QEMU unter Microsoft Windows, Qemu-Manager für Windows Version 7.0 mit Qemu 0.11 und KQEMU Support, QEMU Download, QEMU unter Wine
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qemu-kvm & libvirt
4. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8370-0876-0
276 Seiten, 27,27 EUR
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Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] QEMU unter Microsoft Windows
Unter Microsoft Windows XP/Vista/7 lässt sich QEMU auf zwei Arten installieren. Die eigentlichen Komponenten von QEMU benötigen keine grafische Benutzeroberfläche (GUI). Wer lieber gleich ein Komplettpaket mit grafischer Benutzeroberfläche und Beschleuniger KQEMU möchte, installiert sich den Qemu-Manager für Windows. Es lassen sich beide Versionen gleichzeitig betreiben.
Für ältere Microsoft Windows-Versionen sind ältere QEMU-Versionen zu verwenden (siehe unten). Auch Unter Wine (http://www.winehq.org) kann man die Microsoft Windows-Versionen von QEMU betreiben (siehe unten).
[bearbeiten] Qemu-Manager für Windows
Download: http://www.davereyn.co.uk/download.htm
Der Qemu-Manager für Windows ist eine einfach zu bedienende grafische Benutzeroberfläche für QEMU. Die Version 7.0 unterstützt die QEMU-Versionen 0.11.
[bearbeiten] Installation
Die Installation wird durch Anklicken der Datei setupqemuk70.exe aufgerufen. Ein Wizard hilft bei der Konfiguration. Zuerst müssen der Pfad und die Version von QEMU angegeben werden. Danach ist der KQEMU-Support zu aktivieren. Es sind Pfade für die Disketten-, CD-, und DVD-Images sowie der Pfad für die virtuellen Festplatten zu konfigurieren.
[bearbeiten] Quickstart
Nachfolgend werden die Schritte zum Einrichten einer virtuellen Maschine am Beispiel ReactOS (http://www.reactos.org/de/) als Gast-Betriebssystem beschrieben. Zuerst lädt man das Image der Installations-CD von der Website herunter und entpackt es in das media-Verzeichnis des Qemu-Managers (C:\Programme\QemuManager\media). Unter Windows Vista benötigt man dazu Administrator-Rechte. Der Aufruf des Qemu-Managers erfolgt über das Start-Menü, (Alle) Programme, Qemu-Manager. Nach dem Start des QEMU-Managers erscheint ein Fenster. Um eine neue virtuelle Maschine anzulegen, klickt man auf das rote Icon mit dem Plus-Zeichen ganz links in der Symbolleiste. Ein Assistent hilft bei der Konfiguration der virtuellen Maschine. Zuerst gibt man den Namen der neuen virtuellen Maschinen an: ReactOS. Als Speicherort für die virtuelle Maschine wählt man Default VM Store, als Plattform Standard x86/x64 PC und als Betriebssystem Microsoft Windows XP. Im nächsten Schritt wird der Arbeitsspeicher definiert. Für ReactOS ist ein Arbeitsspeicher von 128 MByte einzustellen. Danach wählt man den Punkt Create New Virtual Disk Image und legt damit eine neue virtuelle Festplatte an. Als Größe der Festplatte definiert man 1 GByte. Als Typ ist qcow2 zu empfehlen. Anschließend aktiviert man die Option Use the Qemu Manager Client (for advanced VM control). Um das Image der Installations-CD einzubinden, klickt man auf den Reiter Drives und öffnet die CD-ROM-Einstellungen durch einen Doppelklickt auf das Icon CD-ROM. Man wählt die Image-Datei der heruntergeladenen Installations-CD. Anschließend öffnet man mit einem Doppelklick die Einstellungen zum Boot Drive. In der Dialogbox stellt man CD-ROM ein. Unter dem Reiter Hardware wählt man unter Network Card die Netzwerk-Karte NE2000 PCI aus. Ist die virtuelle Maschine generiert, erscheint ihr Name in der Liste. Durch Auswählen des Namens und durch Klicken auf das grüne Icon startet man die virtuelle Maschine. Das QEMU-Fenster wird mit [Strg]+[Alt] verlassen.
