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libvirt, virsh, virt-manager, virt-install, virt-clone, Manpage, cloude computing

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Das Tool virt-viewer.
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Der Virtual Machine Manager.
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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] libvirt

Website: http://libvirt.org

Bei der Bibliothek libvirt werden Host-Systeme als Nodes und Gast-Systeme als Domains bezeichnet.

[bearbeiten] virsh

[bearbeiten] Name

virsh – Benutzerschnittstelle für das Management

[bearbeiten] Synopsis
~# virsh subcommand [args]
[bearbeiten] Beschreibung

Das Programm virsh ist die allgemeine Benutzerschnittstelle zum Managen von Gast-Domains. Das Programm ermöglicht das Anlegen, Pausieren und Herunterfahren der Domains. Weiterhin lassen sich aktuelle Domains auflisten. Die Bibliothek libvirt ist ein in der Sprache C geschriebenes Toolkit. Es unterstützt Interaktionen zwischen Virtualisierungslösungen aktueller Linux-Versionen und anderer Betriebssysteme. Die Open Source-Software libvirt steht unter der GNU Lesser General Public License. Virtualisierung von Linux-Betriebssystemen ist die Fähigkeit gleichzeitig mehrere Instanzen eines Betriebssystems auf einer Hardware zu betreiben, wobei die Ressourcen von einer Linux-Instanz gesteuert werden. Das Ziel der Bibliothek libvirt ist die Realisierung einer Standard-API für XEN, QEMU, KVM, VMware ESX, VMware-Server, VirtualBox und anderer Virtualisierungslösungen. Die allgemeine Syntax ist:

~# virsh command domain-id [OPTIONS]

Für command ist einer der unten aufgelisteten Befehle einzusetzen. Mit domain-id ist die interne numerische ID oder der Name der Domain gemeint. In Abhängigkeit vom Befehl werden bestimmte Optionen mit OPTIONS angegeben. Es gibt einige Ausnahmen von dieser Syntax bei speziellen Befehlen. Dies sind Befehle, die alle Domains verwalten, die die Host-Maschine steuern und die den Hypervisor betreffen. Dem Programm virsh kann mit command genau ein Befehl auf der Kommandozeile zur Ausführung übergeben werden. Wird kein Befehl angegeben, wird ein Interpreter gestartet. In der Shell dieses Interpreters werden virsh-Befehle eingegeben. Beendet wird der Interpreter mit dem Befehl quit.

[bearbeiten] Anmerkungen

Alle virsh-Operationen basieren auf der Bibliothek libvirt. Diese Bibliothek reicht die virsh-Befehle an xend, qemu oder andere Virtualisierungslösungen mit libvirt-Support weiter. Dazu ist libvirtd zu starten. Dies erfolgt üblicherweise mit dem Befehl /etc/init.d/libvirt-bin start.

Die meisten virsh-Befehle erfordern root-Privilegien für die Kommunikation mit dem Hypervisor. Weiterhin arbeiten die meisten virsh-Befehle asynchron. Das heißt, gibt der Befehl die Shell des Interpreters wieder frei, ist die damit verbundene Aktion nicht zwangsläufig beendet. Zu berücksichtigen sind Ausführungszeiten von mindestens 30 Sekunden bei vielen Operationen mit Domains, wie zum Beispiel das Anlegen und Herunterfahren. Der virsh-Befehl list zeigt den Zustand der Befehlsabarbeitung an. Durch erneuten Aufruf wird die Anzeige aktualisiert.

[bearbeiten] Allgemeine Befehle

Die folgenden Befehle werden nicht für eine spezielle Domain angewendet.

virsh # help [command]

Der Befehl help gibt eine kurze Information über alle Befehle aus. Mit help command wird eine ausführliche Hilfe zu dem angegebenen Befehl command ausgegeben.

virsh # quit 

Beendet das interaktive Terminal.

virsh # version 

Informiert über die beim Build verwendeten Versionen. Beispiel:

     ~# virsh version
     Connecting to uri: qemu:///session
     Kompiliert gegen die Bibliothek: libvirt 1.0.2
     Verwende Bibliothek: libvir 1.0.2
     Verwende API: QEMU 1.4
     Laufender Hypervisor: QEMU 1.4
virsh # cd [directory]

Ändert den Pfad des aktuellen Verzeichnisses. Das Default-Verzeichnis ist das Home-Verzeichnis. Ist die Variable HOME nicht definiert, ist das Default-Verzeichnis das Haupt-Verzeichnis. Dieser Befehl steht nur im interaktiven Modus zur Verfügung.

virsh # pwd

Zeigt den Pfad des aktuellen Verzeichnisses an.

virsh # connect URI [--readonly] 

Stellt eine Verbindung zu dem angegebenen Hypervisor (wieder) her. Die Option --readonly ermöglicht eine schreibgeschützte Verbindung. Über den Parameter URI wird diesem internen Befehl die Verbindung zum Hypervisor vorgegeben. Die Dokumentationen unter der URL http://libvirt.org/uri.html und http://libvirt.org/drivers.html listen die unterstützten Werte auf. Oft werden folgende URIs verwendet:

     test:///default
Mit diesem URI verbindet man sich mit dem lokalen Dummy-Hypervisor (http://libvirt.org/drvtest.html). Dieser simuliert eine laufende Domain. Es ist zu empfehlen die ersten virsh-Befehle an diesem Fake-Hypervisor auszuprobieren.
     qemu:///session 
Mit diesem URI verbindet man sich als normaler Benutzer mit dem lokalen QEMU-Hypervisor (Verbindungstyp session).
     qemu+unix:///session
Mit diesem URI verbindet man sich als normaler Benutzer mit dem lokalen QEMU-Hypervisor (Verbindungstyp session).
     qemu:///system 
Mit dieser URI verbindet man sich als Benutzer root mit dem lokalen QEMU-Hypervisor (Verbindungstyp system).
     qemu+unix:///system
Mit diesem URI verbindet man sich als Benutzer root mit dem lokalen QEMU-Hypervisor (Verbindungstyp system).
     qemu+ssh://root@example.com/system  
Mit diesem URI verbindet man sich mit einem QEMU-Hypervisor auf dem Node example.com. Die Verbindung erfolgt durch einen SSH-Tunnel.
     xen:/// 
Mit diesem URI verbindet man sich mit dem lokalen Xen-Hypervisor. Dies ist die Default-Einstellung.
     vbox:///session
Mit diesem URI verbindet man sich als normaler Benutzer mit dem lokalen VirtualBox-Hypervisor.
     esx://example.com/?no_verify=1     
Mit diesem URI verbindet man sich als Benutzer root mit einem ESX-Hypervisor auf dem Node example.com. Es wird das HTTPS-Protokoll angewendet aber das Zertifikat nicht verifiziert.
     gsx://example.com
Mit diesem URI verbindet man sich als Benutzer root mit einem VMware-Server.
virsh # uri 

Der Befehl uri gibt den kanonisierte URI des Hypervisors aus.

virsh # hostname 

Der Befehl hostname zeigt den Hypervisor-Hostname an.

virsh # nodeinfo 

Zeigt Informationen über den Node an. Dazu gehören die Anzahl und der Typ der CPUs sowie die Größe des Arbeitsspeichers.

virsh # capabilities 

Gibt ein XML-Dokument aus, welches die Eigenschaften des aktuell verbundenen Hypervisors beschreibt. Dieses XML-Dokument beinhaltet auch Abschnitte über Fähigkeiten des Host-Systems und ein Satz von Beschreibungen für jedes unterstützte Gast-System. Eine ausführliche Beschreibung findet man unter der URL http://libvirt.org/formatcaps.html. Zur Ermittlung des KVM-Hypervisors überprüft der entsprechende Treiber von libvirt das Verzeichnis /usr/bin nach den QEMU-Binaries und das Device /dev/kvm.

virsh # list [--inactive|--all] 

Listet Informationen über die Domains auf. Wird kein Domain-Name angegeben, werden Informationen über alle aktiven Domains ausgegeben. Mit --inactive werden alle inaktiven Domains aufgelistet. Mit --all werden Informationen für alle Domains gezeigt. Hier ein Beispiel:

     virsh # virsh list 
     Id Name                State 
     ------------------------------ 
     0 Domain-0             running
     2 fedora               paused
In der Spalte ID werden die numerische IDs der Domains ausgegeben. Unter Name erscheinen die Namen der Domains. Unter State werden die Zustände der Domains aufgelistet. Es gibt sechs Zustände:
     r - running 
Die Domain läuft zur Zeit.
     b - blocked 
Die Domain ist blockiert. Das heißt, sie läuft nicht und kann nicht gestartet werden. Möglicherweise wartet die Domain auf Ein- beziehungsweise Ausgaben (ein typischer Fall) oder die Domain ist in den Schlafzustand gewechselt, da sie nichts weiter zu tun hat.
     p - paused 
Die Domain pausiert nach dem Befehl xm pause. In diesem Zustand verbraucht sie weiterhin Ressourcen, wie zum Beispiel Arbeitsspeicher. Der Hypervisor kann diese Domain nicht beim Scheduling berücksichtigen.
     s - shutdown 
Die Domain fährt gerade herunter. Das heißt, das Gast-System hat bereits das Signal zum kontrollierten Herunterfahren erhalten, ist aber noch im Prozess des Herunterfahrens.
     c - crashed 
Die Domain ist abgestürzt. Normalerweise tritt dieser Zustand auf, wenn die Domain konfiguriert ist, dass sie nach einem Crash nicht neu startet (siehe auch xmdomain.cfg).
     d - dying 
Die Domain ist im Prozess des Sterbens. Sie ist aber nicht vollständig herunter gefahren oder abgestürzt.
virsh # freecell [cellno] 

Der Befehl freecell zeigt den verfügbaren freien Speicher für die NUMA-Zelle (Non-Uniform Memory Architektur) an. Mit cellno kann die Nummer der NUMA-Zelle vorgegeben werden.

virsh # cpu-compare file 

Vergleicht eine Host-CPU mit einer in der XML-Datei file beschriebenen CPU.

