:=a:*.*
Gast A> dir b:

[bearbeiten] DR-DOS 7.03

Download: http://www.drdos.net/download.htm
Empfehlung: Standard-PC (Default), 16 MByte RAM, Festplatte: 0,5 GByte.

DR-DOS ist ein zu MS-DOS kompatibles Betriebssystem. Es wurde von der Firma Digital Research aus ihrem Betriebssystem CP/M-86 entwickelt. Wegen seiner Qualitäten und seiner Stabilität galt DR-DOS schon kurz nach seinem Erscheinen als ebenbürtiger Konkurrent von MS-DOS. Zur Installation benötigt man eine virtuelle Festplatte.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 drdos.img 512M

Zum Download stehen fünf Disketten-Images zur Verfügung (disk01.144 bis disk05.144). Nach dem Herunterladen startet man die virtuelle Maschine.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda drdos.img -fda disk01.144 -boot a \
        -rtc base=localtime -m 16

Zum Austausch der Disketten ist mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[2] in den QEMU-Monitor zu wechseln. In diesem Beispiel hat das Disketten-Laufwerk die Bezeichnung floppy0.

(qemu) change floppy0 disk02.144

Zum Gast-System kommt man mit [Strg]+[Alt]+[1] zurück. Der Neustart erfolgt mit diesem Befehl:

Host ~$ qemu-system-i386 drdos.img -rtc base=localtime -m 16

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b drdos.img -f qcow2 drdos-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 drdos-01.ovl -rtc base=localtime -m 16

[bearbeiten] FreeDOS 1.1

Download: http://www.freedos.org/freedos/files/ (fdfullcd.iso)
Empfehlung: Standard-PC (Default), 16 MByte RAM, Festplatte: 0,5 GByte.

Als Microsoft die Entwicklung von MS-DOS eingestellt hatte, entstand das Projekt FreeDOS. Die Software ist weit fortgeschritten und bietet Funktionen und Eigenschaften, die MS-DOS vermissen lässt. Am Anfang der Installation steht das Anlegen einer virtuellen Festplatte.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 freedos.img 500M

Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda freedos.img -cdrom fd11src.iso -boot d \
        -m 16 -rtc base=localtime

Beim Starten sollte der Maus-Fokus im Fenster der Instanz bleiben, ansonsten wird die Maus nicht richtig erkannt. Man wählt die Option zur Installation auf die Festplatte aus. Danach erfolgt die Auswahl der Sprache und des Tastatur-Layouts. In den nächsten Schritten wird die Festplatte mit XFDisk partitioniert. Man legt eine primäre Partition mit der Gesamtgröße der Festplatte an. Danach installiert man den Bootmanager. Erforderlich ist ein Eintrag in das Bootmenü, zum Beispiel "FreeDOS". Mit [F3] verlässt man XFDisk und die Instanz ist neu zu starten. Nach dem Reboot wählt man wieder die Option zur Installation auf Festplatte aus. Nach dem Formatieren der Festplatte wird mit der Installation von FreeDOS begonnen. Der Installer von FreeDOS verfügt über ein einfaches Paketmanagement-System, das nach dem Formatieren der Platte automatisch aufgerufen wird. Als Netzwerktreiber sollte der QEMU-kompatible Treiber ausgewählt werden. Nach der Installation erfolgt die Netzwerkkonfiguration durch Anpassen der Datei C:\FDOS\BIN\wattcp.cfg.

my_ip =       dhcp
netmask =     255.255.255.0
gateway =     0.0.0.0
domain_list = your.domain.com

Damit das Netzwerk unter FreeDOS funktioniert, ist QEMU mit folgenden Optionen zu starten:

Host ~$ qemu-system-i386 freedos.img -m 16 -rtc base=localtime \
        -net user,hostname=freedos-vm -net nic,model=ne2k_isa

Für die Netzwerkunterstützung wird die Netzwerkkarte NE2000 mit ISA-Bus (ne2k_isa) benötigt. Weiterhin wird ein Hostname, hier freedos-vm, konfiguriert. Aufgrund der Netzwerkunterstützung kann der Web-Browser Arachne verwendet werden.

Gast C:\> arachne

Für FreeDOS gibt es die grafische Benutzeroberfläche OpenGEM, die per Paket-Management installiert wird. Gestartet wird OpenGEM mit dem Befehl gem.

Gast C:\> gem

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b freedos.img -f qcow2 freedos-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 freedos-01.ovl -m 16 -rtc base=localtime \
        -net user,hostname=freedos-vm -net nic,model=ne2k_isa

[bearbeiten] DESKWORK

Download: http://www.deskwork.de/DOWNLOAD
Empfehlung: Standard-PC (Default), ab 8 MByte RAM, Festplatte: 0,5 GByte.

