qemu-kvm & libvirtHauptseite | Über | Hilfe | FAQ | Spezialseiten | Anmelden

Druckversion | Impressum | Datenschutz

BSD-Unix-Systeme, Solaris 10, FreeBSD 8.0 Handbuch, PC-BSD 8.0, OpenBSD 4.6, NetBSD 5.0, Nexenta OS, Darwin, download iso installation

(Link zu dieser Seite als [[QEMU-KVM-Buch/ Gast-Systeme/ x86-Architektur/ BSD-Unix-Systeme]])

<<<|###| >>> | English


FreeBSD unter der Kernel-based Virtual Machine.
FreeBSD unter der Kernel-based Virtual Machine.
PC-BSD unter QEMU.
PC-BSD unter QEMU.
OpenBSD unter QEMU.
OpenBSD unter QEMU.
NetBSD unter QEMU.
NetBSD unter QEMU.
Solaris 10 unter QEMU.
Solaris 10 unter QEMU.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] BSD-Unix-Systeme

Unix-Systeme sind Mehrbenutzer-Betriebssysteme. Unix wurde Anfang der 70er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts von Bell Laboratories zur Unterstützung der Software-Entwicklung programmiert. Unix bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Betriebssysteme, die entweder ihren Ursprung im Unix-System von AT&T (ursprünglich Bell Laboratories) haben oder dessen Konzepte implementiert haben. Da Unix ein eingetragenes Markenzeichen der Open Group ist, dürfen nur zertifizierte Systeme den Namen Unix führen. Zu all diesen Systemen, die in Unix-Derivate und unix-artige Betriebssysteme eingeteilt werden können, zählen zum Beispiel die BSD-Systeme Mac OS X, HP-UX, AIX, IRIX und Solaris. Einige andere Systeme wie GNU Linux oder QNX sind im historischen Sinne keine Unix-Derivate. BSD basierte ursprünglich auf Bell Labs-Quelltexten, diese wurden jedoch bis Mitte der 90er Jahre vollständig entfernt. Eine "Hitparade" der BSD-Systeme befindet sich unter der URL http://www.bsdstats.org.

[bearbeiten] FreeBSD 8.0

Website: http://www.freebsd.org/de
Empfehlung: Standard-PC, 256 MByte RAM, 10 GByte Festplatte.

FreeBSD ist ein freies Unix-Derivat aus der BSD-Familie mit dem Schwerpunkt auf die x86-Architektur. FreeBSD ist bei Internet-Providern beliebt, da es robust ist. Teile des Quellcode von FreeBSD werden auch in verschiedenen proprietären Betriebssystemen, zum Beispiel Mac OS X, verwendet. Dies unterstützt die BSD-Lizenz. Es gibt verschiedene FreeBSD-Distributionen, wie zum Beispiel PC-BSD. Das FreeBSD-Handbuch findet man unter der URL http://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/. Für eine schlanke Server-Installation reichen wenige GByte Festplatten-Kapazität.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 freebsd.img 10G

Weiterhin lädt man die Image-Datei von der Website herunter und startet die virtuelle Maschine.

Host ~$ wget \ 
ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/releases/i386/ISO-IMAGES/8.0/8.0-RELEASE-i386-bootonly.iso
Host ~$ qemu -hda freebsd.img -m 256 -boot d \
        -cdrom 8.0-RELEASE-i386-bootonly.iso