[bearbeiten] Befehle zur Verwaltung von Domains

Die folgenden Befehle manipulieren die Domains direkt. Die meisten Befehle benötigen als ersten Parameter die domain-id. Die domain-id wird als Zahl (Short Integer), Name oder vollständige UUID angegeben.

virsh # autostart [--disable domain-id] 

Konfiguriert die Domain, dass sie automatisch beim Start des Host-Systems gestartet wird. Die Option --disable deaktiviert den automatischen Start.

virsh # console domain-id 

Verbindet die virtuelle Konsole zum Gast-System.

virsh # create file 

Startet eine Domain mit Hilfe der XML-Konfigurationsdatei file. Dieser Befehl startet die in der Datei konfigurierte Domain, speichert aber die Konfiguration nicht in diese Datei. Die Konfiguration der Domain geht verloren, wenn die Domain herunter gefahren wird. Die XML-Datei für virsh create muss der XML-Datei entsprechen, die mit dem Befehl dumpxml generiert wurde.

virsh # define file  

Definiert eine Domain mit Hilfe der XML-Konfigurationsdatei file. Die Domain wird generiert aber nicht gestartet. Im Gegensatz zu dem Befehl virsh create wird die Konfiguration persistent gespeichert bis der Befehl undefine angewendet wird.

virsh # destroy domain-id 

Beendet sofort die Domain domain-id. Dabei hat die Domain keine Chance zu reagieren und das Gast-System wird nicht ordentlich beendet. Dies entspricht dem Ziehen des Stromkabels bei einer realen Maschine. In dem meisten Fällen ist es besser den Befehl shutdown anzuwenden.

virsh # domblkstat domain-id device 

Der Befehl domblkstat ruft Statistiken über ein Block-Device einer laufenden Domain ab. Mit domain-id wird der Domain-Name, die ID oder die UUID angegeben. Mit device wird das Block-Device gekennzeichnet.

virsh # domifstat domain-id interface 

Der Befehl domifstat ruft Statistiken über ein Netzwerk-Interface einer laufenden Domain ab. Mit domain-id wird der Domain-Name, die ID oder die UUID angegeben. Mit interface wird die Netzwerkschnittstelle gekennzeichnet.

virsh # dominfo domain-id 

Gibt eine kurze Information über die Domain aus.

virsh # domuuid domain-id 

Konvertiert einen Domain-Namen oder eine Domain-ID in eine Domain-UUID.

virsh # domid domain-name 

Konvertiert einen Domain-Namen in eine Domain-ID unter Verwendung des internen Mappings der Bibliothek libvirt.

virsh # domname domain-id 

Konvertiert eine Domain-ID in einen Domain-Namen.

virsh # domstate domain-id 

Gibt den Status einer laufenden Domain aus.

virsh # dump domain-id file 

Der Befehl dump schreibt ein Dump des Domain-Kerns zu Analysezwecken in die Datei file. Für domain-id ist der Domain-Name, ID oder UUID anzugeben.

virsh # dumpxml domain-id interface 

Gibt ein Dump der Domain-Konfiguration als XML-Datei auf die Standard-Ausgabe aus. Die XML-Datei kann für die Befehle create und define verwendet werden.

virsh # edit domain-id 

Mit dem Befehl edit bearbeitet man die XML-Konfigurationsdatei einer Domain. Mit domain-id wird der Domain-Name, die ID oder die UUID angegeben. Der gewünschte Editor wird mit der Umgebungsvariable $EDITOR vorgegeben. Der Befehl edit entspricht der folgenden Befehlsfolge:

     ~# virsh dumpxml domain > domain.xml
     ~# edit domain.xml
     ~# virsh define domain.xml
virsh # migrate [--live] domain desturi [migrateuri] [dname] 

Der Befehl migrate verschiebt eine Domain auf einen anderen Host. Mit --live wird die Live-Migration erzwungen. Mit domain wird der Domain-Name, die ID oder die UUID angegeben. Die URI des Ziel-Hosts wird mit desturi adressiert. Optional kann mit migrateuri die Migrations-URI definiert werden. Unterstützt der Hypervisor das Umbenennen der Domain bei der Migration, kann der neue Name mit dname vorgegeben werden.

virsh # reboot domain-id 

Startet eine Domain neu. Dies entspricht dem Befehl reboot in der Konsole des Gast-Systems.

virsh # restore state-file  

Stellt den Zustand einer Domain aus der mit virsh save angelegten Datei wieder her (siehe Befehl save).

virsh # save domain-id state-file 

Sichert den Zustand einer laufenden Domain in eine Datei. Dieser Zustand kann später mit dem Befehl virsh restore wieder hergestellt werden. Nach dem Sichern läuft die Domain nicht mehr weiter und der ihr zugewiesene Arbeitsspeicher kann von anderen Domains genutzt werden. Dies entspricht etwa dem Versetzen einer realen Maschine in den Ruhezustand mit ähnlichen Einschränkungen, wie zum Beispiel Time-Outs bei offenen Netzwerkverbindungen.

virsh # schedinfo domain-id [--set parameter=value] \
[--weight number][--cap number]

Mit dem Befehl schedinfo werden Scheduler-Parameter angezeigt oder gesetzt.

     domain-id
Domainname, ID oder UUID.
     --set parameter=value
Der Parameter wird als Wert übergeben.
     --weight number
Gewicht für XEN_CREDIT.
     --cap number
Cap für XEN_CREDIT.
virsh # setmem domain-id kilobytes  

Ändert sofort die aktuelle Speicherzuweisung für das Gast-System. Die Speicherzuweisung wird in Kilobytes angegeben.

virsh # setmaxmem domain-id kilobytes  

Ändert die maximale Speicherzuweisung für das Gast-System. Dieser Wert hat keinen Einfluss auf die aktuelle Speichernutzung. Die maximale Speicherzuweisung wird in Kilobytes angegeben.

virsh # setvcpus domain-id count 

Ändert die Anzahl der virtuellen, aktiven CPUs (count) für das Gast-System. Der Wert für count kann begrenzt sein durch den Host, den Hypervisor oder die originale Beschreibung der Domain.

virsh # shutdown domain-id 

Gibt dem Gast-System das Signal für das korrekte Herunterfahren. Das Gast-System muss dieses Signal richtig auswerten können, um einen korrekten Shutdown einzuleiten. Es gibt daher keine Garantie, dass das Herunterfahren ordnungsgemäß erfolgt. Weiterhin benötigen unterschiedliche Gast-Systeme unterschiedliche Zeiten für das Herunterfahren der Dienste. Für ein Xen-Gast-System wird mit dem Parameter on_shutdown in der XML-Datei der Domain das Verhalten bei Neustart festgelegt.

virsh # start domain-id 

Der Befehl start startet die definierte, inaktive Domain domain-id.

virsh # suspend domain-id 

Friert eine laufende Domain ein. Der zugewiesene Arbeitsspeicher bleibt erhalten aber der Hypervisor berücksichtigt diese Domain beim Scheduling nicht mehr. Mit dem Befehl resume wird die Domain wieder aufgetaut.

virsh # resume domain-id 

Beendet den eingefrorenen Zustand der Domain. Der Hypervisor berücksichtigt diese Domain wieder beim Scheduling.

virsh # ttyconsole domain-id 

Der Befehl ttyconsole gibt das Gerät für die TTY-Konsole aus. Für domain-id ist der Domain-Name, ID oder UUID anzugeben.

virsh # undefine domain-id 

Löscht die Konfiguration einer inaktiven Domain. Da die Domain nicht läuft, ist der Domain-Name oder die UUID für domain-id zu verwenden.

virsh # vcpuinfo domain-id 

Gib eine Kurzinformation über die virtuellen CPUs der Domain aus. Dazu gehören Angaben über die Anzahl der CPUs, die Laufzeit und die Zugehörigkeiten zu den physikalischen CPUs.

virsh # vcpupin domain-id vcpu cpulist 

Ordnet die virtuellen CPUs (vcpu) den physikalischen CPUs des Host-Systems zu. Der Parameter vcpu muss angegebenen werden. cpulist ist eine Liste von physikalischen CPU-Nummern, die jeweils mit einem Komma getrennt sind.

virsh # vncdisplay domain-id 

Zeigt die IP-Adresse und die Port-Nummer des VNC-Displays an. Stehen diese Informationen nicht zur Verfügung, wird ein Exit-Code von 1 ausgegeben.

virsh # domxml-from-native format config  

Konvertiert eine native Gast-Konfiguration in eine XML-Domain-Konfiguration. Das Quell-Format wird mit format angegeben. Für die Umwandlung von QEMU-Optionen ist qemu-argv einzusetzen. Die Konfigurationsdaten definiert man mit config. Damit lassen sich QEMU-Optionen in eine entsprechende XML-Konfigurationsdatei für libvirt umwandeln. Hier ein einfaches Beispiel:

     Host ~$ echo "/usr/bin/qemu -hda Platte.img" > q.txt
     Host ~$ virsh domxml-from-native qemu-argv q.txt
virsh # domxml-to-native format xml 

Konvertiert eine XML-Domain-Konfiguration in eine native Gast-Konfiguration. Das Ziel-Format wird mit format und die XML-Datei mit xml definiert. Damit lassen sich die Einstellungen einer XML-Konfigurationsdatei in die entsprechenden QEMU-Optionen umwandeln.