DESKWORK ist eine Erweiterung für DOS. Es unterstützt längere Dateinamen und Meta-Informationen. Dateien werden nach Art des Inhalts gefiltert. Verzeichnisse sind nicht vorhanden. Zur Installation wird ein DOS benötigt, in diesem Beispiel ist es FreeDOS.

Host ~$ wget \
http://www.ibiblio.org/pub/micro/pc-stuff/freedos/files/distributions/unofficial/balder/balder10.img

Mit qemu-img wird eine virtuelle Festplatte angelegt.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 DESKWORK.img 500M

Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu-system-i386 -fda balder10.img -hda DESKWORK.img -boot a -no-kvm

Im Gast-System wird die virtuelle Festplatte partitioniert.

Gast A:\> fdisk
Do you want to use large disk (FAT32) support (Y/N). [Y]?
1. Create DOS partition or Logical DOS Drive
1. Create Primary DOS Partition
Do you wish to use the maximum available size for a 
 Primary DOS Partition and make the partition active (Y/N)? [Y]
[ESC]
[ESC]

Danach ist ein Neustart notwendig. Anschließend wird die virtuelle Festplatte im Gast-System formatiert.

Gast A:\> format c:

Die virtuelle Maschine wird wieder heruntergefahren und es werden die DESKWORK-Dateien von der Website in ein Unterverzeichnis des Host-Systems geladen.

Host ~$ mkdir DESKWORK-inst
Host ~$ cd DESKWORK-inst
Host ~$ wget http://www.deskwork.de/DOWNLOAD/CURRENT/APPS.DW
Host ~$ wget http://www.deskwork.de/DOWNLOAD/CURRENT/MAIN.DW
Host ~$ wget http://www.deskwork.de/DOWNLOAD/CURRENT/PATCHES.DW
Host ~$ wget http://www.deskwork.de/DOWNLOAD/CURRENT/SETUP.EXE
Host ~$ wget http://www.deskwork.de/DOWNLOAD/CURRENT/SYSTEM.DW
Host ~$ wget http://www.deskwork.de/DOWNLOAD/CURRENT/HARDWARE.TXT
Host ~$ cd -

Dieses Verzeichnis wird als virtuelle FAT-Festplatte eingebunden.

Host ~$ qemu-system-i386 -fda balder10.img -hda DESKWORK.img \
        -hdb fat:DESKWORK-inst -boot a -no-kvm

Im Gast-System wird auf die zweite virtuelle Festplatte gewechselt und das Setup gestartet.

Gast A:\> d:
Gast D:\> setup

Nach der Installation wird DESKWORK gestartet.

Gast C:\DW> dw

Folgende Optionen ermöglichen eine bessere Hardware-Emulation für DESKWORK.

Host ~$ qemu-system-i386 -fda balder10.img -hda DESKWORK.img -boot a \
        -vga std -soundhw es1370 -rtc base=localtime -no-kvm

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b DESKWORK.img -f qcow2 DESKWORK-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 -fda balder10.img -hda DESKWORK-01.ovl -boot a \
        -vga std -soundhw es1370 -rtc base=localtime -no-kvm

[bearbeiten] OS/2 Warp 4

Empfehlung: Standard-PC (Default), 64 MByte RAM, Festplatte: 1 GByte.

OS/2 ist ein multitasking-fähiges, stabiles Betriebssystem für den PC. Es wurde ursprünglich als Nachfolger für MS-DOS von IBM und Microsoft gemeinsam entwickelt. Nachdem Microsoft sich 1991 zurückzog entwickelte IBM es weiter. OS/2 kann neben den speziell dafür entwickelten Programmen auch MS-DOS-Programme und Windows-3.1-Programme ausführen. OS/2 ist noch gelegentlich bei Banken, Versicherungen und Fluggesellschaften anzutreffen. Es wird von Seiten IBM offiziell nicht mehr weiterentwickelt. Neue Installationen werden meistens mit der eComStation-Distribution (http://www.ecomstation.de) realisiert. IBM rät den Kunden zu einem Umstieg auf Linux. Die Virtualisierung von OS/2 ist problematisch, da dieses System selten verwendete Befehle des Prozessors nutzt. Zur Installation einer virtuellen Maschine ist zuerst ein Image der Installations-CD zu generieren. Weiterhin werden die Images der Bootdisketten benötigt. Diese befinden sich im Verzeichnis diskimgs/os2/35 auf der Installations-CD. Die Disketten-Images disk1_cd.dsk, disk2.dsk und disk0.dsk sind auf die Festplatte des Host-Systems zu kopieren. Mit qemu-img wird eine virtuelle Festplatte angelegt.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 os2w4.img 1G

Die virtuelle Festplatte ist zunächst unter DOS zu partitionieren und zu formatieren. In diesem Beispiel wird FreeDOS verwendet.