Bei der Installation von ReactOS wird zuerst die deutsche Tastatur ausgewählt. Danach wird die virtuelle Festplatte partitioniert und formatiert. Die Vorgabe für das Zielverzeichnis und für den Bootloader werden übernommen. Anschließend muss die virtuelle Maschine neu gestartet werden. Nach erfolgreicher Installation ist das Booten von CD zu deaktivieren. Dazu wechselt man im Qemu-Manager zum Reiter Drives und ändert die Einstellungen zum Boot Drive auf Hard Disk um. Man bootet das installierte System von der virtuellen Festplatte. Die Netzwerk-Konfiguration erfolgt automatisch per DHCP.
[bearbeiten] Befehlsübersicht
Auf der linken Seite des Qemu-Manager befindet sich die Liste der konfigurierten virtuellen Maschinen. Wird eine virtuelle Maschine ausgewählt, erscheinen auf der rechten Seite die aktuellen Einstellungen dieser virtuellen Maschine. Die Einstellungen werden jeweils durch Doppelklick angepasst. Die Icons haben folgende Bedeutungen.
[bearbeiten] Reiter Hardware
Unter diesem Reiter ist die Konfiguration der emulierten Hardware und der Netzwerkoptionen für die ausgewählte virtuelle Maschine möglich (siehe http://qemu-buch.de/d/Virtuelle_Hardware_anpassen).
- Virtual Machine Name: Definiert den Namen der virtuellen Maschine.
- Machine Type: Definiert den Maschinen-Typ.
- CPU Type: Definiert den CPU-Typ (32- oder 64-Bit).
- CPU Model: Definiert das CPU-Modell.
- No of CPUs: Legt die Anzahl der CPUs fest.
- Operating System: Kennzeichnet das Gast-System.
- Ram (Memory): Definiert den Arbeitsspeicher.
- Enable Sound Card: Aktiviert die Sound-Unterstützung.
- Sound Card: Wählt eine oder mehrere Sound-Karten aus.
- Enable Networking: Aktiviert die Netzwerkunterstützung.
- Network Card x: Konfiguriert die Netzwerkkarte und das virtuelle Netzwerk.
- Video Card: Wählt eine Grafikkarte aus.
- Full Screen Display: Aktiviert den Vollbildmodus.
- USB Support: Aktiviert den USB-Support.
- Qemu Manager Client: Aktiviert den Qemu Manager Client.
- Serial Port x: Konfiguriert die seriellen Schnittstellen.
- Parallel Port x: Konfiguriert die parallelen Schnittstellen.
- Enable Bluetooth: Aktiviert Bluetooth.
- VM Store: Auswahl eines VM-Stores.
- Last Run: Zeigt Datum und Uhrzeit der letzen Ausführung der virtuellen Maschine an.
[bearbeiten] Reiter Drives
Unter diesem Reiter wird die Verwaltung der Speichermedien konfiguriert (siehe http://qemu-buch.de/d/Speichermedien).
- Hard Disks X: Verwaltet virtuelle Festplatten.
- Floppy Drive X: Verwaltet virtuelle Disketten.
- CD-ROM: Verwaltet virtuelle CD/DVDs.
- Snapshots: Verwaltet gespeicherte Systemzustände.
[bearbeiten] Reiter Advanced
Unter diesem Reiter sind spezielle Konfigurationen möglich.
- Qemu Path: Definiert den Pfad zur QEMU-Installation. Die Variable {QM} speichert Qemu-Manager-Pfad.
- Qemu Executable: Zeigt den Programm-Namen von QEMU an.
- Kernel Image: Ermöglicht das Booten eines separaten Linuxkernels (siehe http://qemu-buch.de/d/Spezielle_QEMU-Optionen#Spezielle_Linux-Bootoptionen).
- Initial Ram Disk Image (initrd): Definiert eine Initiale RAM-Disk.
- Kernel command line append: Definiert Boot-Optionen für den separaten Linuxkernel.