Die Installation wird im Textmodus durchgeführt. Zuerst wird das Land und das Tastatur-Layout ausgewählt. Danach erfolgt die Aufteilung der Festplatte in Slices mit fdisk. Mit A (Use Entire Disk) nutzt man die gesamte virtuelle Festplatte. Man markiert das Slice ads0s1 und drückt die Taste S, um dieses Slice als boot-fähig zu definieren. Dies wird durch ein A in der Spalte Flags gekennzeichnet. Zum Beenden von fdisk drückt man die Taste Q. Anschließend wird der Boot-Manager konfiguriert. Dabei wird der Standard-Boot-Manager ausgewählt. Unter FreeBSD werden zwei Schichten bei der Partitionierung angewendet. Die untere Schicht ist vergleichbar mit der Partitionierung bei anderen Systemen und ist auch für diese Systeme sichtbar. Dieser Schritt wurde bereits mit fdisk abgearbeitet. Die zweite Schicht unterteilt die erste Schicht in weitere individuelle Datei-Systeme. Dazu werden mit dem Tool disklabel die FreeBSD-Partition aufgeteilt. Um die Aufteilung der Partitionen automatisch vorzunehmen, ist die Taste A zu drücken. Anschließend beendet man das Programm mit Q.

Im nächsten Schritt ist die Distribution auszuwählen. Je nach Distribution und Verwendungszweck (Server, Desktop, ...) werden unterschiedliche Software-Pakete installiert. Man wählt mit All alles aus. Zur Installation von Software mit Ports, ist die FreeBSD ports collection zu installieren. Da die Software über das Internet heruntergeladen wird, ist der Download zu konfigurieren. Man wählt FTP Passive als Protokoll und einen Mirror-Server aus. Die Netzwerkeinstellungen sind per DHCP zu konfigurieren. Nach dem das System installiert wurde, ist die virtuelle Maschine neu zu starten. Die Konfiguration des Systems erfolgt mit dem Befehl sysinstall. Damit lassen sich zum Beispiel Netzwerk-Dienste einrichten und User anlegen. Mit dem Befehl shutdown -h now oder dem Befehl halt wird das System heruntergefahren. Die virtuelle Maschine wird mit folgenden Optionen gestartet:

Host ~$ qemu freebsd.img -m 256

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b freebsd.img -f qcow2 freebsd-hd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu freebsd-hd-01.ovl -m 256

Unter KVM sind folgende Optionen möglich:

Host ~$ kvm freebsd-hd-01.ovl -m 256 \
        -net user -net nic,model=ne2k_pci

[bearbeiten] PC-BSD 8.0 Hubble Edition

Website: http://www.pcbsd.org
Deutsches Portal: http://www.pcbsd.de
Empfehlung: Standard-PC, 256 MByte RAM, 10 GByte Festplatte.

PC-BSD ist ein freies, quell-offenes Betriebssystem auf der Basis von FreeBSD. Das Projekt hat sich das Ziel gesetzt, ein einfach zu installierendes und einfach zu bedienendes Betriebssystem für Endanwender zu entwickeln. Im Gegensatz zu FreeBSD verwendet PC-BSD eine grafische Installationsroutine und ein grafisches Software-Installationsprogramm mit PC-BSD-Paketen (.pbi). Parallel ist weiterhin das Ports-System von FreeBSD verfügbar. Zur Installation legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 pcbsd.img 10G

Jetzt startet man die virtuelle Maschine.

Host ~$ qemu -hda pcbsd.img -cdrom PCBSD8.0-x86-bootonly.iso \
        -boot d -m 256 -usb -soundhw all

PC-BSD 8.0 besitzt einen neuen Installer, mit dem sich wahlweise FreeBSD und PC-BSD installieren lassen. Zuerst werden die Sprache, die Tastatur und die Zeitzone ausgewählt. Danach ist die Installations-Variante, Desktop oder Server, auszuwählen. Weiterhin ist die Installations-Methode Aus dem Netzwerk installieren festzulegen. Dazu wird die Netzwerkeinstellung abgefragt. Hier sind die Vorgaben (RealtTek 8029, DHCP) zu übernehmen. Für den Installationsserver wird die Default-Vorgabe bestätigt. Im Schritt Systemkonten wird das root-Passwort festgelegt und es lassen sich ein oder mehrere Benutzer-Konten anlegen. Im Schritt Partitionierung wählt man die gesamte Festplatte aus und lässt den Bootloader installieren. Danach werden die Software-Pakete ausgewählt. Anschließend wird das System installiert. Danach ist ein Neustart mit folgenden Optionen notwendig:

Host ~$ qemu pcbsd-hd.img -m 256 -rtc base=localtime -soundhw all

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b pcbsd-hd.img -f qcow2 pcbsd-hd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu pcbsd-hd-01.ovl -m 256 -rtc base=localtime -soundhw all

[bearbeiten] OpenBSD 4.6

Download: http://www.openbsd.org/de/ (cd46.iso)
Empfehlung: Standard-PC, 128 MByte RAM, ab 2 GByte Festplatte.

OpenBSD ist ein 4.4BSD-basiertes Betriebssystem, dass unter der OpenBSD-Lizenz frei verfügbar ist. OpenBSD enthält eine Vielzahl von Sicherheitsfunktionen, die in anderen Betriebssystemen nicht oder nur optional vorhanden sind. Aufgrund der Kryptographie, Sicherheitsverbesserungen, und der integrierten Firewall eignet sich OpenBSD besonders für die Verwendung als Firewall, Intrusion Detection System und VPN-Gateway. Es wird ebenfalls häufig für sichere Web- und andere Server eingesetzt. OpenBSD besitzt einige Eigenarten, die auch vielen Unix-Kennern fremd sind. Für eine schlanke Server-Installation reichen wenige GByte Festplatten-Kapazität.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 openbsd.img 2G

Weiterhin lädt man die Image-Datei von der oben genannten Website herunter.

Host ~$ qemu -hda openbsd.img -cdrom cd46.iso -boot d 

Die Installation wird im Textmodus durchgeführt. Vorgabewerte in eckigen Klammen können durch [Enter] übernommen werden.

(I)nstall, (U)pgrade or (S)hell?                 I
Specify terminal type: [vt220]                   [Enter]

Für die Auswahl der Tastaturbelegung wird de oder none (US-Tastaturbelegung) angegeben.

kbd(8) mapping? ('L' for list) [none]             de
Proceed with install? [no]                        y

IDE-Festplatten werden unter OpenBSD als wd0, wd1 und so weiter bezeichnet.

Available disks are: wd0.
Which one is the root disk? (or done) [wd0]       [Enter]

Man nutzt die gesamte virtuelle Festplatte für OpenBSD, wodurch man sich die Partitionierung mit fdisk erspart.

Do you want to use *all* of wd0 for OpenBSD? [no] y

Unter OpenBSD werden zwei Schichten bei der Partitionierung angewendet. Die untere Schicht ist vergleichbar mit der Partitionierung bei anderen Systemen und ist auch für diese Systeme sichtbar. Die zweite Schicht unterteilt die erste Schicht in weitere individuelle Dateisysteme. Man hat zwar fdisk eingespart, muss dafür im nächsten Schritt mit dem Tool disklabel die OpenBSD-Partition aufteilen.

Initial label editor (enter '?' for help at any prompt)
> ?

Auf der Root-Disk müssen mindestens die Partitionen a und b erzeugt werden. Für das Root-Dateisystem (/) wird hier a und für die Swap-Partition b benutzt. Die Swap-Partition erhält 300 MByte und der Rest geht an das Root-Dateisystem. Diese vereinfachte Partitionierung ist aber für ein sicheres Server-System nicht optimal. Zuerst lässt man sich die Labels (p) in MByte (m) anzeigen.

> p m

Die c-Partition kennzeichnet übrigens die gesamte Festplatte und darf nicht geändert werden. Man löscht erst die Partition a.

> d a

Jetzt legt man die Partition a in der gewünschten Größe neu an.

> a a
offset: [63]        [Enter]
size: [20964762]   20349945
FS type: [4.2BSD]   [Enter]
mount point: [none] /

Danach erzeugt man die Swap-Partition.