Host ~$ wget \
http://www.ibiblio.org/pub/micro/pc-stuff/freedos/files/distributions/unofficial/balder/balder10.img

Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu-system-i386 -fda balder10.img -hda os2w4.img -boot a -no-kvm

Im Gast-System wird die virtuelle Festplatte partitioniert.

Gast A:\> fdisk
Do you want to use large disk (FAT32) support (Y/N). [Y]?
1. Create DOS partition or Logical DOS Drive
1. Create Primary DOS Partition
Do you wish to use the maximum available size for a 
 Primary DOS Partition and make the partition active (Y/N)? [Y]
[ESC]
[ESC]

Es ist ein Neustart notwendig. Anschließend wird die virtuelle Festplatte im Gast-System formatiert.

Gast A:\> format c:

Man startet die virtuelle Maschine und führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda os2w4.img -fda disk0.dsk \
        -cdrom os2-warp4.iso -boot a -m 64 -rtc base=localtime -no-kvm

Da OS/2 Warp 4 schon etwas älter ist, muss ältere Hardware emuliert werden. Da die Virtualisierung von OS/2 Warp problematisch ist, ist die Option -no-kvm anzuwenden. Zum Austausch der Disketten ist mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[2] in den QEMU-Monitor zu wechseln. In diesem Beispiel hat das Disketten-Laufwerk die Bezeichnung floppy0.

(qemu) change floppy0 disk1_cd.dsk

Mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[1] gelangt man wieder zurück. Zur dritten Diskette wird mit folgendem Befehl gewechselt:

(qemu) change floppy0 disk2.dsk

Nach dem Neustart werden folgende Optionen eingegeben:

Host ~$ qemu-system-i386 os2w4.img -m 64 -rtc base=localtime -no-kvm

Hinweise zur Konfiguration findet man in den Handbüchern von OS/2 Warp 4. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b os2w4.img -f qcow2 os2w4-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 os2w4-01.ovl -m 64 -rtc base=localtime -no-kvm

[bearbeiten] eComstation 2.1 GA

eComStation ist eine Weiterentwicklung von OS/2. OS/2 ist ein multitasking-fähiges, stabiles Betriebssystem für den PC. Es wurde ursprünglich als Nachfolger für MS-DOS von IBM und Microsoft gemeinsam entwickelt. Nachdem Microsoft sich 1991 zurückzog, entwickelte IBM es weiter. IBM hat inzwischen die Entwicklung von OS/2 aufgegeben. Der Nachfolger eComstation wird hauptsächlich durch die niederländische Firma Mensys und durch die Open-Source Community Netlabs.org weiterentwickelt. OS/2 und eComstation sind noch gelegentlich bei Banken, Versicherungen und Fluggesellschaften anzutreffen. eComstation ist ein schlankes Betriebssystem, dass auch auf älterer Hardware läuft. Neben den Anwendungen, die für OS/2 und eComstation programmiert wurden, lassen sich DOS- und 16-Bit-Windows-Anwendungen betreiben. Mit ODIN (http://de.os2.org/projekte/odin/) lassen sich Microsoft Windows 95/98 und NT-Programme direkt unter eComstation ausführen. Die grafische Benutzeroberfläche von eComstation besteht aus der Workplace Shell (WPS) und dem Presentation Manager. Sie ist objektorientiert. Das heißt alle Komponenten des Systems (Laufwerke, Dateien, Verzeichnisse, Drucker, Verweise auf Programme) werden als Objekt abgebildet und lassen sich mit Kontext-Menüs und Drag-and-Drop steuern. Die Virtualisierung von OS/2 und eComstation ist problematisch, da diese Systeme selten angewendete Befehle des Prozessors nutzt. Mit qemu-img wird eine virtuelle Festplatte angelegt.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 eComstation.img 5G

Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu-system-i386 -enable-kvm -smp 2 -m 512 \
 -drive file=eComstation.img,index=0,media=disk \
 -drive file=eCS20_cd1_en_us.iso,if=ide,index=1,media=cdrom 