[bearbeiten] Befehle zur Verwaltung von Devices

Mit den folgenden Befehlen werden die zu den Domains zugehörigen Devices manipuliert. Die domain-id wird als Zahl (Short Integer), Name oder vollständige UUID angegeben. Eine Dokumentation der möglichen Werte und Formate findet man unter der URL http://libvirt.org/format.html (Abschnitt Device).

virsh # attach-device domain-id file 

Fügt ein Device der Domain hinzu. Dabei wird die Device-Definition einer XML-Datei entnommen (siehe Dokumentation über das libvirt-XML-Format).

virsh # attach-disk domain-id source target [--driver driver] \ 
        [--subdriver subdriver] [--type type] [--mode mode]

Fügt ein neues Disk-Device der Domain hinzu. Die Optionen source und target sind Pfade zu den Dateien und Devices. Für driver kann man file, tap oder phy einsetzten. Dies ist Abhängig von der Art des Zugriffs. Für type verwendet man alternativ zum Default-Wert disk die Werte cdrom oder floppy. mode wird readonly oder shareable gesetzt.

virsh # attach-interface domain-id type source [--target target] \ 
        [--mac mac][--script script] 

Fügt ein neues Netzwerk-Interface der Domain hinzu. Für type wird entweder network (physikalische Netzwerk-Device) oder bridge (Bridge-Device) eingesetzt. Die Option source definiert das Quell-Device und mit target wird das Ziel-Device in dem Gast-System angegeben. Mit mac wird eine Mac-Adresse für das Netzwerk-Interface vorgegeben. Mit der Option script ist es möglich ein Pfad zu einer Script-Datei anzugeben. Damit lässt sich, im Gegensatz zur Default-Bridge, eine eigene Bridge konfigurieren.

virsh # detach-device domain-id file 

Entfernt ein Device von der Domain. Die XML-Definitionen entsprechen denen des Befehls attach-device.

virsh # detach-disk domain-id target 

Entfernt ein Disk-Device von der Domain. Für target ist das Device einzusetzen, welches man von der Domain aus sieht.

virsh # detach-interface domain-id type  [--mac mac] 

Entfernt ein Netzwerk-Interface von der Domain. Für type wird entweder network (physikalische Netzwerk-Device) oder bridge (Bridge-Device) eingesetzt. Die Option source definiert das Quell-Device und mit target wird das Ziel-Device in dem Gast-System angegeben. Bei mehreren Netzwerk-Interfaces ist es zu empfehlen, mit der Option mac die Mac-Adresse zur eindeutigen Identifizierung des Interfaces vorzugeben.

virsh # nodedev-create file 

Generiert ein Device auf dem physikalischen Host (Node) mit den Angaben aus der XML-Konfigurationsdatei. Dieses Device kann einer virtuellen Maschine zugeordnet werden. Die XML-Konfigurationsdatei wird mit file angegeben.

virsh # nodedev-destroy name  

Löscht das Device name auf dem physikalischen Host (Node).

[bearbeiten] Befehle zur Verwaltung von Host-Devices
virsh # nodedev-list [--cap string] 

Der Befehl nodedev-list zählt die Devices auf diesen Host auf. Mit --cap wird der Funktionsname vorgegeben.

virsh # nodedev-dumpxml device 

Der Befehl nodedev-dumpxml gibt Informationen über das Node-Device in XML-Form auf die Standard-Ausgabe aus. Mit device wird der Device-Schlüssel angegeben.

virsh # nodedev-dettach device 

Der Befehl nodedev-dettach entfernt einen Device-Treiber von einem Node-Device, bevor dieses einer Domain zugewiesen wird. Mit device wird der Device-Schlüssel angegeben.

virsh # nodedev-reattach device 

Der Befehl nodedev-reattach fügt ein Device-Treiber einem Node-Device hinzu, bevor dieses einer Domain zugewiesen wird. Mit device wird der Device-Schlüssel angegeben.

virsh # nodedev-reset device 

Der Befehl nodedev-reset setzt das Node-Device zurück, bevor oder nach dem dieses einer Domain zugewiesen wird. Mit device wird der Device-Schlüssel angegeben.

[bearbeiten] Befehle zur Verwaltung von Storage-Pools
virsh # find-storage-pool-sources type [srcSpec] 

Der Befehl find-storage-pool-sources ermittelt potentielle Quellen für Storage-Pools. Die Ausgabe erfolgt als XML-Datei. Mit type wird die Art der zu suchenden Quellen vorgegeben. Optional kann mit srcSpec eine XML-Datei für die Suche angegeben werden.

virsh # find-storage-pool-sources-as type [host] [port] 

Der Befehl find-storage-pool-sources-as findet potentielle Quellen für Storage-Pools. Die Ausgabe erfolgt als XML-Datei. Mit type wird die Art der zu suchenden Quellen vorgegeben. Optional kann mit host ein bestimmter Host und dessen Port port untersucht werden.

virsh # pool-autostart pool [--disable] 

Konfiguriert den Pool, dass dieser automatisch beim Start des Host-Systems gestartet wird. Die Option --disable deaktiviert den automatischen Start. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-build pool 

Der Befehl pool-build legt einen neuen Pool an. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-create file 

Der Befehl pool-create generiert einen Pool mit den Einstellungen aus der XML-Datei file.

virsh # pool-create-as name [--print-xml] type \ 
        [source-host] [source-path] [source-dev] [source-name] \
        [target] 

Der Befehl pool-create-as generiert einen Pool mit den Vorgaben der Optionen.

     name
Name des neuen Pools.
     --print-xml
Gibt die XML-Konfiguration aus. Der Pool wird weder definiert noch generiert.
     type
Typ des neuen Pools.
     source-host
Quell-Host für den zugrunde liegenden Storage.
     source-path
Quell-Pfad für den zugrunde liegenden Storage.
     source-dev
Quell-Device für den zugrunde liegenden Storage.
     source-name
Quell-Namen für den zugrunde liegenden Storage.
     target
Ziel für den zugrunde liegenden Storage.
virsh # pool-define file 

Der Befehl pool-define definiert ein Pool aus der XML-Datei file. Der Pool wird nicht gestartet.

virsh # pool-define-as name [--print-xml] type \
        [source-host] [source-path] [source-dev] [source-name] \
        [target] 

Der Befehl pool-define-as definiert einen Pool mit den Vorgaben der Optionen. Der Pool wird nicht gestartet.

     name
Name des neuen Pools.
     --print-xml
Gibt die XML-Konfiguration aus. Der Pool wird weder definiert noch generiert.
     type
Typ des neuen Pools.
     source-host
Quell-Host für den zugrunde liegenden Storage.
     source-path
Quell-Pfad für den zugrunde liegenden Storage.
     source-dev
Quell-Device für den zugrunde liegenden Storage.
     source-name
Quell-Namen für den zugrunde liegenden Storage.
     target
Ziel für den zugrunde liegenden Storage.
virsh # pool-destroy pool 

Der Befehl pool-destroy zerstört einen Pool. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-delete pool 

Der Befehl pool-delete löscht einen Pool. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-dumpxml pool 

Der Befehl pool-dumpxml gibt Informationen eines Pools als XML-Datei auf der Standard-Ausgabe aus. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-edit pool 

Mit dem Befehl pool-edit bearbeitet man die XML-Datei eines Storage-Pools. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-info pool 

Der Befehl pool-info informiert über einen Storage-Pool. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-list [--inactive] [--all] 

Der Befehl pool-list gibt eine Liste der aktiven Pools aus. Mit --inactive werden alle inaktiven Pools aufgelistet. Mit --all werden Informationen über alle Pools ausgegeben.

virsh # pool-name pool 

Der Befehl pool-name konvertiert eine Pool-UUID in einen Pool-Namen.

virsh # pool-refresh pool 

Der Befehl pool-refresh aktualisiert einen Pool. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-start pool 

Der Befehl pool-start aktiviert den vorher definierten aber inaktiven Pool mit dem Namen pool.

virsh # pool-undefine pool 

Der Befehl pool-undefine löscht die Konfiguration eines inaktiven Pools. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # pool-uuid pool 

Der Befehl pool-uuid konvertiert ein Pool-Namen in eine Netzwerk-UUID.

