Xen eisXEN Download Installation Howto domU
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[bearbeiten] Xen
Website: http://www.xen.org
Die Software Xen ist ein Hypervisor, der an der Universität Cambridge entwickelt wird. Xen zieht als abstrahierende Schicht zwischen der Hardware und den Gast-Systemen ein und wacht über die Verteilung der Ressourcen (CPU-Zeit, I/O-Zyklen und so weiter). Das Xen-Projekt nutzt Source-Code vom QEMU-Projekt zur Emulation gängiger PC-Komponenten. Das Einsatzziel von Xen ist, wie bei der Kernel-based Virtual Machine, die Server-Konsolidierung. Xen beherrscht im Gegensatz zu KVM auch die Paravirtualisierung. Wird die Paravirtualisierung eingesetzt, können nur angepasste Gast-Systeme eingesetzt werden.
Xen ist komplex und aufwendig zu installieren. Zuerst ist ein Boot-Loader notwendig, der in mehreren Schritten und in der richtigen Reihenfolge die notwendigen Software-Komponenten startet. Es muss der Hypervisor und danach das angepasste Betriebssystem für die privilegierte virtuelle Maschine geladen werden. Die Beschreibung dessen würde den Rahmen einer Kurzanleitung sprengen.
[bearbeiten] eisXEN
Website: http://www.eisxen.org
Download: http://www.eisfair.org/home/download/
Die komplizierte Konfiguration von Xen ist bei eisXen nicht notwendig. Auf Basis der erprobten eisfair Linux Minimal Distribution installiert man einen Xen-Server binnen Minuten und virtuelle Maschinen lassen sich einfach einrichten. Die Linux-Distribution eisfair (Easy Internet Server - http://www.eisfair.org/home/was-ist-eisfair/) dient hier als privilegierte virtuelle Maschine. EisXEN kann auch auf alter Hardware eingesetzt werden.
[bearbeiten] Installation
eisXEN kann auch unter QEMU oder der Kernel-based Virtual Machine getestet werden (siehe http://qemu-buch.de/d/Gast-Systeme/_x86-Architektur/_Hypervisor). Man bootet den Rechner mit der Installations-CD. Zuerst wird gefragt, ob die komplette Festplatte hda verwendet werden soll.
Use hda for installation (y/n) [yes]: [Enter]
Für den Testbetrieb ist keine extra Partition für die Daten notwendig.
Create extra data partition /data (y/n)? n Create partitions as listed above (y/n) y
Nach der Sicherheitsabfrage beginnt die Installation. Am Ende wird nach den Passwörtern für die Benutzer root und eis gefragt. Der Benutzer eis dient zur Konfiguration des Systems mit Hilfe von Menüs.
Setting password for user root: Enter new UNIX password: ***** Setting password for user eis: Enter new UNIX password: *****
In diesem Beispiel erfolgt die Netzwerkkonfiguration per DHCP.
Use DHCP for network card? (y/n) [yes]: [Enter]
Nach der Installation wird die Maschine ohne CD neu gestartet. Zur Konfiguration des Systems loggt man sich als Benutzer eis ein. Es startet automatisch das Konfigurationsprogramm.
[bearbeiten] Anlegen von virtuellen Maschinen
Unter eisXen können Gast-Systeme komfortabel aus Templates generiert werden. Zum Anlegen eines Gast-Systems aus diesem Template wählt man den Menüpunkt Xen Administration, domU Administration, Create new domain from template. Im Lieferumfang befinden sich Templates für die Linux-Distribution eisfair. Für den ersten Test übernimmt man die Vorgaben:
eisfair1.tar.bz2 Name of domain [eisfair1]: [Enter] Disk size in MB [512]: [Enter] Memory size in MB [64]: [Enter] Swap space in MB (0 = no swap) [128]: [Enter] Power on when Domain-0 boots (y/n) [yes]? [Enter]
Es ist das Template auszuwählen (eisfair1.tar.bz2). Danach ist ein Name für das Gast-System zu vergeben. Weitere Angaben sind die Größe der virtuellen Festplatte, der Arbeitsspeicher und die Größe des Swap-Bereichs. eisXen installiert das neue System und legt das generierte Image im Ordner /data/xen/images/ ab. Anschließend wird das Netzwerk konfiguriert.