Im Boot-Menü der Installations-CD sind deren Default-Werte auszuwählen. Die Installation erfolgt im grafischen Modus. Als erstes wird das Tastatur-Layout ausgewählt. Danach sind die Lizenz-Bestimmungen zu akzeptieren. Für eComstation-Neulinge ist die Easy-Installation die beste Wahl. Danach ist der Registrierungskey einzugeben. Im nächsten Schritten erfolgt die Partitionierung der Festplatte. Dazu wird mit New Volume ein neues Fenster geöffnet. In dessen Menü-Punkt Volume, Create New wird ein neues Volume angelegt. Dazu ist Create a bootable Volume zu aktivieren. In der Dialogbox ist hinter Letter der Buchstabe C auszuwählen und als Name Volume2 anzugeben. Anschließend ist Next anzuklicken. Im Fenster Partitionierung ist als Volume Size der Wert 2047 anzugeben und Use primary Partition zu aktivieren. Das Fenster beendet man mit Finish. Mit Menü System, Save Changes speichert man diese Einstellungen und klickt danach auf Exit. Mit Next gelangt man zur Formatierung der Festplatte. Als Typ wählt man HPFS und klickt Format an. Nach dem Formatieren ist Next anzuklicken. Es wird das Land und die Zeitzone ausgewählt. Im nächsten Schritt werden die Hardware-Komponenten und die Sound-Hardware ermittelt. Im Schritt Networking ist Install networking support zu aktivieren. Nach dem Anklicken von Next können alle Netzwerk-Typen (TCP/IP, Samba, NetBUI) aktiviert werden. Anschließend ist hinter Workstation ID der Rechnername und hinter LAN domain "WORKGROUP" anzugeben Mit Next und Finish wird der erste Teil der Installation beendet und es erfolgt ein Neustart der virtuellen Maschine. Nach dem Neustart folgt der zweite Teil der Installation im Fenster Final Tasks. Unter den Reitern dieses Fensters können Konfigurationen vorgenommen werden. Zum Beispiel wird unter dem Reiter Screen die Bildschirmauflösung eingestellt. Diese wirkt erst nach dem Neustart. eComstation ist über das Menü Ecs, Shut down herunterzufahren. Es sollte im Host-System das Verzeichnismit dem Image (.vhd) und der Konfigurationsdatei (.vmc) gesichert werden, um bei Problemen den ursprünglichen Zustand der virtuellen Maschine wiederherstellen zu können. Die Installations-CD ist aus dem Laufwerk des Hosts zu entfernen. Bei den Einstellungen der virtuellen Maschine ist unter Netzwerk die Option Gemeinsames Netzwerk (NAT) einzurichten. Anschließend wird die virtuelle Maschine mit dem Button Start wieder gestartet. Im Fenster der virtuellen Maschine ist im Menü CD die CD freizugeben. Zur Konfiguration des Netzwerkes ist im Gast-System der Menü-Punkt System Setup, Network, Adapters and Protocols zu aktivieren und danach Configure MPTS auszuwählen. Als Adapter wählt man Realtek RTL8139 aus. Die Netzwerk-Konfiguration hat über DHCP zu erfolgen. Danach ist ein Neustart von eComstation notwendig. Dabei sind sind diese Optionen anzuwenden.

Host ~$ qemu-system-i386 -enable-kvm -smp 2 -m 512 \
 -drive file=eComstation.img,index=0,media=disk 

Hinweise zur Konfiguration findet man in den Handbüchern von eComstation. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 -o backing_file=eComstation.img eComstation-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 -enable-kvm -smp 2 -m 512 \
 -drive file=eComstation-01.ovl,index=0,media=disk 

[bearbeiten] Microsoft Windows (für Workgroups) 3.xx

Empfehlung: Standard-PC (Default), 16 MByte RAM, Festplatte: 0,5 GByte.

Microsoft Windows 3.x ist kein eigenständiges Betriebssystem. Es ist eine Erweiterung zu DOS, um einige von dessen Nachteilen (schlechte Speicherverwaltung, fehlendes GUI) zu minimieren. Microsoft Windows für Workgroups unterstützt Netzwerk-Funktionalitäten. Ab Microsoft Windows für Workgroups 3.1 beziehungsweise mit dem Paket Winsocks ist die Nutzung des TCP/IP-Protokolls möglich. Hier wird als Beispiel die Installation von Windows 3.1 mit DR-DOS beschrieben. Man kopiert dazu das Image mit DR-DOS (Beispiel mit Unix-/Linux-Befehlen).

Host ~$ cp drdos.img win31.img

Microsoft Windows 3.1 wurde auf mehreren Disketten ausgeliefert. Um nicht jede Diskette als Image importieren zu müssen, werden die Inhalte der Disketten in ein Verzeichnis mit dem Namen win31inst kopiert. Dieses Verzeichnis wird als virtuelle FAT-Festplatte eingebunden.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win31.img -hdb fat:win31inst \
        -rtc base=localtime -m 16 -soundhw sb16 -no-kvm

Im Gast-System wechselt man zum Laufwerk D: und startet das Setup-Programm.