[bearbeiten] Befehle zur Verwaltung von virtuellen Datenträgern
virsh # vol-create pool file 

Der Befehl vol-create generiert einen Datenträger mit dem Namen pool aus den Einstellungen der XML-Datei file.

virsh # vol-create-as pool name capacity [--allocation string] \
        [--format string] 

Der Befehl vol-create-as generiert einen Datenträger mit den Vorgaben der Optionen.

     pool
Name des Pools.
     name
Name des Datenträger.
     capacity
Kapazität des Datenträgers. Optional können die Suffixe k (kByte), M (MByte), G (GByte) und T (TByte) angegeben werden.
     --allocation string
Initial zugeteilte Größe des Datenträgers. Optional können die Suffixe k (kByte), M (MByte), G (GByte) und T (TByte) angegeben werden.
     --format raw|bochs|qcow|qcow2|vmdk
Gibt das Image-Format vor.
virsh # vol-delete [--pool string] vol 

Der Befehl vol-delete löscht ein Datenträger. Für pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben. Mit vol wird der Volume-Name, Schlüssel oder Pfad definiert.

virsh # vol-dumpxml [--pool string] vol 

Der Befehl vol-dumpxml gibt Informationen über das Volume vol als XML-Dump auf die Standard-Ausgabe aus. Hinter --pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # vol-info [--pool string] vol 

Der Befehl vol-info gibt Informationen über das Volume vol aus. Hinter --pool ist der Pool-Name oder die UUID anzugeben.

virsh # vol-list pool  

Der Befehl vol-list listet die Volumina des Pools pool auf.

virsh # vol-path [--pool string] vol 

Der Befehl vol-path konvertiert eine Volume-UUID, einen Volume-Name oder einen Volume-Schlüssel in einen Volume-Pfad.

virsh # vol-name vol 

Der Befehl vol-name konvertiert eine Volume-UUID, Volume-Schlüssel oder Volume-Pfad in einen Volume-Namen.

virsh # vol-key vol 

Der Befehl vol-key konvertiert eine Volume-UUID in einen Volumen-Schlüssel.

virsh # vol-create-from pool file [--inputpool string] vol 

Generiert ein Volume. Dabei wird ein bestehendes Volume als Vorlage verwendet. Mit pool wird der Pool-Name angegeben. file definiert die XML-Konfigurationsdatei. Optional kann mit --inputpool ein Name oder eine UUDI eines Eingabe-Pools vorgegeben werden. Mit vol wird das Eingabe-Volume oder ein Schlüssel vorgegeben.

virsh # vol-clone [--pool <string>] vol newname 

Klont ein Volume. Mit vol wird das Quell-Volume oder Schlüssel angegeben. Das Ziel wird mit newname angebenen. Optional kann mit --pool ein Name oder eine UUDI eines Pools vorgegeben werden.

[bearbeiten] Befehle zur Verwaltung von virtuellen Netzwerken

Mit den folgenden Befehlen werden virtuelle Netzwerke manipuliert. Die Bibliothek libvirt unterstützt das Definieren von virtuellen Netzwerken, die von den Domains verwendet und mit den realen Netzwerk-Devices verbunden werden können. Ausführliche Informationen erhält man unter der URL http://libvirt.org/formatnetwork.html. Viele der Befehle zur Manipulation von virtuellen Netzwerken sind ähnlich den Befehlen zur Manipulation von Domains. Bei der Benennung von virtuellen Netzwerken wird entweder der Name oder die UUID verwendet.

virsh # net-autostart network [--disable] 

Aktiviert das automatische Starten des virtuelles Netzwerkes beim Booten. Mit der Option --disable wird der Autostart deaktiviert.

virsh # net-create file 

Generiert ein virtuelles Netzwerk entsprechend der XML-Konfigurationsdatei file.

virsh # net-define file 

Definiert ein virtuelles Netzwerk entsprechend der XML-Konfigurationsdatei file. Das Netzwerk wird definiert aber nicht aktiviert.

virsh # net-destroy network 

Löscht sofort das angegebene virtuelle Netzwerk. Für network ist der Name oder die UUID anzugeben.

virsh # net-dumpxml network 

Gibt Informationen über das virtuelle Netzwerk als XML-Dump auf die Standard-Ausgabe aus.

virsh # net-edit network 

Mit dem Befehl net-edit editiert man die XML-Konfigurationsdatei für das virtuelle Netzwerk network. Der gewünschte Editor wird mit der Umgebungsvariable $EDITOR vorgegeben. Der Befehl net-edit entspricht der folgenden Befehlsfolge:

     ~# virsh net-dumpxml network > network.xml
        edit network.xml
        virsh define network.xml
virsh # net-list [--inactive|--all]  

Gibt eine Liste der aktiven Netzwerke aus. Mit --inactive werden alle inaktiven Netzwerke aufgelistet. Mit --all werden Informationen über alle Netzwerke ausgegeben.

virsh # net-name network-UUID 

Konvertiert eine Netzwerk-UUID in einen Netzwerk-Namen.

virsh # net-start network 

Startet ein definiertes aber inaktives Netzwerk.

virsh # net-undefine network 

Löscht die Konfiguration eines inaktiven Netzwerkes.

virsh # net-uuid network-name  

Konvertiert einen Netzwerk-Namen in eine Netzwerk-UUID.

virsh # iface-list [--inactive] [--all]

Listet die physikalischen Interfaces des Host-Systems auf. Mit --inactive werden die inaktiven und mit --all werden alle Interfaces aufgelistet.

virsh # iface-name interface 

Konvertiert eine MAC-Adresse in einen Interface-Namen. Mit interface wird die MAC-Adresse angegeben.

virsh # iface-mac interface 

Konvertiert einen Interface-Namen in eine MAC-Adresse. Mit interface wird der Interface-Name angegeben.

virsh # iface-dumpxml interface 

Gibt Interface-Informationen in XML-Form auf der Standardausgabe aus. Mit interface wird die MAC-Adresse oder der Interface-Name angegeben.

virsh # iface-define file 

Definiert ein physikalisches Host-Interface aus der XML-Datei file. Das Interface wird dabei nicht gestartet.

virsh # iface-undefine interface 

Löscht die Konfiguration eines physikalischen Host-Interfaces. Mit interface wird die MAC-Adresse oder der Interface-Name angegeben.

virsh # iface-edit interface 

Mit dem Befehl iface-edit bearbeitet man die XML-Konfigurationsdatei eines physikalischen Host-Interfaces. Mit interface wird die MAC-Adresse oder der Interface-Name angegeben.

virsh # iface-start interface 

Aktiviert ein physikalisches Host-Interface (if-up). Mit interface wird die MAC-Adresse oder der Interface-Name angegeben.

virsh # iface-destroy interface 

Deaktiviert ein physikalisches Host-Interface (if-down). Mit interface wird die MAC-Adresse oder der Interface-Name angegeben.

[bearbeiten] Befehle zur Sicherheit

Die folgenden Befehle manipulieren secrets. Das sind zum Beispiel Passwörter, Passphrasen und digitale Schlüssel. Die Bibliothek libvirt kann secrets unabhängig von deren Verwendung speichern. Andere Objekte, zum Beispiel Volumes oder Domains, verweisen zur Verschlüsselung auf diese secrets. secrets werden per UUID identifiziert. Weitere Informationen findet man unter der URL http://libvirt.org/formatsecret.html.

virsh # secret-define file 

Generiert ein neues secret basierend auf den Vorgaben in der XML-Datei file ohne den verknüpften Wert für secret. Ist keine UUID vorgegeben, wird eine UUID generiert. Wird in der XML-Datei eine UUID eines vorhandenen secret verwendet, werden die Eigenschaften des vorhandenen secrets überschrieben. Der Wert für secret bleibt aber erhalten.

virsh # secret-dumpxml secret 

Gibt die Eigenschaften des angegebenen secrets (UUID) als XML-Dump auf der Standard-Ausgabe aus.

virsh # secret-set-value secret base64 

Setzt den zu secret (UUID) gehörenden Wert. Mit base64 wird der Wert vorgegeben (Base64-Verschlüsselung).

virsh # secret-get-value secret 

Anzeige des zu secret (UUID) gehörenden Wertes (kodiert mit Base64) auf der Standard-Ausgabe.

virsh # secret-undefine secret 

Löscht ein secret (UUID) einschließlich des zugehörigen Wertes.

virsh # secret-list 

Anzeige einer Liste von UUIDs der bekannten secrets auf der Standard-Ausgabe.

[bearbeiten] Environment-Variables
VIRSH_DEFAULT_CONNECT_URI 

Definiert die Default-URI zur Verbindung mit dem Hypervisor. Dabei wird das gleiche Format wie bei der Option connect verwendet.

LIBVIRT_DEBUG=LEVEL

Definiert den Debugging-Level für alle libvirt-API-Calls. Weitere Informationen über die Debugging-Optionen findet man unter der URL http://libvirt.org/logging.html.

     LIBVIRT_DEBUG=1
Level DEBUG oder höher.
     LIBVIRT_DEBUG=2
Level INFO oder höher.
     LIBVIRT_DEBUG=3
Level WARNING oder höher.
     LIBVIRT_DEBUG=4
Level ERROR oder höher.
[bearbeiten] Siehe auch

xm(1), xmdomain.cfg(5), xentop(1) , http://www.libvirt.org

[bearbeiten] Autoren

Andrew Puch <apuch @ redhat.com>

Daniel Veillard <veillard @ redhat.com>

Basiert auf der xm-Manpage von

Sean Dague <sean at dague dot net>

Daniel Stekloff <dsteklof at us dot ibm dot com>

Übersetzung und Ergänzung: Robert Warnke, http://qemu-buch.de

[bearbeiten] COPYRIGHT

Copyright (C) 2005, 2007-2009 Red Hat, Inc.


[bearbeiten] LICENSE

virsh steht unter der GNU LGPL v2+.

[bearbeiten] Bugs

Bug-Reports können in der Red Hat Bugzilla-Site https://bugzilla.redhat.com eingesehen werden: https://bugzilla.redhat.com/bugzilla/buglist.cgi?product=Fedora+Core&component=libvirt&bug_status=NEW&bug_status=ASSIGNED&bug_status=REOPENED&bug_status=MODIFIED&short_desc_type=allwordssubstr&short_desc=&long_desc_type=allwordssubstr

[bearbeiten] Referenziert von

virt-clone(1), virt-df(1), virt-install(1), virt-manager(1), virt-top(1), virt-viewer(1)

[bearbeiten] virt-install

[bearbeiten] Name

virt-install – Anlegen neuer virtueller Maschinen (Domains).