- Bios Filename: Ermöglicht es andere Bios-Dateien zu verwenden. Diese Option sollte normalerweise nicht geändert werden.
- Disable ACPI Support: Deaktiviert ACPI.
- Sound Library: Auswahl einer Sound-Library: Direct Sound, SDL, Wave Renderer, FMOD oder None.
- Close VM when rebooted: Beendet die virtuelle Maschine beim Reboot des Gast-Systems.
- Enable SDL output: Aktiviert die Verwendung der SDL-Library.
- Launch as VNC Server: Aktiviert den integrierten VNC-Server.
- Enable USB Tablet Device: Aktiviert das USB Tablet Device.
- QEMU Window Title: Definiert den Namen des Fensters der Instanz. Als Default-Einstellung wird der Name der virtuellen Maschine verwendet. Dieser wird in der Variable {VM NAME} gespeichert.
- Do Not Start CPU on Startup: Die CPU wird beim Start der virtuellen Maschine nicht gestartet. Im QEMU-Monitor startet man mit dem Befehl c die CPU des Gast-Systems.
- Use Local Time: Statt UTC wird Local Time verwendet.
- Specify Start Date and Time of VM: Die System-Uhr wird beim Start der virtuellen Maschine auf eine bestimmte Zeit gesetzt.
- Dock Qemu Manager on VM Launch: Nach dem Start der virtuellen Maschine wird der Qemu-Manager als Icon rechts in der Windows-Statuszeile abgelegt.
- Disable All accelerator Support: Deaktiviert KQEMU.
- Enable FULL accelerator support: Aktivert KQEMU.
- Enable WIN2K Hack: Diese Option ist bei der Installation von Microsoft Windows 2000 zu aktivieren.
- Enable ACPI HAL Time Drift Hack: Aktiviert den ACPI HAL Time Drift Hack.
- Disable Boot Signature Checking: Deaktiviert das Testen der Boot-Signatur bei Disketten.
- Disable HPET: Deaktiviert den High Precision Event Timer.
- Do Not Apply Changes to VM Session: Schützt die virtuellen Festplatten vor Veränderungen durch die laufende virtuelle Maschine.
- Qemu Process Priority (CAUTION): Falls QEMU zu viel CPU-Zeit verbraucht, verringert man diesen Wert. Es lassen sich die Stufen Idle, Normal, High und Realtime einstellen. Für die meisten Anwender ist die Einstellung Normal zu empfehlen.
- Run VM in Debug mode: Im Debug-Modus zeigt ein zweites Fenster Informationen zur laufenden virtuellen Maschine. Diese Option darf nicht zusammen mit der Option Qemu Manager Client verwendet werden.
- Override All Settings: Deaktiviert alle Einstellungen bei Verwendung der Option Optional Launch Data.
- Optional Launch Data: Ermöglicht die Eingabe von zusätzlichen QEMU-Optionen.
[bearbeiten] Menü File
- Exit: Beendet das Programm. Laufende virtuelle Maschinen werden dabei nicht beendet.
[bearbeiten] Menü Options
- Create New Virtual Disk: Generiert eine neue virtuelle Festplatte.
- (Un-)Install KQEMU Accelerator: Ermöglicht die (De-)Installation von KQEMU.
- Show Last Run Command: Praktisch ist die Anzeige der zuletzt verwendeten QEMU-Optionen. Hier wird die komplette Befehlszeile, basierend auf der Konfiguration im Qemu Manager, angezeigt.
- Configure Operating System Defaults: Der Qemu-Manager ermöglicht die Konfiguration von Default-Einstellungen für unterschiedliche Betriebssysteme. Das Fenster Voreinstellung Betriebssystem zeigt eine Liste mit Vorgaben. Für jedes System sind der Name, die empfohlene Größe des Arbeitsspeichers (RAM) und die empfohlene Festplattengröße festgelegt. Neue Vorgaben fügt man mit dem Plus-Icon hinzu.
- VM Stores: Definiert VM-Stores.
- Browse Default Media Image Folder: Zeigt den Inhalt des Verzeichnisses für die Installationsmedien an.