Gast C:\> d:
Gast D:\> setup

Weitere Details der Installation sind in den Windows-3.x-Handbüchern einsehbar. Nach der Installation startet man die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win31.img -rtc base=localtime -m 16 -soundhw sb16

Tipps und Software für Windows 3.x findet man unter den URLs http://www.win31.de und http://wiki.oldos.org. Wer lieber ein moderneres GUI für Windows 3.x nutzen will, installiert Calmira (http://www.calmira.de). Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win31.img -f qcow2 win31-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win31-01.ovl -rtc base=localtime -m 16 -soundhw sb16

[bearbeiten] Microsoft Windows 95

Empfehlung: Standard-PC (Default), 16 MByte RAM, Festplatte: 0.5 bis 2 GByte.

Microsoft Windows 95 ist ein auf MS-DOS basierendes Betriebssystem. In Sachen Stabilität reicht es nicht an Windows 3.11 oder an Windows-Versionen, die auf NT basieren, heran. Windows 95 wurde entweder auf mehreren Disketten oder auf einer Installations-CD mit einer Bootdiskette ausgeliefert. Zu der damaligen Zeit waren PCs, die von CD-ROM booten konnten, keine Selbstverständlichkeit. Das nachfolgende Beispiel beschreibt eine Installation mit Boot-Diskette und CD. Zuerst importiert man die Installations-CD und die Boot-Diskette. Weiterhin legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win95.img 500M

Man startet die Instanz mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win95.img -fda win95-startfloppy.img        \
        -cdrom win95-install-cd.iso -boot a -M isapc                      \
        -m 16 -rtc base=localtime -soundhw sb16 -no-kvm                   \
        -net user,hostname=win95-vm -net nic,model=ne2k_isa 

Man startet die virtuelle Maschine und führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch. Nach der Installation sind folgende Optionen anzuwenden:

Host ~$ qemu-system-i386 win95.img -M isapc -m 16           \
        -net user,hostname=qemu-pc -net nic,model=ne2k_isa  \
        -rtc base=localtime -soundhw sb16  

Die Installation der neuesten Servicepacks ist zu empfehlen. Man findet diese unter http://www.treiber-forum.de/servicepacks/. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win95.img -f qcow2 win95-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win95-01.ovl -M isapc -m 16        \
        -net user,hostname=qemu-pc -net nic,model=ne2k_isa  \
        -soundhw sb16 -rtc base=localtime

[bearbeiten] Microsoft Windows 98

Empfehlung: Standard-PC (Default), 64 MByte RAM, Festplatte: 1 GByte.

Microsoft Windows 98 basiert auf MS-DOS 7.1. Neuerungen waren die bessere Unterstützung von AGP (Accelerated Graphics Port) und USB und ACPI. Windows 98 SE (Second Edition) enthält unter anderem DirectX 6.1, Internet Explorer 5.0, den Windows Media Player 6.1 und eine bessere Netzwerkunterstützung. Zuerst importiert man die Installations-CD als Image und legt eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win98.img 1G

Man startet die virtuelle Maschine und führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win98.img -cdrom win98inst.iso -boot d  \
        -m 64 -rtc base=localtime -usb -soundhw sb16 -no-kvm

Ist die Installation beendet, wird die Instanz mit folgenden Optionen gestartet:

Host ~$ qemu-system-i386 win98.img -m 64 -rtc base=localtime -usb -soundhw sb16 

Die Installation der Servicepacks ist zu empfehlen. Man findet sie unter ftp://ftp.dfn-cert.de/pub/vendor/microsoft/win98/ und http://www.treiber-forum.de/servicepacks/. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win98.img -f qcow2 win98-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win98-01.ovl -m 64 -rtc base=localtime -usb \
        -soundhw sb16 

[bearbeiten] Microsoft Windows NT

Empfehlung: Standard-PC (Default), 32 MByte RAM, Festplatte: 2 GByte

Microsoft Windows NT ist vollständig von MS-DOS losgelöst. Die DOS-Eingabeaufforderung ist nur als Emulator vorhanden. Außerdem unterstützt Windows NT das Dateisystem NTFS (New Technology File System). NT war ursprünglich für verschiedene Prozessorarchitekturen konzipiert und beherrscht präemptives Multitasking mit Speicherschutz. Direkte Hardware-Zugriffe von Programmen sind durch die strikte Durchsetzung eines Schichten-Modells nicht erlaubt. Ab NT 4.0 läuft das Grafiksubsystem GDI aus Geschwindigkeitsgründen teilweise direkt im Betriebssystemkern, womit Fehler in Grafiktreibern NT-Versionen zum Absturz bringen können. Zur Installation importiert man die Installations-CD als Image. Weiterhin legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win-nt.img 2G

Man startet die virtuelle Maschine und führt die Installation entsprechend derAnleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win-nt.img -cdrom winNTw-insCD.iso -boot d \
        -rtc base=localtime -m 32 -soundhw sb16 -no-kvm

Ist die Installation beendet, wird die Instanz mit folgenden Optionen gestartet:

Host ~$ qemu-system-i386 win-nt.img -rtc base=localtime -m 32 -soundhw sb16

Die Installation der Servicepacks ist zu empfehlen. Man findet sie unter ftp://ftp.dfn-cert.de/pub/vendor/microsoft/ und http://www.treiber-forum.de/servicepacks/. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win-nt.img -f qcow2 win-nt-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win-nt-01.ovl -rtc base=localtime -m 32 -soundhw sb16

[bearbeiten] Microsoft Windows 2000

Empfehlung: Standard-PC (Default), 128 MByte RAM, Festplatte: 5 GByte.