[bearbeiten] Synopsis
~# virt-install [OPTION ]...  
[bearbeiten] Beschreibung

Das Kommandozeilentool virt-install dient zum Anlegen neuer virtueller Maschinen unter Nutzung Hypervisor-Management-Bibliothek libvirt. Das Tool unterstützt sowohl die textbasierte als auch die grafische Installation über serielle Konsolen, SDL oder VNC. Dem Gast-System können ein oder mehrere virtuelle Festplatten zur Verfügung gestellt werden. Virtuelle Netzwerk-Interfaces der virtuellen Maschinen können über das Host-System angeschlossen werden. Die Installationsmedien können lokal oder remote per NFS, HTTP und FTP eingebunden werden. Das Tool virt-install nimmt die minimal benötigten Dateien zum Start der Installation und erlaubt dem Gast-System den Zugriff auf den Rest der Distribution. Bei entsprechenden Optionen ermöglicht virt-install die automatische Installation von Gast-Systemen mit Kick-Start. Mit dem Tool virt-clone können vorhandene Gast-Systeme geklont werden, wenn eine automatische Installation nicht möglich ist.

[bearbeiten] Optionen

Werden keine Optionen angegeben, fragt virt-install die entsprechenden Werte ab.

-h, --help 

Gibt eine Hilfestellung aus und beendet das Programm.

--connect=CONNECT

Stellt eine Verbindung zu einem Hypervisor per URI her. Default-Verbindungen basieren auf folgenden Regeln:

     xen 
Wird bei einem Host mit einem Xen-Kernel angewendet. Es wird dazu /proc/xen getestet.
     qemu:///system 
Wird bei einem Bare-Metal-Kernel als Benutzer root angewendet.
     qemu:///session 
Wird bei einem Bare-Metal-Kernel als unprevilegierter Benutzer angewendet. Diese URI ist nur notwendig, wenn von der Default-Priorität abgewichen wird.
[bearbeiten] Allgemein
-n NAME , --name=NAME 

Gibt der neuen virtuellen Maschine einen Namen. Dieser muss eindeutig sein. Das heißt, ein Name darf nicht mehrmals vergeben werden. Dies gilt auch für inaktive Maschinen. Wird diese Option nicht angegeben, fragt virt-install danach. Zur Neudefinition ist mit dem Tool virsh das Gast-System herunter zu fahren und zu löschen. Anschließend wird das Gast-System mit virt-install neu installiert.

-r MEMORY , --ram=MEMORY 

Mit dieser Option wird die Größe des Arbeitsspeichers in MByte für das Gast-System definiert. Verfügt der Hypervisor nicht über ausreichend freien Arbeitsspeicher, so wird normalerweise dem Host-System Arbeitsspeicher entzogen. Wird diese Option nicht angegeben, fragt virt-install danach.

--arch=ARCH 

Gibt eine, vom Host-System abweichende, Prozessor-Architektur vor. Diese Option steht nur für Gast-Systeme unter QEMU zur Verfügung. Die Verwendung von Beschleunigern (KVM, HVM, KQEMU) ist nicht möglich. Wird diese Option nicht verwendet, wird die Prozessor-Architektur des Host-Systems verwendet.

-u UUID , --uuid=UUID 

Gibt der neuen virtuellen Maschine eine UUID. Dabei ist eine Hexadezimalzahl mit 32 Stellen zu verwenden. Diese UUID muss eindeutig sein. Das heißt, sie darf nur ein einziges Mal im Rechenzentrum beziehungsweise in der Welt vergeben werden. Dies ist bei der manuellen Vorgabe der UUID zu beachten. Wird keine UUID vorgegeben, wird eine zufällige UUID generiert.

--vcpus=VCPUS 

Definiert die Anzahl der virtuellen CPUs für die neue virtuelle Maschine. Nicht alle Hypervisor unterstützen SMP. In diesen Fällen wird dieser Wert ohne Hinweis ignoriert.

--check-cpu 

Überprüft die Anzahl der virtuellen CPUs und die Anzahl der physikalischen CPUs. Übersteigt die Anzahl der virtuellen CPUs die Anzahl der realen CPUs, wird eine Warnung ausgegeben.

--cpuset=CPUSET 

Definiert welche physikalischen CPUs das Gast-System verwenden darf. CPUSET ist eine Liste von Nummern, die jeweils mit einem Komma getrennt sind. Es können auch Zahlen-Bereiche mit einem Bindestrich angegeben werden. Beispiele:

     0,2,3,5
Verwende die Prozessoren 0,2,3 und 5.
     1-3,5,6-8
Verwende die Prozessoren 1,2,3,5,6,7 und 8.
--os-type=OS_TYPE 

Optimiert die Konfiguration der virtuellen Maschine für die Art des Gast-Systems. Dazu gehören optimale Einstellungen unter anderem für ACPI und APIC und Maus-Treiber. Gültige Werte für OS_TYPE sind:

     linux (Linux 2.x.)
     windows (Microsoft Windows 9x oder höher)
     unix (Traditionelle UNIX BSD oder SysV-Derivate)
     other (Betriebssysteme, die sich in keine der obigen Gruppen einordnen lassen.) 
--os-variant=OS_VARIANT 

Ermöglicht eine weitergehende Optimierung der Konfiguration der virtuellen Maschine in Ergänzung zur Option --os-type. Diese Option ist nicht zwingend. Mögliche Werte sind:

     --os-type=linux 
     rhel2.1 (Red Hat Enterprise Linux 2.1) 
     rhel3 (Red Hat Enterprise Linux 3) 
     rhel4 (Red Hat Enterprise Linux 4) 
     rhel5 (Red Hat Enterprise Linux 5) 
     centos5 (Cent OS 5) 
     fedora5 (Fedora Core 5) 
     fedora6 (Fedora Core 6) 
     fedora7 (Fedora 7) 
     sles10 (Suse Linux Enterprise Server 10.x) 
     debianEtch (Debian 4.0 Etch) 
     debianLenny (Debian Lenny) 
     generic26 (Generic Linux 2.6.x Kernel) 
     generic24 (Generic Linux 2.4.x Kernel) 
     --os-type=windows 
     winxp (Microsoft Windows XP)
     win2k (Microsoft Windows 2000)
     win2k3 (Microsoft Windows 2003)
     vista (Microsoft Windows Vista)
     --os-type=unix 
     solaris9 (Sun Solaris 9)
     solaris10 (Sun Solaris 10)
     freebsd6 (Free BSD 6.x)
     openbsd4 (Open BSD 4.x)
     --os-type=other 
     msdos (Microsoft DOS)
     netware4 (Novell Netware 4)
     netware5 (Novell Netware 5)
     netware6 (Novell Netware 6)
--host-device=HOSTDEVS

Bindet physikalische Host-Devices an die Domain.

[bearbeiten] Volle Virtualisierung
--sound 

Aktiviert die Emulation von Sound-Devices.

--noapic 

Deaktiviert APIC bei Gast-Systemen mit Voll-Virtualisierung. Dabei wird die Einstellung von --os-variant und --os-type überschrieben.

--noacpi 

Deaktiviert ACPI bei Gast-Systemen mit Voll-Virtualisierung. Dabei wird die Einstellung von --os-variant und --os-type überschrieben.

[bearbeiten] Virtualisierungsarten
-v, --hvm 

Kennzeichnet das Gast-System als voll virtualisiertes Gast-System. Steht sowohl Para- als auch Vollvirtualisierung zur Verfügung, wird mit dieser Option die volle Virtualisierung erzwungen. Dieser Parameter ist bei Host-Systemen ohne entsprechenden Hardware-Support nicht verwendbar. Diese Option steht bei einer Verbindung zu einem auf QEMU basierenden Hypervisor zur Verfügung.

-p, --paravirt 

Kennzeichnet das Gast-System als paravirtualisiertes Gast-System. Steht sowohl Para- als auch Vollvirtualisierung zur Verfügung und wird weder die Option --paravirt noch die Option --hvm angegeben, wird nach einer Virtualisierungsart gefragt.

--accelerate 

Aktiviert einen der Kernel-Beschleuniger (KVM, HVM oder KQEMU) für das QEMU-Gast-System. Diese Option sollte bei QEMU mit KVM immer angewendet werden, es sei denn das Gast-System verträgt sich nicht mit Kernel-Beschleunigern. Wenn sowohl KVM als auch KQEMU verfügbar sind, wird KVM verwendet. QEMU ab Version 0.12.0 unterstützt KQEMU nicht mehr.

[bearbeiten] Installationsmethoden
-c CDROM , --cdrom=CDROM 

Verweist auf eine Datei, die als virtuelles CD/DVD-ROM-Laufwerk verwendet werden soll. Dies kann ein Pfad zu einem ISO-Image oder zu einem realen CD/DVD-ROM-Device sein. Das ISO-Image kann auch über eine URL adressiert werden. Die URL hat das gleiche Format wie bei der Option --location. Wird die Option --cdrom nicht angegeben, ist die Option --location oder --pxe notwendig.

-l LOCATION , --location=LOCATION 

Definiert die Installationsquelle. Bei paravirtualisierten Gast-Systemen muss diese Quelle den Kernel und die initiale RAM-Disk (initrd) enthalten. Bei voll-virtualisierten Gast-Systemen kann auch mit --location auf eine Quelle mit Kernel und initialer RAM-Disk verwiesen werden. Alternativ wird mit der Option --cdrom ein ISO-Image zur Installation angegeben. LOCATION hat folgende Formate:

     DIRECTORY 
Pfad zu einem lokalen Verzeichnis mit dem Installationsmedium.
     nfs:host:/path, nfs://host/path 
URL eines NFS-Servers mit dem Installationsmedium.
     http://host/path 
URL eines HTTP-Servers mit dem Installationsmedium.
     ftp://host/path 
URL eines FTP-Servers mit dem Installationsmedium.
--pxe 

Es wird das PXE-Boot-Protokoll zum Laden der initialen RAM-Disk und des Kernels angewendet, um die Installation des Gast-Systems zu starten. Wird die Option --pxe nicht angegeben, ist die Option --location oder --cdrom notwendig.

