Sun xVM VirtualBox 3.1 unter Linux, MacOS X, Solaris (x86), Microsoft Windows, eComstation, FreeBSD, libvirt
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[bearbeiten] Sun xVM VirtualBox 3.1
Download: http://www.virtualbox.org/wiki/Downloads
Sun xVM VirtualBox der Firma Sun Microsystems arbeitet nach dem Prinzip der Native Virtualization. Das Programm wird in zwei Versionen angeboten: Sun xVM VirtualBox mit allen Features steht unter proprietärer Lizenz und kann für private Zwecke kostenfrei genutzt werden. VirtualBox Open Source Edition (OSE) mit weniger Features steht unter GNU General Public License. VirtualBox nutzt Source-Code vom QEMU-Projekt. Ab Version 2.1 unterstützt VirtualBox die Disk-Image-Formate VMDK (VMware) und VHD (Microsoft) mit Snapshots. Ab Version 2.2 unterstützt VirtualBox das Open Virtualization Format (OVF). Der OVF-Standard wurde von der Distributed Management Task Force (DMTF) entwickelt. Damit ist es möglich, virtuelle Appliances über verschiedene Virtualisierungslösungen hinweg einzusetzen. Mit der Funktion nahtloser Modus laufen die Anwendungen des Gast-Systems nahtlos direkt auf dem Desktop des Host-Systems. VirtualBox kann unter Linux, Mac OS X, Solaris (x86), Microsoft Windows, OS/2 , eComstation und FreeBSD installiert werden. Ab der Version 3.0 wird SMP (Symmetric Multiprocessing) bis zu 32 Prozessoren unterstützt. SMP ist nur bei hardwareunterstützter Virtualisierung anwendbar. Für Gast-Systeme mit Microsoft Windows-, Linux- und Solaris wird OpenGL 2.0 unterstützt. Im experimentellen Stadium ist die Unterstützung von Direct3D 8 oder 9 für Gast-Systeme mit Microsoft Windows. Ab Version 3.1 ist, wie bei QEMU/KVM, eine Live-Migration möglich. Hier heißt dieses Feature Teleportation. Weiterhin kann man jetzt zu einem beliebigen Snapshot zurückkehren. Microsoft-Windows-Gast-Systeme können die 2D-Beschleunigung des Host-Systems nutzen.
[bearbeiten] Installation
Unter der Download-URL stehen Installation-Programme für verschiedene Betriebssysteme bereit. Unter Ubuntu ist die Sun xVM VirtualBox Open Source Edition mit einer Befehlszeile installiert.
Host ~$ sudo apt-get install virtualbox-ose
Aufgerufen wird VirtualBox über den Befehl virtualbox oder über die Menüs des Systems. Per Default werden unter Linux alle virtuellen Maschinen im Verzeichnis ~/.VirtualBox gespeichert.
Host ~$ virtualbox
Unter FreeBSD wird die Sun xVM VirtualBox Open Source Edition mit folgenden Befehlszeilen installiert.
Host ~$ pkg_add -r virtualbox Host ~$ cd /usr/ports/emulator/virtualbox Host ~$ make deinstall config install
Unter MacOS X wird das Installationsimage VirtualBox-*-OSX.dmg nach dem Heruntergeladen automatisch eigebunden. Man klickt auf das Icon VirtualBox, um sich den Inhalt des Images anzuzeigen. Zur Installation klickt man auf VirtualBox.mpkg. Es startet ein Wizard. Dabei ist dem Lizenzbedingungen zuzustimmen und die Festplatte als Ziel der Installation auszuwählen. Gestartet wird VirtualBox über das Icon VirtualBox im Application-Folder (Programme).
[bearbeiten] Anlegen von virtuellen Maschinen
Für dieses Beispiel wurde das Betriebssystem ReactOS (http://www.reactos.org/de/) als Gastsystem ausgewählt. Von der ReactOS-Website ist die Image-Datei der Installations-CD herunterzuladen und entpackt.
