VMware-Server 2.0 download installation, Ubuntu JeOS (Just enough Operating System), libvirt
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[bearbeiten] VMware-Server 2.0
Download: http://www.vmware.com/products/server/ (nach Registrierung)
Der kostenlose VMware Server ist, wie die Kernel-based Virtual Machine, ein Typ-2-Hypervisor und Nachfolger von VMware GSX. VMware Server benötigt ein Wirtsbetriebssystem (Windows oder Linux). Der VMware Server hat bescheidene Hardware-Anforderungen. Bei Verwendung von VMware zertifizierter Hardware ist es günstiger den kostenlosen VMware ESXi Server einzusetzen. Der VMware Server kann zur Serverkonsolidierung und als kostenlose Alternative für die VMware-Workstation auf dem Desktop eingesetzt werden. Die Administration der virtuellen Maschinen ist mit der VMware-Server-Console oder per Web-Interface (VI Web Access) möglich.
[bearbeiten] Installation
Zur Installation ist eine kostenlos erhältliche Lizenz-Nummer notwendig. Es lassen sich auf der Download-Site mehrere Lizenzen anfordern.
[bearbeiten] Linux als Host-System
Es ist zu empfehlen, eine separate Partition für die virtuellen Maschinen anzulegen. Zum Beispiel /VMs. Als Host-System werden unter anderem die Linux-Distributionen Ubuntu, Red Hat und SuSE unterstützt. Auf x86-64-Linux kann der VMware-Server als native 64-Bit-Anwendung betrieben werden. Für Linux wird die Software als RPM-Paket oder als tar.gz-Archiv angeboten. Unter SuSE und Red Hat ist die Installation mit dem RPM-Paket durchzuführen.
Host ~# rpm -Uhv VMware-server-*.rpm
Für andere Linux-Distributionen ist das tar.gz-Archiv zu verwenden. Vorher sind die Kernel-Header-Quellen und die Entwicklungstools zu installieren. Hier als Beispiel die Installation unter Ubuntu 8.04 LTS:
Host ~$ sudo apt-get install linux-headers-`uname -r` gcc make
Nach dem Herunterladen ist das Archiv zu entpacken und das Skript vmware-install.pl auszuführen.
Host ~$ tar xzvf Vmware-server-*.tar.gz Host ~$ cd vmware-server-distrib Host ~$ sudo ./vmware-install.pl
Bei den meisten Fragen können die Default-Werte mit [Enter] übernommen werden.
... Please specify a port for remote connections to use [902] [Enter] Please specify a port for standard http connections to use [8222] [Enter] Please specify a port for secure http (https) connections to use [8333] [Enter] In which directory do you want to keep your virtual machine files? [/var/lib/vmware/Virtual Machines] /VMs (bei vorher angelegter Partition) ... Please enter your 20-character serial number. Type XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX or 'Enter' to cancel: XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX ...
Bei der Installation wird das Skript vmware-config.pl zur Konfiguration aufgerufen. Dieses Skript ist auch nach jedem Kernel-Update des Host-Systems aufzurufen. Ist die Konfiguration mit Default-Werten erwünscht, kann die Option -d angegeben werden.
Host ~# /usr/bin/vmware-config.pl -d
Dabei werden die Kernel-Module vmnet und vmmon installiert und das Start-Skript /etc/init.d/vmware angelegt. Falls es Probleme mit der System-Zeit bei den Gast-Systemen gibt, muss das Host-System mit der Boot-Option acpi=off gestartet werden.
# /boot/grub/menu.lst ... title Ubuntu 8.04.2, kernel 2.6 root (hd0,0) kernel /vmlinuz-2.6 root=/dev/hda3 ro quiet splash acpi=off initrd /initrd.img-2.6 ...