Microsoft Windows 2000 (NT 5.0) stellt eine technische Weiterentwicklung von Microsoft Windows NT 4.0 dar. Neu in dieser Version ist unter anderem das Active Directory. Daneben greifen weitere offene Standards, etwa das vom MIT entwickelte Kerberos zur Authentifizierung und Autorisierung der Benutzer und Netzwerkdienste. USB-Massenspeicher werden ohne Treiber-Installation unterstützt. Alle Windows-Versionen ab Microsoft Windows 2000 installieren unterschiedliche Kernelversionen in Abhängigkeit davon, ob ACPI verfügbar ist. Deshalb darf in QEMU ACPI nicht nachträglich deaktiviert werden, wenn es bei der Installation aktiviert war. Bei der Installation von Windows 2000 wird die Option -win2k-hack benötigt, da durch einen Bug in Microsoft Windows 2000 die Festplatte bei der Installation als voll gekennzeichnet wird. Nach der Installation ist diese Option nicht notwendig. Zur Installation importiert man die Installationsmedien als Images. Weiterhin legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win00.img 5G

Man startet die virtuelle Maschine und führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win00.img -fda win00-dsk01.img -rtc base=localtime \
        -cdrom win00.iso -boot a -soundhw all -no-kvm -win2k-hack

Zum Austausch der Disketten ist mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[2] in den QEMU-Monitor zu wechseln. In diesem Beispiel hat das Disketten-Laufwerk die Bezeichnung floppy0.

(qemu) change floppy0 win00-dsk02.img

Zum Emulator-Fenster kehrt man mit [Strg]+[Alt]+[1] wieder zurück. Ist die Installation beendet, kann Windows 2000 mit folgenden Optionen gestartet werden:

Host ~$ qemu-system-i386 win00.img -rtc base=localtime -soundhw all

Die Installation der Servicepacks ist zu empfehlen. Man findet sie unter ftp://ftp.dfn-cert.de/pub/vendor/microsoft/ und http://www.treiber-forum.de/servicepacks/. Microsoft Windows 2000 schließt nicht nach dem Herunterfahren automatisch die Instanz. Die Ursache liegt in dem nicht aktivierten APM-Treiber. Mit folgenden Schritten wird der APM-Treiber installiert.

Systemsteuerung, Hardware, 
Gerät hinzufügen bzw. Problem beheben, 
Neues Gerät hinzufügen, Weiter
Nein, die Hardwarekomponenten selbst aus der Liste auswählen
Herkömmliche NT APM-Unterstützung, Weiter, Weiter, Fertigstellen

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win00.img -f qcow2 win00-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win00-01.ovl -rtc base=localtime -soundhw all

[bearbeiten] Microsoft Windows XP

Empfehlung: Standard-PC (Default), 256 MByte RAM, Festplatte: 5 GByte.

Microsoft Windows XP (NT 5.1) ist der Nachfolger von Windows 2000. Microsoft Windows XP gibt es unter anderem in diesen Varianten: Die Professional Edition für den Einsatz in Unternehmen, die Home Edition als preiswerte Variante und die stark eingeschränkte Starter Edition. Anders als in den vorherigen Windows-NT-Versionen gibt es keine Serverversion von XP. Alle Windows-Versionen ab 2000 installieren unterschiedliche Kernelversionen in Abhängigkeit davon, ob ACPI verfügbar ist. Deshalb darf in QEMU ACPI nicht nachträglich deaktiviert werden, wenn es bei der Installation aktiviert war. Zur Installation importiert man die Installationsmedien als Images und legt eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win-xp.img 10G

Man startet die virtuelle Maschine und führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win-xp.img -cdrom win-xp-cd.iso -boot d     \
        -m 256 -rtc base=localtime -soundhw es1370 -vga std -no-kvm

Ist die Installation beendet, sind folgende Optionen notwendig.

Host ~$ qemu-system-i386 win-xp.img -m 256 -soundhw es1370 -vga std

Es wird empfohlen, das Service Pack 3 zu installieren. Weiterhin ist für den Betrieb ein aktuelles Anti-Viren-Programm notwendig. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win-xp.img -f qcow2 win-xp-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win-xp-01.ovl -m 256 -soundhw es1370 \
        -vga std -rtc base=localtime -usb -usbdevice tablet

Es ist möglich, sich per Remote Desktop Protocol (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools#Remote_Desktop_Protocol) auf das Gast-System einzuloggen.