- Stop ALL accelerator drivers on Qemu Manager Close: Beendet KQEMU nach dem Beenden des Qemu-Managers.
- Change Language: Ändert die Spracheinstellung.
- Check for Updates on Startup: Testet beim Start des Qemu-Managers auf neue Versionen.
[bearbeiten] Menü File Transfer
Ein im Qemu-Manager intergrierter FTP-Server (IP-Adresse 10.0.2.2) erlaubt es, Dateien zwischen dem Host- und Gast-System auszutauschen. Die Konfiguration des FTP-Servers erfolgt über Configure File Transfer Server. Ist die Datenübertragung mit FTP konfiguriert, wird der FTP-Server mit Start File Transfer Server aufgerufen. Nach dem Anklicken des Start-Buttons erscheint ein Icon des Dateitransfer-Servers rechts in der Taskleiste des Host-Systems. Ein Klick mit der rechten Maus-Taste auf dieses Icon zeigt das Menü View Log. Es informiert über die Verbindungsversuche mit dem FTP-Server. Zur Datenübertragung muss ein FTP-Client auf dem Gast-System eingerichtet sein. Dies sind die Zugangsdaten zum Qemu Manager FTP Server:
Host: 10.0.2.2 User: QEMU Password: QEMU
- Enable Full System Sharing: Diese Option ermöglicht es, die gesamte Host-Festplatte dem Gast-System anzubieten.
- Share The Following Folder Only: Es wird das angegebene Verzeichnis dem Gast-System angeboten.
- Folder: In diesem Feld ist das Verzeichnis anzugeben.
- Allowed List: Hier gibt man eine Liste von IP-Adressen ein, die auf den FTP-Server zugreifen dürfen. Die IP-Adressen sind mit einem Semikolon zu trennen (zum Beispiel 1.1.1.1;2.2.2.2). Dies ist nur bei TAP-Networking notwendig. Zur Sicherheit sollten nur lokale und nicht globale IP-Adressen verwendet werden.
[bearbeiten] Menü Help
- View User Manual: Anzeige des User-Manuals.
- Check for Updates: Testet auf Programm-Updates.
- About: Informationen über das Programm.
[bearbeiten] Qemu Manager Client
Der Qemu Manager Client erlaubt die Steuerung einer laufenden virtuellen Maschine. Es lassen sich Befehle des QEMU-Monitors ausführen (siehe http://qemu-buch.de/d/Der_QEMU-Monitor). Aktiviert wird der Qemu Manager Client unter dem Reiter Hardware, Qemu Manager Client. Das Fenster der virtuellen Maschine erhält eine Symbolleiste. Die Icons haben folgende Bedeutungen.
- CD/DVD Drive: Mit diesem Icon wechselt man CD/DVDs beziehungsweise wirft sie aus.
- Floppy Disk Drive: Mit diesem Icon wechselt man Disketten oder wirft sie aus.
- Send Ctrl+ALT+DELETE to guest: Sendet die Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Entf] zur virtuellen Maschine.
- Pause/Resume Virtual Mashine: Mit diesen Icons lässt man eine QEMU-Session pausieren oder weiterlaufen.
- Snapshots: Mit diesem Icon speichert oder lädt man den Zustand einer QEMU-Session (siehe http://qemu-buch.de/d/Speichermedien/_VM-Snapshots).
- Reset/Power Down: Dieses Icon löst einen Reset aus oder schaltet den virtuellen PC aus (Datenverlust!).
- Quit Qemu: Beendet die QEMU-Session.
- Open Qemu Monitor Window: Öffnet die QEMU-Manager-Konsole.
[bearbeiten] QEMU ohne GUI
Die Variante ohne GUI eignet sich dazu, eine DVD mit einer virtuellen Maschinen und der QEMU-Software zu brennen. Die virtuelle Maschine auf dieser DVD kann auf einem anderen Computer ohne Installation von QEMU gestartet werden.