> a b
offset: [20350008]  [Enter]
size: [614817]      [Enter]
FS type:            swap

Zur Kontrolle lässt man sich die Labels anzeigen.

> p m

Jetzt beendet man das Programm disklabel.

> q
Write new label?: [y]                                    [Enter]
The next step *DESTROYS* all existing data on these partitions!
Are you really sure that you're ready to proceed?         y

Die Installation wird fortgesetzt und es ist der Hostname festzulegen.

System hostname? (short form, e.g. 'foo'): foo (oder sinnvoller)

Jetzt ist es an der Zeit, das Netzwerk zu konfigurieren.

Configure the network? [yes]                             [Enter]
Which one do you wish to initialize? (or 'done') [ne3]   [Enter]
Symbolic (host) name for ne3? [foo]                      [Enter]
Do you want to change the default media? [no]            [Enter]
IPv4 address for ne3 (or 'none' or 'dhcp')?              dhcp
IPv6 address for fxp0? (or 'rtsol' or 'none') [none]     [Enter]
DNS domain name? (e.g. 'bar.com') [my.domain]            example.com
DNS nameserver? (IP address or 'none') [10.0.2.3]        [Enter]
Use the nameserver now? [yes]                            [Enter]
Default route? (IP address, 'dhcp' or 'none') [dhcp]     [Enter]
Edit hosts with ed? [no]                                 [Enter]
Do you want to do any manual network configuration? [no] [Enter]

Man setzt das Passwort für den Benutzer root.

Password for root account? (will not echo)               *****
Password for root account? (again)                       *****

Für die Installation der Software-Pakete sind die Installationsmedien anzugeben.

Location of sets? (cd disk ftp http or 'done') [cd]     [Enter]
Which one contains the install media? (or 'done') [cd0] [Enter]
Pathname to the sets? (or 'done') [4.1/i386]            [Enter]

Danach sind die Sets auszuwählen. Sets sind Gruppen von Software-Paketen.

[X] bsd.rd
Set name? (or 'done') [done]                            [Enter]
Ready to install sets? [yes]                            [Enter]
Location of sets? (cd disk ftp http or 'done') [cd]     [Enter]

Das CD-Image enthält nicht alle notwendigen Komponenten. Den Rest der Software ist über das Internet zu laden.

Location of sets? (cd disk ftp http or 'done')          ftp
HTTP/FTP proxy URL? [none]                              [Enter]
Display the list of known ftp servers?                  y

Man wählt den nächsten FTP-Server.

Server? (IP address, hostname, list#, 'done' or '?')    27
Using ftp.bytemine.net/pub/OpenBSD Oldenburg, Germany
Does the server support passive mode ftp? [yes]         [Enter]
Server directory? [pub/OpenBSD/4.1/i386]                [Enter]
Login? [anonymous]                                      [Enter]

Es werden Sets zur Auswahl angezeigt. In diesem Beispiel wählt man alle aus.

Set name? (or 'done') [bsd.rd]                          all
Set name? (or 'done') [done]                            [Enter]
Ready to install sets? [yes]                            [Enter]

Ist alles installiert, gibt man done ein.

Location of sets? (cd disk ftp http or 'done')          done

Der SSH-Server sollte gestartet werden. Der NTP-Server wird hier nicht benötigt.

Start sshd(8) by default? [yes]                         [Enter]
Start ntpd(8) by default? [no]                          [Enter]

Eine grafische Benutzeroberfläche ist aktivierbar.

Do you expect to run the X Windows System? [no]         y
Change the default console to com0? [no]                [Enter]

Die Zeitzone ist entsprechend anzugeben.

What timezone you are in? ('?' for list)                MET

Wenn die Installation erfolgreich beendet wurde und der System-Prompt erscheint, ist das System herunterzufahren.

Gast ~# halt

Neu gestartet wird es mit diesen Optionen:

Host ~$ qemu openbsd-hd.img

Nach dem Einloggen als Systemadministrator (root) wird der X-Server mit startx gestartet.