[bearbeiten] Microsoft Windows als Host-System
Offiziell wird der VMware Server von Microsoft Windows Server 2000, 2003 und 2008 unterstützt. Lauffähig ist der VMware Server auch auf Microsoft Windows XP und Vista. Bei der Installation des VMware-Servers unter Windows kann die Fehlermeldung File was rejected by digital signature policy erscheinen. Zur Vermeidung dieser Fehlermeldung, muss der Microsoft-Patch KB925336 (Windows Server 2003) installiert werden. Zur Installation auf Microsoft Windows XP ist ein Registry-Eintrag notwendig (http://support.microsoft.com/kb/925336/en-us). Autorun, das bei eingelegter CD/DVD automatisch eine Aktion startet, ist zu deaktivieren. Ansonsten kann es zu unvorhersehbaren Problemen mit den virtuellen Maschinen kommen. Ab der Version 2.0 verwendet der VMware-Server auch unter Windows für das Web-Interface den Apache- und Tomcat-Server. Bei den Diensten wird dieser Service als VMware Server Web Access aufgelistet.
[bearbeiten] Managementtools
[bearbeiten] Das Web-Interface VI Web Access
Das Web-Interface VI Web Access dient zur Verwaltung der virtuellen Maschinen. Sofern bei der Konfiguration nicht anders angegeben, hört der Webserver auf den Ports 8222 (HTTP) und 8333 (HTTPS): https://mein_vmware-server:8333. Es erscheint eine Sicherheitsabfrage im Web-Browser, da ein selbst-signiertes Zertifikat im VI Web Access verwendet wird. Im Web-Browser ist dieses Zertifikat zu akzeptieren. Nach dem Einloggen als Benutzer root erscheinen auf der linken Seite im Inventory des VI Web Access alle angelegten virtuellen Maschinen. Durch Auswahl der Reiter auf der rechten Seite werden jeweils verfügbare Funktionen angezeigt. Unter dem Reiter Console loggt man sich in das Gast-System ein. Dazu wird ein Browser-PlugIn installiert. Dieses PlugIn ist unabhängig vom Web-Interface. Das Web-Interface versucht die Authentifizierung per Client-Zertifikat durchführen. Wenn im Web-Browser Firefox ein Client-Zertifikat installiert ist, schaltet man die lästigen Abfragen im Browser folgendermaßen ab: Menü Bearbeiten, Einstellungen, Erweitert, Verschlüsselung, Zertifikate: Automatisch eins wählen.
Das Anlegen von virtuellen Maschinen mit dem Web-Interface VI Web Access erfolgt mit einem Wizard. Um das Fenster einer virtuellen Maschine zu verlassen, ist die Tastenkombination [Strg]+[Alt] einzugeben. Die virtuellen Maschinen erscheinen zur Verwaltung in einer Liste.
[bearbeiten] VMware Infrastructure Client
Der VMware Infrastructure Client (VI Client) steht nur für Microsoft Windows-Versionen zur Verfügung. Es dient zur Remote-Administration. Zur Installation lädt man sich das Installationsprogramm vom Web-Interface des VMware-Servers herunter und installiert es. Die Installation ist einfach und selbsterklärend. Nach der Installation muss man sich mit dem Host, auf dem der VMware-Server läuft, verbinden. Die virtuellen Maschinen erscheinen zur Verwaltung in einer Liste. Um eine neue virtuelle Maschine mit dem VMware Infrastructure Client zu generieren, ist das Icon Create a new virtual machine anzuklicken. Das Anlegen von virtuellen Maschinen erfolgt mit einem Wizard. Um das Fenster einer virtuellen Maschine zu verlassen, ist die Tastenkombination [Strg]+[Alt] einzugeben. Die virtuellen Maschinen erscheinen zur Verwaltung in einer Liste.
[bearbeiten] openQRM
openQRM ist eine seit 2006 als Open Source entwickelte vielseitige Suite zum Systemmanagement (siehe http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_OpenQRM). Mit dessen PlugIn vmware-server und vmware-server2 lassen sich virtuelle Maschinen für VMware-Server und VMware-Server 2 verwalten. Um eine virtuelle Maschine mit openQRM anzulegen, ist zunächst das PlugIn VMware-server2 zu installieren und aktivieren. Anschließend ist eine Appliance mit dem Ressource-Type VMware-Server2 Host zu erzeugen. Mit dem VMware-Server2-Manager legt man eine neue virtuelle Maschine an.