[bearbeiten] Microsoft Windows Vista

Empfehlung: Standard-PC (Default), 2048 MByte RAM, Festplatte: 20 GByte.

Microsoft Windows Vista (NT 6.0) ist der Nachfolger des Betriebssystems Microsoft Windows XP. Microsoft Windows Vista wird auf einer DVD in sechs Versionen angeboten: Starter, Home Basic, Home Premium, Business, Enterprise und Ultimate. Die Versionen unterscheiden sich im Funktionsumfang und im Preis. Microsoft Windows Vista bootet nicht unter älteren QEMU-Versionen. Zunächst ist eine virtuelle Festplatte anzulegen.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win-vista.img 20G

Anschließend wird QEMU gestartet. Man führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win-vista.img -cdrom Windows_Vista_RC1_32Bit.iso \
        -m 1024 -smp 2 -rtc base=2006-01-01 -boot d -no-kvm

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win-vista.img -f qcow2 win-vista-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win-vista-01.ovl -m 1024 -smp 2 -net nic,model=e1000 \ 
        -net user  -usb -usbdevice tablet -rtc base=2006-01-01 

Es ist möglich, sich per Remote Desktop Protocol (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools#Remote_Desktop_Protocol) auf das Gast-System einzuloggen.

[bearbeiten] Microsoft Windows Home Server 2011 (64-Bit)

Download: http://www.microsoft.com/sbs/en/us/try-it.aspx?pf=true (Testversion)
Empfehlung: Standard-PC (64-Bit), 4096 MByte RAM, Festplatte: 120 GByte.

Der Microsoft Windows Home Server basiert auf dem Microsoft Windows Server (Small Business Edition) und wurde für das Heimnetzwerk entwickelt. Der eigentliche Home-Server ist ein Aufsatz. Zunächst ist eine virtuelle Festplatte anzulegen.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 WindowsHomeServer.img 120G

Anschließend wird QEMU gestartet. Man führt die Installation entsprechend der Anleitung im Handbuch durch.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -enable-kvm -hda WindowsHomeServer.img          \ 
        -cdrom EN-US_SBS_STD_InstallDVD.iso -boot d -m 4096 -vga std -usb  \
        -rtc base=2011-04-06

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b WindowsHomeServer.img \
        -f qcow2 WindowsHomeServer-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 -enable-kvm -hda WindowsHomeServer-01.ovl       \ 
        -m 4096 -vga std -usb -usbdevice tablet -rtc base=2011-04-06

[bearbeiten] Microsoft Windows 7 Enterprise (32-, 64-Bit)

Download: http://technet.microsoft.com/de-de/evalcenter/cc442495.aspx?ITPID=wtcfeed (90-Tage-Testversion)
Empfehlung: Standard-PC 64-Bit, 1024 MByte RAM, Festplatte: 16 GByte.

Microsoft Windows 7 ist der Nachfolger von Windows Vista. Die Entwicklung erfolgt auf einer gemeinsamen Code-Basis mit dem Windows Server 2008 R2. Es ist eine virtuelle Festplatte anzulegen.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 win7.img 20G

Für die 32-Bit-Version wird QEMU mit folgenden Optionen gestartet. Bei Problemen unter älteren QEMU-Versionen verwendet man zusätzlich die Option -no-kvm.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda win7.img -cdrom windows7.iso -m 1024 -boot d \
        -usb -usbdevice tablet -rtc base=2009-05-05 

Für die 64-Bit-Version sind folgende Optionen anzuwenden.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -enable-kvm -hda win7.img       \ 
        -cdrom 7000.0.081212-1400_client_de-de_Ultimate-GB1CULFRE_DE_DVD.iso \
        -m 1024 -boot d -usb -usbdevice tablet -rtc base=2009-05-05 

Da die Systemzeit mit dem Host-System synchronisiert wird, ist die Zeitsynchronisation per Zeitserver in der Systemsteuerung unter Datum und Uhrzeit, Internetzeit zu deaktivieren. Alle verfügbaren Service Packs sind einzuspielen. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b win7.img -f qcow2 win7-01.ovl

Gestartet wird die 32-Bit-Version von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 win7-01.ovl -m 1024 -vga std -usb -usbdevice tablet \
        -rtc base=2009-05-05

Für die 64-Bit-Version sind folgende Optionen anzuwenden.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -enable-kvm -hda win7-01.ovl      \ 
        -m 1024 -usb -usbdevice tablet -rtc base=2009-05-05 

Windows 7 läuft ohne Eingabe des Lizenzkeys 30 Tage. Diese Frist lässt sich mit folgendem Befehl mit administrativen Rechten bis zu drei Mal verlängern.