--import

Generiert die Domain unter Verwendung einer existierenden virtuellen Festplatte.

--livecd 

Kennzeichnet das Installationsmedium als Live-CD. Damit wird das Booten von CD-/DVD-Laufwerk permanent eingestellt. Meist wird mit dieser Option die Option --nodisks verwendet.

-x EXTRA , --extra-args=EXTRA 

Vorgabe von zusätzlichen Kernel-Optionen für die Installation mit Kernel und initialer RAM-Disk (Option --location). Diese werden dem Installationsprogramm des Gast-Systems übergeben.

[bearbeiten] Storage-Konfigurationen
--disk=DISKOPTS

Definiert virtuelle Speichermedien für das Gast-System. Diese Option ersetzt die Optionen --file, --file-size, und --nonsparse. Das allgemeine Format ist --disk opt1=val1,opt2=val2,... Zur Definition eines virtuellen Speichermediums sind folgende Optionen notwendig:

     path
Definiert den Pfad zu einer Image-Datei oder einem Block-Device zur Verwendung als virtuelles Speichermedium für das Gast-System. Existiert dieser Pfad beziehungsweise die Datei nicht, so wird eine virtuelle Festplatte angelegt. Dazu ist zusätzlich mit der Option -size deren Größe vorzugeben. Liegt dieses Speichermedium auf einem anderen Rechner, muss es als libvirt-Storage-Volumen freigegeben sein. Zeigt der Basisverzeichnispfad auf ein libvirt-Storage-Pool auf dem Host, so wird der neue Storage als libvirt-Storage-Volume angelegt. Für entfernte Rechner muss das Basisverzeichnis für den Zugriff auf den Storage-Pool angegeben werden.
     pool
Gibt den Namen eines existierenden libvirt-Storage-Pools für die Generierung des neuen Storage an. Erforderlich ist die Option size.
     vol
Gibt das zu verwendende libvirt-Storage-Pool an. Dies ist als poolname/volname anzugeben.

Weitere Optionen:

     device
Definiert die Art des Devices. Mögliche Werte sind cdrom, disk (Default) oder floppy. Wird keine Installationsmethode angegeben und die Option cdrom verwendet, wird cdrom als Installationsmedium verwendet.
     bus
Definiert die Art des Busses. Mögliche Werte sind ide, scsi, usb, virtio oder xen. Die Default-Einstellung hängt vom verwendeten Hypervisor ab.
     perms
Gibt die Zugriffsrechte vor. Mögliche Werte sind rw (Read/Write), ro (Readonly), oder sh (Shared Read/Write). Der Default-Wert ist rw.
     size
Definiert die Größe der neuen virtuellen Festplatte. Die Größe der neuen virtuellen Festplatte ist in GBytes anzugeben.
     sparse
Mögliche Werte sind true (Default) oder false. Normalerweise entspricht die Größe der virtuellen Festplatte im Datei-System des Hosts nur etwa deren Füllstand. Das heißt, die Größe der Image-Datei wächst mit den Daten, die in dieser virtuellen Festplatte gespeichert werden. Damit bereits beim Anlegen der Image-Datei deren volle Größe reserviert wird, ist die Option false anzuwenden. Das Anlegen der Image-Datei beansprucht dabei etwas mehr Zeit. Dafür ergibt sich ein Geschwindigkeitsgewinn bei den Zugriffen durch das Gast-System. Weiterhin vermeidet man I/O-Fehler im Gast-System, falls die virtuelle Festplatte nicht mehr in das Datei-System des Hosts passt.
-f DISKFILE , --file=DISKFILE 

Definiert den Pfad zu einer Image-Datei, einer Disk-Partition oder eines Logical Volumes zur Verwendung als virtuelles Speichermedium für das Gast-System. Existiert dieser Pfad beziehungsweise die Datei nicht, so wird eine virtuelle Festplatte angelegt. Dazu ist zusätzlich mit der Option --file-size deren Größe vorzugeben. Die Option -f beziehungsweise --file kann mehrmals angegeben werden, um mehrere virtuelle Festplatten hinzuzufügen. Wird diese Option nicht angegeben, fragt virt-install danach. Diese Option wird durch die Option --disk=DISKOPTS ersetzt.

-s DISKSIZE , --file-size=DISKSIZE 

Definiert die Größe der neuen virtuellen Festplatte. Damit eine virtuelle Festplatte angelegt wird, ist auch die Option -file notwendig, wobei die angegebene Datei noch nicht existieren darf. Die Größe der neuen virtuellen Festplatte ist in GBytes anzugeben. Dabei sind gebrochene Zahlen möglich. Der Speicherbedarf für die neue Datei wird nur reserviert, wenn die Option --nonsparse angegeben wird. Wird die Option --file-size nicht angegeben, fragt virt-install danach und legt eine neue Datei an. Diese Option wird durch die Option --disk=DISKOPTS ersetzt.

--nonsparse 

Normalerweise entspricht die Größe der virtuellen Festplatte im Datei-System des Hosts nur etwa deren Füllstand. Das heißt, die Größe der Image-Datei wächst mit den Daten, die in dieser virtuellen Festplatte gespeichert werden. Damit bereits beim Anlegen der Image-Datei deren volle Größe reserviert wird, ist die Option --nonsparse anzuwenden. Das Anlegen der Image-Datei beansprucht dabei etwas mehr Zeit. Dafür ergibt sich ein Geschwindigkeitsgewinn bei den Zugriffen durch das Gast-System. Weiterhin vermeidet man I/O-Fehler im Gast-System, falls die virtuelle Festplatte nicht mehr in das Datei-System des Hosts passt. Diese Option wird durch die Option --disk=DISKOPTS ersetzt.

--nodisks 

Benötigt die neue virtuelle Maschine keine Festplatten, so ist die Option --nodisks anzugeben. Dies ist zum Beispiel bei Live-CDs oder beim Installieren auf Netzwerk-Storage (iSCSI oder NFS root) notwendig. Diese Option deaktiviert alle Nachfragen zur Verwaltung von virtuellen Festplatten.

[bearbeiten] Netzwerk-Konfigurationen
-b BRIDGE , --bridge=BRIDGE 

Definiert ein Bridge-Device zur Verbindung mit der Netzwerkkarte des Gast-Systems. Diese Option ist nicht mehr zu verwenden (deprecated). Stattdessen ist die Option --network anzuwenden.

-w NETWORK , --network=NETWORK 

Verbindet das Gast-System mit dem Netzwerk des Host-Systems. Diese Option kann mehrmals angegeben werden, um mehrere virtuelle Netzwerkkarten zu emulieren. Wird diese Option nicht angegeben, wird für das Gast-System eine Netzwerkkarte angelegt. Besitzt das Host-System ein Bridge-Device mit einer physikalischen Netzwerkkarte als Slave, wird es für die Verbindung genutzt. Ist dies nicht möglich, wird das virtuelle Netzwerk mit dem Namen default verwendet. NETWORK kann ein der folgenden Formate annehmen.

     bridge:BRIDGE 
Stellt eine Verbindung mit der im Host-System vorhandenen Bridge mit dem Namen BRIDGE her. Diese Option ist zu verwenden, wenn die Netzwerkkonfiguration im Host statisch ist und das Gast-System unbeschränkte aus- und eingehende LAN-Verbindungen benötigt. Weiterhin ist diese Option anzuwenden, wenn eine Live-Migration der virtuellen Maschine vorgesehen ist.
     network:NAME 
Stellt eine Verbindung zu einem virtuellen Netzwerk im Host mit dem Namen NAME her. Virtuelle Netzwerke können mit dem Kommandozeilen-Tool virsh gelistet, angelegt und gelöscht werden. In einer unveränderten Installation von libvirt gibt es normalerweise ein virtuelles Netzwerk mit dem Namen default. Besitzt das Host-System eine dynamische Netzwerkkonfiguration, zum Beispiel durch den NetworkManager, oder es wird ein wireless LAN verwendet, ist ein virtuelles Netzwerk mit --network=network:NAME zu verwenden. Das Gast-System erhält einen NAT-Adresse außerhalb des Host-Systems, wenn die Verbindung steht.
     user 
Stellt eine Verbindung zum LAN mit SLIRP her. Dies ist eine eingeschränkte Version von NAT. Diese Option ist nur für QEMU-Instanzen, die unter einem unprevilegierten Benutzer betrieben werden, anzuwenden.
-m MAC , --mac=MAC 

Gibt eine feste Mac-Adresse für das Netzwerk-Interface des Gast-Systems vor. Wird diese Option nicht angegeben oder der Wert --mac=RANDOM verwendet, wird ein zufälliger Wert für MAC berechnet. Für Xen-Gast-Systeme sind die ersten drei Wertepaare gleich 00:16:3e zu setzen. Bei virtuelle Maschinen unter QEMU ist dagegen 54:52:00 vorzugeben.

--nonetworks

Es wird dem Gast-System kein Netzwerk zur Verfügung gestellt.

[bearbeiten] Konfigurationen zur Grafikausgabe
--vnc 

Generiert eine virtuelle Konsole im Gast-System und exportiert diese als VNC-Server im Host. Wird kein Port mit der Option --vncport vorgegeben, wird der VNC-Server sich zu dem ersten freien Port ab 5900 verbinden. Die aktuelle Zuordnung des VNC-Displays wird mit dem Befehl virsh vncdisplay ermittelt. Wird weder diese Option noch die Optionen --sdl oder --nographics angegeben, fragt virt-install nach der VNC-Konfiguration.