[bearbeiten] QEMU und KQEMU
Download:
- http://vpsland.superglobalmegacorp.com/install/
- http://qemu-buch.de/download/qemu-0.11.0-windows.zip
- http://www.qemu.org/download.html (KQEMU)
- http://homepage3.nifty.com/takeda-toshiya/qemu/index.html
Für die Installation von QEMU ohne GUI und ohne KQEMU werden keine Administrator-Rechte benötigt und es wird die Windows-Registry nicht verändert. Zuerst wird die neueste Version heruntergeladen und entpackt.
QEMU unterstützt bis zur Version 0.11.1 den optionalen Beschleuniger KQEMU. Für die Installation von KQEMU ist zuerst die Datei kqemu-1.4.0pre1.tar.gz zu entpacken. Mit einem Rechtsklick auf die Datei kqemu.inf beginnt die Installation. Anschließend ist der Rechner neu zu starten. Danach muss folgender Befehl eingegeben werden:
Host C:\> net start kqemu
Mit net start werden unter Microsoft Windows die Dienste gestartet. Diese Zeile sollte in ein Startscript eingefügt werden, damit man sie nicht nach jedem Neustart eingeben muss. Im Abschnitt Quickstart wird das Anlegen einer virtuellen Maschine auf der Kommandozeile beschrieben (siehe http://qemu-buch.de/d/Quickstart). Dazu ist vorher in das Verzeichnis mit dem QEMU-Binary zu wechseln. Es ist auch möglich, dieses Verzeichnis in die PATH-Variable aufzunehmen. Die PATH-Variable wird bei Microsoft Windows XP in der Systemsteuerung unter Systemeigenschaften, Erweitert, Umgebungsvariablen definiert. Eine komfortable Arbeit auf der Konsole unterstützt Cygwin oder die Windows PowerShell (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools).
[bearbeiten] WinQEMU
Download: http://sourceforge.net/projects/winqemu/
WinQEMU ist eine native Windows-Version von QEMU. Der Source Code von QEMU wurde für Visual C++ 2008 portiert. Die Installation von WinQEMU ist einfach, verändert nicht die Windows-Registry und es werden keine Administrator-Rechte benötigt. Zur Installation wird die neueste Version von WinQEMU heruntergeladen und entpackt. In der DOS-Eingabeaufforderung wechselt man in das angelegte Verzeichnis. Statt qemu.exe ist WinQemuTest.exe aufzurufen.
[bearbeiten] MobaLiveCD
Download: http://mobalivecd.mobatek.net/en/
Eine auf das Booten von Live-CDs und USB-Sticks eingeschränkte Version von QEMU verwendet MobaLiveCD. Dieses Tool wird in ein beliebiges Verzeichnis heruntergeladen und gestartet, um ISO-Images von Live-CDs zustarten. Komfortabler ist das Booten der ISO-Images mit einem Rechtsklick auf die ISO-Datei. Dazu ist zuvor diese Funktion mit dem Button Right-click menu zu aktivieren. QEMU-Start-Optionen lassen sich nicht vorgeben. Der QEMU-Monitor ist aber verwendbar.
[bearbeiten] Tools
Um alle Möglichkeiten der Windows-Version von QEMU zu nutzen, sind zusätzliche Tools zu installieren. Weitere nützliche Tools werden im Anhang beschrieben (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools).
[bearbeiten] TUN/TAP-Devices
Microsoft Windows-Versionen bieten keinen TUN/TAP-Support. Dieser wird erst durch die Installation der TUN/TAP-Adapter von OpenVPN (http://openvpn.net/download.html) eingerichtet. Dazu wird die Installationsdatei für Microsoft Windows heruntergeladen und aufgerufen. Im Setup werden alle Komponenten, außer Tap-Win32 Virtual Ethernet Adapter, Add OpenVPN to PATH und Add Shortcuts to Start Menu, deaktiviert. Ein TAP-Interface generiert man im Menü Start über Alle Programme, OpenVPN, Add a new TAP-Win32 virtual ethernet adapter. Zu Kontrolle gibt man in der DOS-Eingabeaufforderung openvpn –show-adapters ein.