Host ~$ unzip ReactOS-*-REL-iso.zip
Das Anlegen von virtuellen Maschinen erfolgt mit einem Wizard. Dieser wird über das Icon Neu aufgerufen. Zuerst wird nach dem Namen der virtuellen Maschine gefragt. Weiterhin ist die Betriebssystem-Vorgabe auszuwählen. Danach ist die Größe des Arbeitsspeichers zu definieren. In den nächsten Dialog-Fenstern ist die Größe und Art und der Name der virtuellen Festplatte einzustellen. Der Name der angelegten virtuelle Maschine erscheint in der Liste. Um diese virtuelle Maschine weiter zu konfigurieren, ist deren Name anzuklicken und die entsprechenden Optionen auf rechten Seite auszuwählen. Unter CD/DVD-ROM ist das Image der Installations-CD anzugeben. Dazu ist ISO-Abbild zu aktivieren. In dieser Dialogbox ist das Icon Hinzufügen anzuklicken und danach das ISO-Image dem System hinzuzufügen. Man startet die virtuelle Maschine und installiert das Betriebssystem. Die rechte [Strg]-Taste lässt die Maus das Fenster der virtuellen Maschine verlassen. Die Netzwerk-Konfiguration des Gast-Systems erfolgt per DHCP.
[bearbeiten] Virtual Box Guest Additions für Windows-Gastsysteme
Wird eine Microsoft Windows-Version als Gast-Betriebssystem betrieben, ist die Installation der Virtual Box Guest Additions zu empfehlen. Dies ist ein CD-Image mit diversen, für Virtual Box optimierten, Treibern. Damit lassen sich zum Beispiel höhere Bildschirmauflösungen einstellen. Ein weiterer Vorteil ist der unkomplizierte Wechsel des Maus-Zeigers zwischen dem Desktop und dem Fenster der virtuellen Maschine. Ein Drücken der [Strg]-Taste ist nicht mehr notwendig. Zur Installation der Virtual Box Guest Additions ist die virtuelle Maschine zu starten und den Menüpunkt Geräte, Geräteerweiterungen installieren auszuwählen. Beim ersten Aufruf wird dieses CD-Image heruntergeladen. Klappt der Download nicht, zum Beispiel weil ein Proxy verwendet wird, wird das CD-Image manuell heruntergeladen und in das Verzeichnis /usr/share/virtualbox/ gespeichert. Beispiel:
Host ~$ cd /usr/share/virtualbox/ Host ~$ sudo wget \ http://download.virtualbox.org/virtualbox/3/VBoxGuestAdditions_3.iso Host ~$ sudo mv VBoxGuestAdditions_2.1.2.iso VBoxGuestAdditions.iso
Steht das CD-Image zur Verfügung, wird es dem Gast-System als eingelegte CD dargestellt. Per Autostart wird das Setup-Programm aufgerufen und die Treiber werden installiert.
[bearbeiten] virtualbox-ose-guest-utils für Linux-Gastsysteme
Für viele Linux-Versionen steht das Paket virtualbox-ose-guest-utils zur Verfügung. Es ist in dem Linux-System in der virtuellen Maschine zu installieren. Hier als Beispiel die Installation unter Ubuntu als Gast-System.
Gast ~$ sudo apt-get install virtualbox-ose-guest-utils
[bearbeiten] Die Bibliothek libvirt
Website: http://libvirt.org
libvirt ist eine Schicht zwischen Virtualisierungssoftware und Management-Tools. Damit ist die Entwicklung von Management-Tools für alle Virtualisierungslösung, die diese Bibliothek unterstützen, möglich. Die Bibliothek libvirt unterstützt ab der Version 0.7 QEMU, KVM, VirtualBox, VMware ESX, Xen, LXC Linux Container System, OpenVZ Linux Container System, und User Mode Linux. libvirt wird als Open Source veröffentlicht. Für verschiedene Linux-Distributionen könne entsprechende Software-Pakete installiert werden. Die Bibliothek lässt sich mit Cygwin und Mingw auch unter Microsoft Windows compilieren. Weitere Informationen findet man unter den URLs http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_libvirt-Tools und http://qemu-buch.de/d/Anhang/_libvirt.