[bearbeiten] VMware VirtualCenter Server
Der VMware VirtualCenter Server (http://www.vmware.com/de/download/) ist eine leistungsfähiges Management-Software für ESX und ESXi. Zum Test kann eine zeitlich begrenzte Evaluation-Version heruntergeladen werden. Mit dieser Evaluation-Version ist es möglich den VMware-Server 2.0 verwalten. Der VMware Virtual Center Server wird im Abschnitt ESXi beschrieben (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Weitere_Virtualisierer_und_Emulatoren/_VMware_ESXi_Hypervisor).
[bearbeiten] ubuntu-vm-builder
Wenn das Host-System Ubuntu Linux ist, ist alternativ das Anlegen einer virtuellen Maschine mit dem ubuntu-vm-builder möglich. Der ubuntu-vm-builder ist ein Tool zum Anlegen von virtuellen Maschinen mit Ubuntu JeOS als Gast-System für KVM, QEMU, VMware-Server und VMware-Workstation, VMware Player und Xen. Ubuntu JeOS (Just enough Operating System) ist eine eine abgespeckte Variante der Linux-Distribution Ubuntu für virtuelle Appliances. Benötigt wird das Paket ubuntu-vm-builder.
Host ~$ sudo apt-get install ubuntu-vm-builder
In dem folgenden, einfachen Beispiel wird eine virtuelle Maschine mit Ubuntu Hardy mit Default-Werten generiert.
Host ~$ sudo ubuntu-vm-builder vmserver hardy
Im aktuellen Verzeichnis legt dazu das Skript das Unterverzeichnis ubuntu-vmserver mit der virtuellen Festplatte und der Konfigurationsdatei ubuntu.vmx an.
config.version = "8" virtualHW.version = "4" scsi0.present = "FALSE" scsi0.virtualDev = "lsilogic" memsize = "128" Ethernet0.virtualDev = "vlance" Ethernet0.present = "TRUE" Ethernet0.connectionType = "bridged" displayName = "ubuntu amd64" guestOS = "ubuntu-64" priority.grabbed = "normal" priority.ungrabbed = "normal" powerType.powerOff = "hard" powerType.powerOn = "hard" powerType.suspend = "hard" powerType.reset = "hard" floppy0.present = "FALSE" ide0:0.present = "TRUE" ide0:0.fileName = "disk0.vmdk"
Zum Starten der neuen virtuellen Maschine wechselt man in das angelegte Unterverzeichnis und öffnet im VMware-Server die ubuntu.vmx.. Zahlreiche weitere Optionen von ubuntu-vm-builder ermöglichen die bessere Konfiguration der neuen virtuellen Maschine. Die Option --help erläutert diese.
Host ~$ ubuntu-vm-builder --help
Um die Optionen nicht von Hand eintippen zu müssen, können die Angaben in das folgende Web-Formular eingegeben werden: http://people.ubuntu.com/~kirkland/ubuntu-vm-builder.html. Beim ersten Feld ist die Virtualisierungssoftware vmserver auszuwählen. Nach Eingabe der gewünschten Werte und nach dem Betätigen des Buttons Generate Command wird die entsprechende Kommandozeile angezeigt. Diese kopiert man in die Konsole. Eine ausführlichere Beschreibung findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_libvirt-Tools.
[bearbeiten] Die Bibliothek libvirt
Website: http://libvirt.org
libvirt ist eine Schicht zwischen Virtualisierungssoftware und Management-Tools. Damit ist die Entwicklung von Management-Tools für alle Virtualisierungslösung, die diese Bibliothek unterstützen, möglich. Die Bibliothek libvirt unterstützt ab der Version 0.7 QEMU, KVM, VirtualBox, VMware ESX, VMware Server, Xen, LXC Linux Container System, OpenVZ Linux Container System, und User Mode Linux. libvirt wird als Open Source veröffentlicht. Für verschiedene Linux-Distributionen könne entsprechende Software-Pakete installiert werden. Die Bibliothek lässt sich mit Cygwin und Mingw auch unter Microsoft Windows compilieren. Weitere Informationen findet man unter den URLs http://qemu-buch.de/d/Managementtools/_libvirt-Tools und http://qemu-buch.de/d/Anhang/_libvirt.
