Bochs emulator download installation windows linux qemu bximage
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[bearbeiten] Bochs
Website: http://bochs.sourceforge.net
Bochs ist ein x86-Emulator (Open Source), der auf vielen Betriebssystemen, auch unter anderen Prozessoren, läuft. Ziel der Entwickler ist es, eine vollständige PC-Kompatibilität zu erreichen. Es ist möglich unterschiedliche Gast-Betriebssysteme unter Bochs zu installieren. Allerdings ist die Ausführungsgeschwindigkeit nicht hoch. Bochs dient daher vor allem zum Entwickeln und zum Testen.
[bearbeiten] Installation
[bearbeiten] Microsoft Windows
Zur Installation unter Microsoft Windows lädt man das Installationsprogramm von der Website unter dem Punkt Get Bochs herunter und startet es. Ein Wizard hilft bei der Installation. Im Schritt Choose Components aktiviert man alle Komponenten, auch DLX Linux Demo. Im nächsten Schritt kann der Installations-Pfad C:\Programme\Bochs-2.4.2 geändert werden. Nach der Installation wird zur Kontrolle das Icon Linux Demo in Bochs 2.4.2 angeklickt. Es wird Bochs mit einem Linux als Gast-System gestartet. Man loggt sich mit root ein. Ein Passwort ist nicht gesetzt. Um eine neue virtuelle Maschine anzulegen, wird Bochs mit Menü Start, Alle Programme, Bochs 2.4.2, Bochs 2.4.2 gestartet.
[bearbeiten] Linux
Die Installation von Bochs unter Debian und dessen Derivaten, wie Ubuntu, ist als Benutzer root mit einer Befehlszeile getan. Ansonsten sind wie üblich die Quellen mit configure, make, und make install zu kompilieren.
Host ~# apt-get install bochs bximage
[bearbeiten] FreeBSD
Für FreeBSD und dessen Derivate, wie PC-BSD, erfolgt die Installation mit folgenden Befehlen.
Host ~# cd /usr/ports/emulators/bochs Host ~# make install clean
[bearbeiten] MacOS X
Unter MacOS X erfolgt die Installation per MacPorts (siehe http://qemu-buch.de/d/QEMU_unter_Mac_OS_X).
Host ~$ sudo port install bochs
[bearbeiten] Anlegen von virtuellen Maschinen
Es ist günstig für jede virtuelle Maschine ein Verzeichnis anzulegen und darin die Konfigurationsdatei und die Image-Dateien zu speichern. In diesem Beispiel soll das Betriebssystem CP/M86 installiert werden.
Host ~$ mkdir -p ~/bochsVMs/cpm86 Host ~$ cd ~/bochsVMs/cpm86
Man lädt das Image der CP/M86-Diskette herunter und entpackt es.
Host ~$ wget \
http://www.gaby.de/ftp/pub/cpm/sysdisks/cpm86/86raw144.zip
Host ~$ unzip 86raw144.zip
Mit dem Tool bximage wird eine virtuelle Festplatte angelegt. Am Ende des Dialoges von bximage erscheint der Hinweis wie der Zugriff auf die virtuelle Festplatte in der Datei bochsrc zu konfigurieren ist. Mit einem Texteditor fügt man diese Zeile ein.
Host ~$ bximage Do you want to create a floppy disk image or a hard disk image? Please type hd or fd. [hd] [Enter] What kind of image should I create? Please type flat, sparse or growing. [flat] [Enter] Enter the hard disk size in megabytes, between 1 and 129023 8 What should I name the image? [c.img] [Enter] Writing: [] Done. [Enter] The following line should appear in your bochsrc: ata0-master:type=disk,path="c.img",mode=flat,cylinders=16,heads=16, spt=63
Die Konfiguration einer virtuellen Maschine erfolgt unter Bochs mit einer Konfigurationsdatei mit dem Namen bochsrc. Ein Beispiel einer Konfigurationsdatei kann als Vorlage verwendet werden.
Host ~$ cp /usr/share/doc/bochs/examples/bochsrc.gz . Host ~$ gunzip bochsrc.gz
Für dieses Beispiel hat die Datei bochsrc folgenden Inhalt.
config_interface: wx display_library: wx romimage: file=/usr/share/bochs/BIOS-bochs-latest cpu: count=1, ips=10000000, reset_on_triple_fault=1 megs: 16 vgaromimage: file=/usr/share/vgabios/vgabios.bin vga: extension=vbe floppya: 1_44=144cpm86.img, status=inserted ata0: enabled=1, ioaddr1=0x1f0, ioaddr2=0x3f0, irq=14 ata0-master:type=disk,path="c.img",mode=flat,cylinders=16,heads=16, spt=63 boot: floppy floppy_bootsig_check: disabled=1 log: /dev/null panic: action=ask error: action=report debugger_log: - vga_update_interval: 300000 keyboard_serial_delay: 250 keyboard_paste_delay: 100000 mouse: enabled=0 private_colormap: enabled=0 user_shortcut: keys=f10 i440fxsupport: enabled=0
Es wird Bochs in dem angelegten Verzeichnis gestartet. Der Aufruf von bochs ohne Optionen zeigt die Version und ein Menü an. Die Option -q unterdrückt dieses Konfigurationsmenü und startet die Emulation direkt.
Host ~$ bochs -q
[bearbeiten] Weiteres
Anleitungen zum Konvertieren von virtuellen Festplatten unterschiedlicher Virtualisierer und Emulatoren findet man unter der URL http://qemu-buch.de/d/Speichermedien/_Festplatten-Images_anderer_Virtualisierungssoftware. Einige nützliche Tools werden im Anhang erläutert (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools). Dieser kurze Überblick dient auch dazu, sich bei weniger bekannten Gast-Systemen zurechtzufinden.