Host C:\> openvpn –show-adapters
Available TAP-WIN32 adapters [name, GUID]:
'LAN-Verbindung 2' {xxx-yyy-zzz}
In diesem Beispiel wurde ein Adapter mit dem Namen LAN-Verbindung 2 angelegt. In der Systemsteuerung gibt man diesem einen einfacheren Namen, zum Beispiel my-tap. Den Erfolg der Umbenennung testet folgender Befehl:
Host C:\> openvpn –show-adapters
Available TAP-WIN32 adapters [name, GUID]:
'my-tap' {xxx-yyy-zzz}
Es wird diesem Interface eine IP-Adresse zugewiesen. Dazu ist in der Systemsteuerung unter Netzwerkverbindungen der Adapter auszuwählen. Unter dem Punkt Internet Protocol (TCP/IP) ist der Button Eigenschaften anzuklicken. Die IP-Adresse muss im gleichen Netzwerksegment wie die des Gast-Systems liegen und darf nicht bereits vergeben sein.
Host C:\> qemu Platte.img -net nic -net tap,ifname=my-tap
Beim Aufruf von QEMU mit diesen Optionen wird der Netzwerkverbindung my-tap die angegebene IP-Adresse (hier 10.0.2.20) zugewiesen (siehe http://qemu-buch.de/d/Netzwerkoptionen/_Virtuelle_Netzwerke_konfigurieren). Bei einigen Gast-Systemen muss eventuell die Netzwerkkonfiguration von DHCP auf eine statische IP-Adresse, zum Beispiel 10.0.2.15, geändert werden. Ist eine Windows-Firewall aktiv, ist diese für den TAP-Adapter zu deaktivieren.
[bearbeiten] LIBUSB-WIN32
Download: http://libusb-win32.sourceforge.net
Der USB-Support von QEMU unter Microsoft Windows ist noch in einer experimentellen Phase und unterstützt USB-Hard-Disk-Images, virtuelle USB-Mäuse und virtuelle USB-Tastaturen. Der Zugriff auf die USB-Devices des Host-Systems bremst QEMU aus. Es ist die Bibliothek LIBUSB-WIN32 notwendig. Diese wurde von Linux nach Microsoft Windows portiert. Zur Installation der Library lädt man die Datei libusb-win32-filter-bin-0.1.12.1.exe herunter und startet diese. Wie bei Installationen unter Windows üblich, ist mehrmals Next zu klicken. Mit dem mitgelieferten Test-Programm ermittelt man den Produkt-Namen, die Vender-ID und die Produkt-ID des entsprechenden USB-Devices auf dem Host. Im Qemu-Manager aktiviert man unter dem Reiter Hardware den USB-Support und trägt die ermittelten Angaben (Produkt-Name, Vender-ID und Produkt-ID) als Host-Device unter USB-Devices ein. Im QEMU-Monitor überprüft man mit dem Befehl info usbhost die Verfügbarkeit des entsprechenden Host-Device.
(qemu) info usbhost Device 0.1, speed 480 Mb/s Class 00: USB device 090c:1000, USB DISK
[bearbeiten] Anlegen von virtuellen Maschinen
Das Anlegen von virtuellen Maschinen wird unter der URL http://qemu-buch.de/d/Gast-Systeme beschrieben.
[bearbeiten] QEMU unter älteren Microsoft Windows-Versionen
Unter Microsoft Windows 2000 SP4 ist QEMU 0.9.1 oder QEMU 0.11.0 zu installieren. Unter älteren Microsoft Windows-Versionen sind ältere QEMU-Versionen zu verwenden.