[bearbeiten] Gast-Systeme
Mit der Version 2.0 des VMware-Server werden auch Microsoft Windows Server 2008 und Microsoft Windows Vista als Gast-Systeme unterstützt. Der Arbeitsspeicher kann jetzt für jedes Gast-System bis zu 8 GByte RAM betragen. Dazu ist ein 64-Bit-Host-System oder ein 32-Bit-System mit PAE-Unterstützung (Physical Address Extension) notwendig. Bei CPUs mit Hardware-Virtualisierung können 64-Bit-Gast-Systeme betrieben werden. Weiterhin bietet VMware-Server den Gast-Systemen USB 2.0 und bis zu zehn virtuellen Netzwerkkarten. Virtuelle SCSI-Festplatten ordnet man dem Gast im laufenden Betrieb zu. Leider beherrscht der VMware-Server nur einen Snapshot pro virtueller Maschine.
[bearbeiten] VMware-Tools
Es ist zu empfehlen auf den Gast-Systemen die VMware-Tools zu installieren. Diese optimieren mit speziellen Treibern die Arbeit mit der virtuellen Maschine. Man passt damit die Auflösung des Gastfensters an und Cut & Paste wird unterstützt. Die VMware-Tools werden für die unterschiedlichen Gast-Systeme als ISO-Images (freebsd.iso, linux.iso, netware.iso, windows.iso) angeboten. Die Option Install VMware Tools legt eine virtuelle CD-ROM in das Laufwerk. Unter Windows als Gast-System wechselt man auf dieses Laufwerk und startet das Installationsprogramm. Unter Unix/Linux als Gast-System ist erst diese CD-ROM zu mounten, das Tar-Archiv zu entpacken und das Skript vmware-install.pl aufzurufen. Unter Ubuntu 8.04 LTS sind dazu folgende Befehle notwendig.
Gast ~$ mount /dev/cdrom Gast ~$ cp /media/cdrom0/VMwareTools* . Gast ~$ umount /dev/cdrom Gast ~$ tar xzvf VmwareTools*.tar.gz Gast ~$ cd vmware-tools-distrib Gast ~$ ./vmware-install.pl -d
Für unix-artige Gast-Systeme ist die Überwachung der VMware-Tools mit Monit (http://mmonit.com/monit/) zu empfehlen. Monit startet gestoppte VMware-Tools. Die Installation des Paketes monit ist unter Ubuntu mit einer Befehlszeile erledigt.
Gast ~$ apt-get install monit
Anschließend ist in der Datei /etc/default/monit die Zeile startup=0 auf startup=1 zu ändern. Konfiguriert wird Monit mit der Konfigurationsdatei /etc/monit/monitrc.
# /etc/monit/monitrc
# Email fuer Alerts
set mail-format {
from: root@mygast.mydomain.de
subject: [$ACTION] $HOST $SERVICE $EVENT – monit
}
set alert my-email@mydomain.de
## vmware-tools
check process vmware-tools with pidfile /var/run/vmware-guestd.pid
alert my-email@mydomain.de only on { nonexist }
start program "/etc/init.d/vmware-tools start"
stop program "/etc/init.d/vmware-tools stop"
if 5 restarts within 5 cycles then timeout
Anschließend ist die Konfiguration zu testen und Monit neu zu starten.
Gast ~$ /etc/init.d/monit syntax Control file syntax OK Gast ~$ /etc/init.d/monit restart
[bearbeiten] Links
- http://mln.sourceforge.net/ The MLN Project (Manage Large Networks)
- http://pubs.vmware.com/server1/wwhelp/wwhimpl/js/html/wwhelp.htm
- http://www.vmware.com/support/pubs/ Dokumentationen
- http://concisionandconcinnity.blogspot.com/2008/08/quick-vm-creation-with-ubuntu-vm.html
- http://www.scribd.com/doc/5708986/Vmware-command-line