Gast ~# startx

Um Software mit dem Package-Systems zu installieren, ist zuerst das Ports-System zu konfigurieren.

Gast ~# cd /tmp
Gast ~# ftp ftp://ftp.openbsd.org/pub/OpenBSD/4.3/ports.tar.gz
Gast ~# cd /usr
Gast ~# tar xzf /tmp/ports.tar.gz

Es kann dieser Ports-Tree durchsucht werden, zum Beispiel nach dem Browser Firefox.

Gast ~$ cd /usr/ports
Gast ~$ make search key=firefox

Nach dem Wechsel in das angegebene Verzeichnis wird die Installation gestartet.

Gast ~# cd /usr/ports/www/firefox-i18n
Gast ~# make install clean

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b openbsd-hd.img -f qcow2 openbsd-hd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu openbsd-hd-01.ovl

[bearbeiten] NetBSD 5.0.2

Website: http://www.netbsd.org
Empfehlung: Standard-PC, 128 MByte RAM, 5 GByte Festplatte.

NetBSD ist ein Unix der BSD-Familie und wird unter der BSD-Lizenz frei vertrieben. NetBSD ist aufgrund seiner guten Portierbarkeit auf nahezu jedem Computer einsetzbar: Auf Servern, Workstations, Desktop-PCs, Notebooks, PDAs und auf Embedded-Systemen.

[bearbeiten] Installation mit CD-Image

Für eine schlanke Server-Installation reichen wenige GByte Festplatten-Kapazität.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 netbsd.img 5G
Host ~$ wget \ 
        ftp://iso.ee.netbsd.org/pub/NetBSD/iso/5.0.2/i386cd-5.0.2.iso
Host ~$ qemu -hda netbsd.img -cdrom i386cd-5.0.2.iso -boot d \
        -net nic,model=ne2k_isa -net user

Nach der Installation erfolgt der Neustart mit diesen Optionen.

Host ~$ qemu netbsd.img -net nic,model=ne2k_isa -net user

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b netbsd.img -f qcow2 netbsd-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu netbsd-01.ovl -net nic,model=ne2k_isa -net user
[bearbeiten] Mini-Appliance

Download: http://wiki.qemu.org/Download (Small NetBSD Image)

Es kann auch ein Image mit einem installierten Minimal-System verwendet werden.

Host ~$ wget http://nopid.free.fr/small.ffs.bz2
Host ~$ bzip2 -d small.ffs.bz2
Host ~$ qemu small.ffs

[bearbeiten] Solaris 10 – 10/08 (Intel)

Download: http://www.sun.com/software/solaris/get.jsp (nach Registrierung)
Empfehlung: Standard-PC, 512 MByte RAM, 15 GByte Festplatte.

Die Firma Sun Microsystems hat schon über Jahrzehnte Erfahrungen mit Hard- und Software im Serverbereich. Das von Sun Microsystems entwickelte Betriebssystem Solaris basiert auf BSD und ist vor allem in Hochverfügbarkeitssystemen anzutreffen. Seit Januar 2005 gibt es das OpenSolaris-Projekt, das unter der Leitung von Sun Microsystems Quellcode von Solaris als Open-Source veröffentlicht. Zur Installation von Solaris benötigt man eine virtuelle Festplatte.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 solaris10.img 15G

Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu -hda solaris10.img -cdrom solaris10.iso -boot d \ 
        -m 256 -vga std -net nic,model=rtl8139 -net user 