--vncport=VNCPORT 

Gibt eine permanente, statische Port-Nummer für die VNC-Konsole des Gast-Systems vor. Bei der Vergabe der Port-Nummer ist zu beachten, dass es keine Konflikte mit VNC-Konsolen anderer Gast-Systeme gibt.

--sdl 

Generiert eine virtuelle Konsole im Gast-System und rendert die Ausgabe in einem SDL-Fenster im Host-System. Wird das SDL-Fenster geschlossen, wird die virtuelle Maschine unkontrolliert beendet.

--nographics 

Deaktiviert die grafische Ausgabe der virtuellen Konsole des Gast-Systems. Eine textbasierte Konsole steht weiterhin auf dem ersten seriellen Port oder einem paravirtualisierten Konsolen-Device zur Verfügung.

--noautoconsole 

Deaktiviert die automatische Verbindung zur Konsole des Gast-Systems. Das normale Verhalten ist das Verbinden zur grafischen Konsole mit einem VNC-Client beziehungsweise zur textbasierten Konsole mit dem Befehl virsh console. Mit der Option --noautoconsole wird dieses Verhalten deaktiviert.

-k KEYMAP , --keymap=KEYMAP 

Definiert das Tastatur-Layout. Per Default ist die englische Tastatur eingestellt.

[bearbeiten] Weitere Optionen
-d, --debug 

Ausgabe von Debugging-Informationen auf dem Terminal während des Installationsprozesses. Diese Debugging-Informationen werden unabhängig von dieser Option auch in die Datei $HOME/.virtinst/virt-install.log geschrieben.

--noreboot

Deaktiviert den automatischen Neustart nach der grafischen Installation.

--wait=WAIT

Definiert eine Wartezeit in Minuten für die komplette Installation des Gast-Systems. Ohne diese Option wartet virt-install auf das Schließen der Konsole. Wird --noautoconsole verwendet, beendet virt-install die Installation unkontrolliert. Ein Wert von 0 hat die gleiche Wirkung wie --noautoconsole. Wird die Wartezeit überschritten, wird virt-install beendet.

--force

Beantwortet alle passenden Anfragen von virt-install mit yes. Alle anderen Fragen werden beendet.

--prompt

Erzwingt eine Eingabe des Benutzers. Die Default-Einstellung ist false.

[bearbeiten] Beispiele

In diesem Beispiel wird ein QEMU-Gast-System installiert. Dabei wird ein neues Image angelegt, ein virtuelles Netzwerk verwendet und die Installation des Gast-Systems vom CD/DVD-ROM-Laufwerk des Host-System gestartet. Weiterhin wird der VNC-Server aktiviert.

~# virt-install \ 
--connect qemu:///system \ 
--name demo \ 
--ram 500 \ 
--disk path=/var/lib/libvirt/images/demo.img,size=5 \ 
--network network:default \ 
--accelerate \ 
--vnc \ 
--cdrom /dev/cdrom 

In diesem Beispiel wird Fedora 9 als QEMU-Gast-System installiert. Als Speichermedium dient eine LVM-Partition. Es wird ein virtuelles Netzwerk verwendet und per PXE gebootet. Weiterhin wird der VNC-Server aktiviert.

~# virt-install \ 
--connect qemu:///system \ 
--name demo \ 
--ram 500 \ 
--disk path=/dev/HostVG/DemoVM \ 
--network network:default \ 
--accelerate \ 
--vnc \ 
--os-variant fedora9 

In diesem Beispiel wird ein QEMU-Gast mit einer PPC-Architektur auf einer realen Partition des Host-Systems installiert. Dabei wird SDL-Grafik verwendet. Der Boot-Vorgang wird mittels eines externen Kernels und einer initialen RAM-Disk durchgeführt.

~# virt-install \ 
--connect qemu:///system \
--name demo \
--ram 500 \
--disk path=/dev/hdc \
--network bridge:eth1 \
--arch ppc64 \
--sdl \
--location http://archives.fedoraproject.org/pub/archive/fedora/linux/core/6/ppc/os/

In diesem Beispiel wird mit Xen das vollvirtualisierte Gast-System von einem Image einer Live-CD ohne Festplatten gebootet.

~# virt-install \
--hvm \
--name demo \
--ram 500 \
--nodisks \
--livecd \
--vnc \
--cdrom /root/fedora7live.iso

Installation eines paravirtualisierten XEN-Gast-Systems mit 500 MByte RAM und einer 5 Gbyte Festplatte: Als Gast-System wird Fedora Core 6 von einem Web-Server installiert. Die Installation erfolgt im Text-Modus. Es wird die veraltete Option --file angewendet.

~# virt-install \ 
--paravirt \
--name demo \
--ram 500 \
--file /var/lib/xen/images/demo.img \
--file-size 6 \
--nographics \
--location http://archives.fedoraproject.org/pub/archive/fedora/linux/core/6/x86_64/os/
[bearbeiten] Autoren

Geschrieben von Daniel P. Berrange, Hugh Brock, Jeremy Katz, Cole Robinson und einem Team. Siehe Datei AUTHORS in den Quellen.

Übersetzung und Ergänzung: Robert Warnke, http://qemu-buch.de

[bearbeiten] Bugs

Bugs sind an die Mailing-List http://www.redhat.com/mailman/listinfo/et-mgmt-tools oder direkt an BugZilla http://bugzilla.redhat.com/bugzilla/ (Fedora,python-virtinst) zu melden.

[bearbeiten] Copyright

Copyright (C) 2006-2007 Red Hat, Inc, und weitere Autoren. Dies ist freie Software (GNU General Public License, http://www.gnu.org/licenses/gpl.html).

[bearbeiten] Siehe auch

virsh(1), virt-clone(1), virt-manager(1), http://virt-manager.org

[bearbeiten] Referenziert von

virt-image(1), virt-image(5)

[bearbeiten] virt-clone

[bearbeiten] Name

virt-clone – Klont eine existierende virtuelle Maschine.

[bearbeiten] Synopsis
~# virt-clone [OPTION ]... 
[bearbeiten] Beschreibung

virt-clone ist ein Kommandozeilentool zum Klonen von virtuellen Maschinen unter Verwendung der Bibliothek libvirt. Dabei werden die Disk-Images einer existierenden virtuellen Maschine kopiert und ein neues Gast-System mit identischer Hardware-Konfiguration generiert. Elemente, die einmalig und eindeutig sein müssen, zum Beispiel Mac-Adressen, werden zur Vermeidung von Konflikten angepasst. Bei entsprechenden Optionen arbeitet virt-clone ohne manuellen Eingriff. Kick-Start-Prozeduren der Gast-Systeme werden unterstützt.

[bearbeiten] Optionen

Wird keine der folgenden Optionen angegeben, werden die notwendigen Werte interaktiv abgefragt.

-h, --help 

Zeigt eine Hilfestellung an und beendet das Programm.

--connect=CONNECT 

Stellt eine Verbindung zu einem Hypervisor per URI her. Default-Verbindungen basieren auf folgenden Regeln:

     xen 
Wird bei einem Host mit einem Xen-Kernel angewendet. Es wird dazu /proc/xen getestet.
     qemu:///system 
Wird bei einem Bare-Metal-Kernel als Benutzer root angewendet.
     qemu:///session 
Wird bei einem Bare-Metal-Kernel als unpreveligierter Benutzer angewendet. Diese URI ist nur notwendig, wenn von der Default-Priorität abgewichen wird.
[bearbeiten] Allgemein
-o ORIGINAL_GUEST , --original=ORIGINAL_GUEST 

Name oder UUID des zu dublizierenden Gast-Systems. Das Gast-System muss zum Klonen heruntergefahren und ausgeschaltet sein.

--original-xml=ORIGINAL_XML

Die XML-Konfigurationsdatei ORIGINAL_XML wird als Quelle verwendet.

-n NEW_NAME , --name=NEW_NAME 

Name der neuen virtuellen Maschine. Dieser muss eindeutig sein. Das heißt, ein Name darf nicht mehrmals vergeben werden. Dies gilt auch für alle inaktiven Maschinen. Wird diese Option nicht angegeben, fragt virt-clone danach. Zur Neudefinition ist mit dem Tool virsh das Gast-System herunter zu fahren und zu löschen. Anschließend wird das Gast-System mit virt-clone dubliziert.

-u NEW_UUID , --uuid=NEW_UUID 

Gibt der neuen virtuellen Maschine eine UUID. Dabei ist eine Hexadezimalzahl mit 32 Stellen zu verwenden. Diese UUID muss eindeutig sein. Das heißt, sie darf nur ein einziges Mal im Rechenzentrum beziehungsweise in der Welt vergeben werden. Dies ist bei der manuellen Vorgabe der UUID zu beachten. Wird keine UUID vorgegeben, wird eine zufällige UUID generiert.

[bearbeiten] Storage-Konfigurationen
-f DISKFILE , --file=DISKFILE 

Definiert den Pfad zu einer Image-Datei, einer Disk-Partition oder eines Logical Volumes zur Verwendung als virtuelles Speichermedium für das Gast-System. Besitzt die Quell-Instanz mehrere virtuelle Festplatten, muss diese Option mehrmals angegeben werden. Wird diese Option nicht angegeben, fragt virt-clone danach.