Gast C:\> slmgr -rearm

[bearbeiten] Microsoft Windows 8 Preview (64 Bit)

Download: http://windows.microsoft.com/de-DE/windows-8/download
Empfehlung: Standard-PC 64-Bit, 1024 MByte RAM, Festplatte: 16 GByte.

Windows 8 ist der Codename des Nachfolgers des Betriebssystems Windows 7 der Firma Microsoft und befindet sich zurzeit noch in der Entwicklung. Zur Installation des Betriebssystems wird eine virtuelle Festplatte angelegt.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 Windows8.img 20G

Es ist das Image der Installations-CD herunterzuladen. QEMU wird mit folgenden Optionen gestartet.

Host ~$ qemu-system-x86_64 -machine pc,accel=kvm -cpu qemu64,+svm -m 2048 -smp 2
-hda Windows8.img -cdrom Windows8-ConsumerPreview-64bit-German.iso -boot d 

Es ist die Sprache auszuwählen, die Zeitzone festzulegen und die Tastatur zu konfigurieren. Als Installationsart ist Benutzerdefiniert zu aktivieren. Bei der Partitionierung ist die gesamte Platte zu verwenden. Der Rechner ist zu benennen. Bei den Einstellungen wählt man Use express settings. Unter dem Punkt Log on wird man aufgefordert eine E-Mail-Adresse einzugeben, um sich mit einer Windows Live ID authozisieren zu können. Aus Gründen des Schutzes ist es besser darauf zu verzichten und einen Local account einzurichten. Die Metro-Oberfläche wird in der Registry deaktiviert:

\HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer
RPEnabled = 0

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 \
-o backing_file=Windows8.img Windows8-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-x86_64 -machine pc,accel=kvm -cpu qemu64,+svm -m 2048 -smp 2 \
-hda Windows8-01.ovl -rtc base=2012-02-29

[bearbeiten] ReactOS 0.3.14

Download: http://www.reactos.org/de/download.html
Empfehlung: Standard-PC (Default), 512 MByte RAM, Festplatte: 5 GByte.

ReactOS soll kompatibel zum Kernel von Microsoft Windows NT werden. Dadurch wird es ermöglicht, Programme und Treiber für NT und dessen Nachfolger 2000, XP, Vista und 7 zu nutzen. Dazu wird an der Nachbildung der Programmierschnittstellen (API) Win32, Win16, OS/2, Java und DOS gearbeitet. Das Betriebssystem ist unter der GPL veröffentlicht. Somit wäre es möglich, eine von Microsoft unabhängige und kostenfreie Alternative zu Windows zu bekommen. Das Projekt befindet sich zur Zeit in der Alphaphase, weshalb ReactOS für den alltäglichen Gebrauch nicht zu empfehlen ist. Zur Installation des Betriebssystems wird eine virtuelle Festplatte angelegt.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 ReactOS.img 5G

Von der ReactOS-Website ist das Image der Installations-CD herunterzuladen und zu entpacken.

Host ~$ unzip ReactOS*-iso.zip

QEMU wird mit folgenden Optionen gestartet.

Host ~$ qemu-system-i386 -hda ReactOS.img -cdrom ReactOS.iso -boot d \
        -m 512 -net user -net nic,model=pcnet

Die Installation von ReactOS wird durch Klicken in das QEMU-Fenster und das Betätigen einer beliebigen Taste begonnen. Zuerst wird die deutsche Tastatur ausgewählt. Danach wird die virtuelle Festplatte partitioniert und formatiert. Das Zielverzeichnis für die Installation der ReactOS-Dateien braucht nicht geändert zu werden. Im Anschluss wird der Bootloader installiert, wobei die vorgegebene Option Install bootloader on the harddisk (mbr) gilt. Danach muss die virtuelle Maschine neu gestartet werden. Die Installation wird grafisch weitergeführt.

Host ~$ qemu-system-i386 ReactOS.img -net user -net nic,model=pcnet \
        -m 512 -rtc base=localtime 

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b ReactOS.img -f qcow2 ReactOS-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu-system-i386 ReactOS-01.ovl -net user -net nic,model=pcnet \
        -m 512 -rtc base=localtime 

Zum Kompilieren von ReactOS dient das ReactOS Build Environment (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Diverses/_RosBE).

<<<|###| >>> http://qemu-buch.de

Von „http://qemu-buch.de/de/index.php/QEMU-KVM-Buch/_Gast-Systeme/_x86-Architektur/_DOS-%2C_Windows_und_Verwandte

Diese Seite wurde bisher 53.162 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 1. Juni 2012 um 07:04 Uhr geändert. Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.


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