Bei 256 MByte RAM erfolgt die Installation im Textmodus, der unter QEMU/KVM stabiler läuft. Zuerst wird die Sprache ausgewählt, danach ist das Netzwerk zu aktivieren. Das Einschalten von DHCP ist zu empfehlen. Weiter kommt man bei den Installationsschritten jeweils mit der Taste [F2]. In den nachfolgenden Schritten ist IPv6, Kerberos Security und Name Service zu deaktivieren. Es werden die Zeitzone und die Einstellungen für das Land beziehungsweise die Region abgefragt. Das Datum und die Uhrzeit werden festgelegt und es wird nach dem Passwort für den Superuser root gefragt. Die Remote Services können deaktiviert werden. Man wählt den manuellen Wechsel der DVDs und dem manuellen Neustart. Dem Software-Lizenzvertrag ist zuzustimmen und es ist die geografische Region und der Zeichensatz auszuwählen. Das Installationsprogramm fragt nach weiteren zu installierenden Produkten. Diese Optionen deaktiviert man und auch die nachfolgende Abfrage nach dem Installationsort ist mit None zu beantworten. Die Taste [F4] legt das Layout der Partitionierung fest. Man wählt die automatische Partitionierung mit Autolayout aus. Für einen Servereinsatz ist eine angepasste Partitionierung zu empfehlen. Die Frage nach dem Einhängen von Software von einem entfernten Rechner verneint man dagegen. Die Softwarepakete werden anschließend installiert. Nach dem Ende der Installation wird die virtuelle Maschine mit den folgenden Optionen gestartet.

Host ~$ qemu solaris10.img -m 256 -usb -soundhw all \
        -net nic,model=rtl8139 -net user 

Nach dem Einloggen wird man nach dem gewünschten Desktop (CDE oder Java) gefragt. Der Java-Desktop basiert auf Gnome. Software-Pakete sind von mehreren Quellen installierbar, zum Beispiel http://www.sunfreeware.com, http://www.opensolaris.org und http://www.blastwave.org. Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b solaris10.img -f qcow2 solaris10-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu solaris10-01.ovl -m 256 -usb -soundhw all \
        -net nic,model=rtl8139 -net user 

Solaris bringt mit den Solaris-Zones bereits eine eigene Virtualisierungslösung auf Betriebssystemebene mit, die auch in einer virtuellen Maschine unter QEMU einsetzbar ist.

[bearbeiten] Nexenta 2.0

Website: http://www.nexenta.org
Empfehlung: Standard-PC, 512 MByte RAM, 10 GByte Festplatte.

Nexenta basiert auf einem Solaris-Kernel. Die Software-Pakete werden mit dem komfortablen Debian-Paketsystem verwaltet. Als Basis für das System nutzt Nexenta Debian GNU/Linux und Ubuntu.

Host ~$ wget http://www.nexenta.org/releases/nexenta-core-platform_2.0-b104_x86.iso.zip
Host ~$ unzip nexenta-core-platform_2.0-b104_x86.iso.zip
Host ~$ qemu-img create -f qcow2 nexenta.img 10G
Host ~$ qemu -hda nexenta.img \ 
        -cdrom nexenta-core-platform_2.0-b104_x86.iso -boot d -m 512

Nach der Installation erfolgt der Neustart mit diesen Optionen.

Host ~$ qemu nexenta.img -m 512

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b nexenta.img -f qcow2 nexenta-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu nexenta-01.ovl -m 512

[bearbeiten] Darwin 8.01 (Intel)

Download: http://www.opensource.apple.com/static/iso/
http://developer.apple.com/Darwin/

Darwin basiert auf BSD und einem Mach-Kernel und bildet die Grundlage für Mac OS X. Darwin ist OpenSource (Apple Public Source License). Beim Hybridkernel XNU versucht man die Vorteile eines monolithischen Kernels mit den Vorteilen eines Mikrokernels zu verbinden. Darwin wurde für PPC-, x86-Prozessoren und ARM-Prozessoren portiert. Alle Programme für Darwin laufen auch auf Mac OS X. Für Mac OS X entwickelte Programme sind nicht unbedingt auf Darwin lauffähig. Zur Installation legt man eine virtuelle Festplatte an.

Host ~$ qemu-img create -f qcow2 darwin.img 10G

Weiterhin lädt man die Image-Datei herunter und entpackt diese.