--force-copy=TARGET

Forciert das Kopieren der Devices. Ist zum Beispiel hdc ein schreibgeschütztes CD-ROM-Laufwerk, so kann mit --force-copy=hdc das Kopieren erzwungen werden.

--nonsparse

Damit bereits beim Anlegen der Image-Datei für die Ziel-Instanz deren volle Größe reserviert wird, ist die Option --nonsparse anzuwenden. Das Anlegen der Image-Datei beansprucht dabei etwas mehr Zeit. Dafür ergibt sich ein Geschwindigkeitsgewinn bei den Zugriffen durch das Gast-System. Weiterhin vermeidet man I/O-Fehler im Gast-System, falls die virtuelle Festplatte nicht mehr in das Datei-System des Hosts passt.

--preserve-data

Bewahre eine Datei zur Verwendung als Image für die neue Instanz.

[bearbeiten] Netzwerk-Konfigurationen
-m NEW_MAC , --mac=NEW_MAC 

Gibt eine feste Mac-Adresse für das Netzwerk-Interface des Gast-Systems vor. Wird diese Option nicht angegeben oder der Wert --mac=RANDOM verwendet, wird ein zufälliger Wert für MAC berechnet. Für Xen-Gast-Systeme sind die ersten drei Wertepaare gleich 00:16:3e zu setzten. Bei virtuellen Maschinen unter QEMU ist dagegen 54:52:00 vorzugeben.

[bearbeiten] Weitere Optionen
-d, --debug 

Ausgabe von Debugging-Informationen auf dem Terminal während des Installationsprozesses. Diese Debugging-Informationen werden unabhängig von dieser Option auch in die Datei $HOME/.virtinst/virt-install.log geschrieben.

--prompt

Erzwingt eine Eingabe des Benutzers. Die Default-Einstellung ist false.

--force

Beantwortet alle passenden Anfragen von virt-install mit yes. Alle anderen Fragen werden beendet.

[bearbeiten] Beispiele

Klont eine virtuelle Maschine mit dem Namen demo, die eine einzige virtuelle Festplatte besitzt.

~# virt-clone \
   --original demo \
   --name newdemo \
   --file /var/lib/xen/images/newdemo.img

Klont ein QEMU-Gast-System mit mehreren virtuellen Festplatten.

~# virt-clone \
   --connect qemu:///system \
   --original demo \
   --name newdemo \
   --file /var/lib/xen/images/newdemo.img \
   --file /var/lib/xen/images/newdata.img

Klont eine virtuelle Maschine auf ein physikalisches Device, welches mindestens die gleiche Größe besitzt wie die originale virtuelle Festplatte des originalen Gast-Systems. Ist das Ziel-Device größer als das Quell-Device, kann das neue Gast-System sein Datei-System vergrößern.

~# virt-clone \
   --connect qemu:///system \
   --name demo \
   --file /dev/HostVG/DemoVM \
   --mac 54:52:00:34:11:54
[bearbeiten] Autoren

Geschrieben von Kazuki Mizushima und einem Team aus vielen anderen Autoren. Siehe Datei AUTHORS im Quell-Code für weitere Details.

Übersetzung: Robert Warnke, http://qemu-buch.de

[bearbeiten] Bugs

Bugs sind an die Mailing-List http://www.redhat.com/mailman/listinfo/et-mgmt-tools oder direkt an BugZilla http://bugzilla.redhat.com/bugzilla/ (Fedora, python-virtinst) zu melden.

[bearbeiten] Copyright

Copyright (C) Fujitsu Limited 2007 und weiteren Autoren. Dies ist freie Software (GNU General Public License, http://www.gnu.org/licenses/gpl.html).

[bearbeiten] Siehe auch

virsh(1), virt-install(1), virt-manager(1), http://virt-manager.org

[bearbeiten] virt-viewer

[bearbeiten] Name

virt-viewer – Anzeige der grafischen Konsole einer virtuellen Maschine.

[bearbeiten] Synopsis
~# virt-viewer [OPTIONS] domain-id|id|uuid 
[bearbeiten] Beschreibung

virt-viewer ist ein kleines Tool zum Anzeigen der grafischen Konsole einer virtuellen Maschine unter Verwendung des VNC-Protokolls. Die virtuelle Maschine wird über seinen Namen, seine ID oder seine UUID adressiert. Wenn die virtuelle Maschine nicht läuft, kann der virt-viewer so konfiguriert werden, dass er auf den Start der Instanz wartet. Das Tool virt-viewer kann sich zu einem entfernten Host verbinden.

[bearbeiten] Optionen

Die folgenden Optionen sind möglich:

-h, --help 

Gibt eine Hilfestellung aus.

-V, --version 

Zeigt die Version des Programms an.

-v, --verbose 

Zeigt Informationen über die Verbindung an.

-c URI , --connect=URI 

Definiert die URI des Hypervisors, zu dem die Verbindung aufgebaut werden soll.

-w, --wait 

Wartet mit dem Verbindungsaufbau zur Konsole eine inaktiven virtuellen Maschine bis das Gast-System bootet.

-d, --direct 

Nutzt keinen SSH-Tunnel für die Verbindung zur Konsole, selbst wenn die URI der Haupt-Verbindung das SSH-Protokoll verwendet.

[bearbeiten] Beispiele

Stellt eine Verbindung zu dem Xen-Gast-System mit dem Namen demo her.

~# virt-viewer demo

Stellt eine Verbindung zu einem QEMU-Gast-System mit der ID 7 her.

~# virt-viewer --connect qemu:///system 7

Stellt eine Verbindung zu einem Gast-System mit der angegebenen UUID her. Dabei wird mit der Verbindung gewartet, bist das Gast-System bootet.

~# virt-viewer --wait 66ab33c0-6919-a3f7-e659-16c82d248521

Stellt eine Verbindung zu einer Remote-Konsole unter Verwendung von TLS (Transport Layer Security) her.

~# virt-viewer --connect xen://example.org/ demo

Stellt eine Verbindung zu einer Remote-Konsole unter Verwendung von SSH her. Danach erfolgt der Verbindungsaufbau zu dem Gast-System über dem aufgebauten SSH-Tunnel.

~# virt-viewer --connect xen+ssh://root@example.org/ demo
[bearbeiten] Autoren

Geschrieben von Daniel P. Berrange, basierend auf dem GTK-VNC-Beispiel-Programm gvncviewer.

Übersetzung: Robert Warnke, http://qemu-buch.de

[bearbeiten] Bugs

Bugs sind an die Mailing-List http://www.redhat.com/mailman/listinfo/et-mgmt-tools zu melden.

[bearbeiten] Copyright

Copyright (C) 2007 Red Hat, Inc. und weitere Autoren. Dies ist freie Software (GNU General Public License, http://www.gnu.org/licenses/gpl.html).

[bearbeiten] Siehe auch

virsh(1), virt-manager(1), http://virt-manager.org

[bearbeiten] virt-manager

[bearbeiten] Name

virt-manager – Desktop-Tool zum Managen von virtuellen Maschinen.

[bearbeiten] Synopsis
~# virt-manager [OPTIONS ] 
[bearbeiten] Beschreibung

virt-manager ist ein Desktop-Tool zum Managen von virtuellen Maschinen. Es ermöglicht die Steuerung von virtuellen Maschinen, das Generieren neuer virtueller Maschinen, das Management virtueller Netzwerke, den Zugriff zu grafischen Konsolen der virtuellen Maschinen und die Anzeige von Performance-Statistiken.

[bearbeiten] Optionen

Die folgenden Optionen werden unterstützt:

-h, --help 

Zeigt eine Hilfestellung.

--profile=FILE

Generiert Runtime-Performance-Profile und speichert diese in die Datei FILE.

-c URI , --connect=URI 

Definiert den URI zur Verbindung zum Hypervisor.

--debug

Gibt Debugging-Informationen auf der Standard-Ausgabe aus. Zusätzlich ist die Option --no-fork anzugeben.

--no-dbus 

Deaktiviert die Dbus-API für die Remote-Steuerung der Benutzerschnittstelle vom virt-manager.

--no-fork

Verhindert das Abzweigen in den Hintergrund.

--no-conn-autostart

Unterdrückt automatische Verbindungen.

--show-domain-creator 

Startet den Wizard zum Anlegen neuer virtueller Maschinen.

--show-domain-editor=UUID 

Anzeige der Dialog-Box zum Bearbeiten der Eigenschaften der virtuellen Maschine mit der angegebenen UUID.

--show-domain-performance=UUID 

Anzeige der Dialog-Box zum Monitoren der Performance der virtuellen Maschine mit der angegeben UUID.

--show-domain-console=UUID 

Anzeigen der virtuellen Konsole der virtuellen Maschine mit der angegebenen UUID.

--show-host-summary 

Anzeige der Dialog-Box zum Monitoren der Performance aller virtuellen Maschinen.

[bearbeiten] Autoren

Geschrieben von Daniel P. Berrange.

Übersetzung und Ergänzung: Robert Warnke, http://qemu-buch.de

[bearbeiten] Bugs

Bugs sind zu melden an die Mailing-List http://www.redhat.com/mailman/listinfo/et-mgmt-tools

[bearbeiten] Copyright

Copyright (C) 2006-2007 Red Hat, Inc, und weiteren Autoren. Dies ist freie Software (GNU General Public License, http://www.gnu.org/licenses/gpl.html.

[bearbeiten] Siehe auch

virsh(1), virt-viewer(1), http://virt-manager.org

[bearbeiten] Referenziert von

virt-clone(1), virt-install(1)

<<<|### | >>> http://qemu-buch.de

Von „http://qemu-buch.de/de/index.php/QEMU-KVM-Buch/_Anhang/_libvirt

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