- http://qemu-buch.de/download/qemu-0.11.0-windows.zip
- http://qemu-buch.de/download/qemu-0.10.1-windows.zip
- http://qemu-buch.de/download/qemu-0.9.1-windows.zip
- http://qemu-buch.de/download/qemu-0.8.2-windows.zip
[bearbeiten] QEMU unter Wine
Wine (Wine Is Not an Emulator) ist eine Windows-kompatible Laufzeitumgebung für POSIX-kompatible Betriebssysteme, wie zum Beispiel Linux. Damit ist es möglich für Microsoft-Windows-Betriebssysteme kompilierte Programme unter BSD-Unix (*BSD, Solaris, Mac OS X) und Linux laufen zu lassen (siehe http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools/_Wine). Auch Windows-Version von QEMU können ohne KQEMU unter Wine betrieben werden. Zugriffe auf Devices des Hosts im QEMU-Manager sind zu vermeiden. Da Wine weder ein Emulator noch ein Virtualisierer ist, ist die Ausführungsgeschwindigkeit von QEMU unter Wine kaum geringer als QEMU ohne KQEMU unter Microsoft Windows. Allerdings ist die Grafik-Ausgabe unter Microsoft Windows meist schneller. Nützlich ist QEMU unter Wine unter anderem für Tests. Wird zum Beispiel QEMU für Windows unter Linux kompiliert, kann das Resultat mit Wine einen ersten Test unterzogen werden. Weiterhin verwendet der Windows-Clone ReactOS (http://www.reactos.org) Quell-Code von Wine.
Der Qemu-Manager für Windows wird unter Wine mit den gleichen Schritten wie unter Microsoft Windows installiert. Die Installation von KQEMU muss dabei deaktiviert werden. Bei der QEMU-Version ohne GUI wird nur das Archiv mit den QEMU-Binaries heruntergeladen und in ein Verzeichnis unter ~/.wine/drive_c/ entpackt. QEMU kann in der Wine-Konsole gestartet werden.
Host ~$ cd ~/.wine/drive_c/qemu Host ~$ wineconsole cmd C:\qemu> qemu -L . -hda linux.img
QEMU kann auch auf direkt in der Unix-Shell aufgerufen werden.
Host ~$ wine c:\\qemu\\qemu.exe -L c:\\qemu -hda c:\\qemu\\linux.img
Die 64-Bit-Version wird mit folgenden Befehl gestartet.
Host ~$ wine c:\\qemu\\qemu-system-x86_64.exe -L c:\\qemu -hda c:\\qemu\\linux.img
Bei Problemen werden die Fehlermeldungen in die Datei stderr.txt geschrieben.
Host ~$ cat ~/.wine/drive_c/qemu/stderr.txt
Eine Vereinfachung des Aufrufes der QEMU-Binaries unter Wine ist durch das Definieren von Aliases möglich. Diese werdeb zum Beispiel in der Datei ~/.bashrc wie folgt eingetragen. Nach dem erneuten Einloggen stehen die Aliases zur Verfügung.
alias wqemu='wine $HOME/.wine/drive_c/qemu/qemu.exe -L $HOME/.wine/drive_c/qemu/' alias wqemu-system-x86_64='wine $HOME/.wine/drive_c/qemu/qemu-system-x86_64.exe -L $HOME/.wine/drive_c/qemu/' alias wqemu-img='wine $HOME/.wine/drive_c/qemu/qemu-img.exe' alias wqemu-io='wine $HOME/.wine/drive_c/qemu/qemu-io.exe'
Es wird der 32-Bit-Emulator mit wqemu und der 64-Bit-Emulator mit wqemu-system-x86_64 gestartet.
[bearbeiten] Links
- Latest Qemu master binaries
- Step-by-step QEMU compilation Windows MinGW/Git
- Microsoft Virtual PC
- http://qemu-buch.de/d/Anhang/_Nützliche_Tools/_Wine
- http://de.wikibooks.org/wiki/Windows-Kompendium
- Virtuelle Festplatten (VHDs) unter Windows 7
- MobaLiveCD
- QEMU Puppy, das komplettes Linux auf dem USB-Sticks
- QEMU-Puppy
- How to build
- http://www.h7.dion.ne.jp/~qemu-win/PortingTips-en.html
- http://www.virtualizing.org/forums
- http://portableapps.com/de/apps
- Step-by-step QEMU compilation under Windows (MinGW/MSYS)
- http://www.howtoforge.de/howto/linux-live-cds-auf-windows-mit-mobalivecd-betreiben/