Please enter a Hostname [eisfair1]? Horst Please enter an IP-Address? 10.0.2.20 Please enter the Subnetmask [255.255.255.0]? [Enter]] Please enter the default gateway? 10.0.2.2 Please enter the Doamin [lan.home]? [Enter]] Please enter the DNS? 10.0.2.3
Für das Gast-System werden die Zugangsdaten für den Benutzer root erfragt. Gast-Systeme werden über den Menüpunkt Xen Administration, domU Administration, Manage domains verwaltet. Dazu ist das Gast-System (domain) auszuwählen.
List Xen domains: no. order booted name 1 - 50 no horst Enter command ([1] to manage the domain, Enter=Return): 1
Es wird das Gast-System gestartet.
Please enter command: [b]oot, b[o]ot & connect, [n]ew boot order [d]elete Enter=Return: o
Das Gast-System bootet und es erscheint dessen Login-Maske. Verlassen wird diese Konsole mit der Tastenkombination [Strg]+[]]. Für das Betriebssystem eisfair lassen sich per Menü zahlreiche Software-Pakete installieren (siehe http://www.pack-eis.de). Es ist möglich, weitere Gast-Systeme mit dem vorhandenen Templates zu generieren. Weiterhin lassen sich eigene Templates anlegen. Anleitungen finden sich auf der Website von eisXen. Ein QEMU-Image mit eisXen und einem Template zum Generieren von virtuellen Maschinen mit Ubuntu 6.06 LTS Server kann unter der URL http://www.oszoo.org/wiki/index.php/EisXEN-beta2a-with-ubuntu-6.06.1-server-template heruntergeladen werden.
[bearbeiten] Weiteres
Wie bei der Kernel-based Virtual Machine wird auch bei Xen oft die Bibliothek libvirt als Grundlage für das Verwalten von virtuellen Maschinen verwendet. Eine ausführliche Beschreibung findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_libvirt-Tools. Eine Befehlsübersicht ist unter der URL http://qemu-buch.de/d/Anhang/_libvirt aufgelistet.
Wenn das Host-System Ubuntu Linux ist, ist das Anlegen einer virtuellen Maschine mit dem ubuntu-vm-builder möglich. Eine Beschreibung findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_libvirt-Tools.
Um virtuelle Maschinen mit openQRM anzulegen, ist zunächst das PlugIn xen zu installieren und aktivieren (siehe http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_OpenQRM). Danach ist eine Appliance mit dem Ressource-Type Xen Host zu generieren. Mit dem Xen Manager (Menü Xen-PlugIn) legt man eine neue virtuelle Maschine an.
Anleitungen zum Konvertieren von virtuellen Festplatten unterschiedlicher Virtualisierer und Emulatoren findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Speichermedien/_Festplatten-Images_anderer_Virtualisierungssoftware. Einige nützliche Tools werden im Anhang erläutert (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools). Dieser kurze Überblick dient auch dazu, sich bei weniger bekannten Gast-Systemen zurechtzufinden.
[bearbeiten] Links
- http://www.osrg.net/kemari/ Kemari is a virtual machine synchronization mechanism.
- https://help.ubuntu.com/community/Xen
- http://www.pug.org/mediawiki/index.php/Xen-Installation
- http://www.galileocomputing.de/artikel/gp/artikelID-353
- http://www.pro-linux.de/work/virtual-ha/virtual-ha5.html
- XEN Buch
- eisXen domU Images/Templates
- http://mln.sourceforge.net/ The MLN Project (Manage Large Networks)
- http://blog.rootserverexperiment.de/2006/07/22/ubuntu-als-domu-xen-debootstrappen/
- http://wiki.debian.org/DebianLive/Howto/Xen
- Citrix XenServer wird kostenlos
- http://xenbits.xensource.com/git-http/
- http://qubes-os.org