Host ~$ wget \
http://www.opensource.apple.com/static/iso/darwinx86-801.iso.gz
Host ~$ gunzip darwinx86-801.iso.gz

Bei der Installation von Darwin ist kvm beziehungsweise kqemu zu deaktivieren. Man startet die virtuelle Maschine mit folgenden Optionen.

Host ~$ qemu -hda darwin.img -cdrom darwinx86-801.iso -boot d

Die Installation wird im Textmodus durchgeführt. Zu beachten ist die englische Tastatur. Zuerst wird die Festplatte partitioniert und formatiert.

The following devices are available for installation:
1. QEMU HARDDISK @ disk0 (10.0GB)
Enter 'shell' to drop into a shell
Which device would you like to install Darwin onto?      1
For partitioning the disk, you have the following choices:
1) Auto-partition the disk (Destroy alls disk contents)
2) Manually partition the disk using fdisk
Choice:                                                  2
Would you like to initialize the partition table? [y]    y
Enter 'help' for information
fdisk:*1>                                                auto hfs
fdisk:*1>                                                update
fdisk:*1>                                                write
fdisk:*1>                                                quit
The following partitions are available:
/dev/disk0s1
Wich will be the root partition?
                                                         /dev/disk0s1
Would you like to do a clean install? (yes/no)           yes
Desired Volumename:                                      darwin
...
Press enter to reboot                                    Return

Nach dem Neustart die angelegte Partition formatiert und das System installiert.

The following devices are available for installation:
1. QEMU HARDDISK @ disk0 (10.0GB)
Enter 'shell' to drop into a shell
Which device would you like to install Darwin onto?      1
For partitioning the disk, you have the following choices:
1) Auto-partition the disk (Destroy alls disk contents)
2) Manually partition the disk using fdisk
3) Use existing partitions
Choice:                                                  3
The following partitions are available:
/dev/disk0s1
Wich will be the root partition?
                                                         /dev/disk0s1
Using
 hfs) HFS+ (journaled) filesystem
 ufs) UFS filesystem
Filesystem type:                                         hfs
Would you like to do a clean install? (yes/no)           yes
Desired Vulumename:                                      darwin

Nach dem Kopieren Software-Pakete wird das Password für den Benutzer root festgelegt. Anschließend ist der Rechnername anzugeben. Weiterhin kann ein weiterer Benutzer angelegt werden. Danach ist ein Neustart mit folgenden Optionen notwendig.

Host ~$ qemu darwin.img -rtc base=localtime   \
        -net nic,vlan=0,model=rtl8139 -net user  

Es ist zu empfehlen, nach der Installation und Konfiguration die virtuelle Maschine herunterzufahren und ein oder mehrere Overlay-Dateien anzulegen, um das Basis-Image vor Änderungen zu schützen.

Host ~$ qemu-img create -b darwin.img -f qcow2 darwin-01.ovl

Gestartet wird von der Overlay-Datei mit folgenden Optionen:

Host ~$ qemu darwin-01.ovl -rtc base=localtime   \
        -net nic,vlan=0,model=rtl8139 -net user  

[bearbeiten] Links


<<<|###| >>>

Von „http://qemu-buch.de/de/index.php/QEMU-KVM-Buch/_Gast-Systeme/_x86-Architektur/_BSD-Unix-Systeme

Diese Seite wurde bisher 4.111 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 7. März 2010 um 15:22 Uhr geändert. Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.


Finden

Blättern

News

Deutsch
Weitersagen
Bestellen
Tipps für Autoren
Autoren
Impressum


English
Order
Recommendation
The Authors
Contact



Letzte Änderungen
Twitter


Ändern
Seite bearbeiten
Bearbeitungshilfe
Seitenoptionen
Diskussion
Kommentar hinzufügen
Druckversion
Seitendaten
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Kontakt
Mehr …